Schau, was aus mir geworden ist! Abhängigkeit und Sucht in Film und Fernsehen

Filmisch umgesetzte Ekstase und Sucht in neuem Springerbuch analysiert | Die Psychologie hinter Substanzkonsum und Rausch

Heidelberg, 06. August 2019 

© SpringerSchon früh in der Geschichte des Films tauchte die Idee auf, das relativ neue Medium als seriöses Mittel gegen Suchtaufklärung einzusetzen; nicht zuletzt weil in Mitte der 1920er Jahre das Kino als Ziel der sozialen Unterschicht galt, ein Ort den Rauschsüchtige aufsuchten, um zu vergessen. 1924 wurde Narcotica. Die Welt der Träume und des Wahnsinns. Moderne Laster gedreht, um auf das weltweite Suchtproblem aufmerksam zu machen. In dem kürzlich erschienenen Buch Zocker, Drogenfreaks & Trunkenbolde: Rausch, Ekstase und Sucht in Film und Serie  analysierten Experten aus psychologischer Perspektive Werke, in denen Rausch, Substanzmissbrauch und Alkoholismus thematisiert werden.

Dabei greifen die Herausgeber Matrin Poltrum, Bernd Rieken und Thomas Ballhausen auf 100 Jahre Filmgeschichte zurück. In jedem der 31 Kapitel wird je ein Film oder eine Serie vorgestellt, die das Thema Abhängigkeit behandelt. Behandelt werden Süchte wie Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, Spielsucht, und Hypersexualität. Auf einer Skala von legalen Substanzen über hedonistischen und kontrollierten Drogengebrauch bis hin zu selbstzerstörerischen Missbrauch von Rauschmitteln wird alles behandelt. Erwähnung finden Filmklassiker wie Trainspotting und Easy Rider, aber auch weniger bekannte Werke wie der Stummfilm A Fool There Was, ein amerikanisches Drama in dem der Missbrauch von Alkohol als Waffe eindrücklich zur Schau gestellt wird, werden aufgearbeitet.

Filme, die sich um das Thema Drogen- und Substanzmissbrauch drehen, eroberten – nachdem sie salonfähig gemacht wurden – die europäischen und amerikanischen Kinos. Viele dieser Filme zeigen individuelle Fälle von Menschen, die der Sucht verfallen sind. Manche aber dienen auch als Möglichkeit, eine Gesellschaft, die ihre Mitglieder zur Flucht in illusionäre Welten nötigt, zu kritisieren. 

Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin Poltrum ist Philosoph, Psychotherapeut und Lehrtherapeut. Er ist Universitätsprofessor für Psychotherapiewissenschaft an der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien. Er arbeitet auch als Lehrtherapeut für Existenzanalyse an der Donau-Universität Krems. Er hat zahlreiche Publikationen und Sammelbänder herausgegeben.

Univ.-Prof. Dr. Bernd Rieken studierte Deutsche Philologie, Geschichte, Politikwissenschaft, Philosophie, Psychologie und Volkskunde in Mannheim und Wien. Er ist sein 1996 freiberuflicher Psychotherapeut und seit 2007 Professor für Psychotherapiewissenschaft an der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien. 

Mag. Dr. Thomas Ballhausen studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Deutsche Philologie, Philosophie und Sprachkunst in Wien. Er ist Mitarbeiter an der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur am Literaturhaus Wien. Er lehrt in  Wien und Salzburg und ist international als Herausgeber, Kurator und Vortragender tätig. 


Poltrum, Martin, Rieken, Bernd, Ballhausen, Thomas (Hrsg.)
Zocker, Drogenfreaks & Trunkenbolde
2019, 472 S., 145 Abb. 
Softcover + eBook € 29,99 (D) | € 30,83 (A) | sFr 33.50 (CH)
ISBN 978-3-662-57376-1
Auch nur als eBook verfügbar

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Informationen zum Buch
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