Die Biologie der Zehn Gebote und die Natur des Menschen

Sachbuch von Springer Spektrum zu Wissen und Glauben im Widerstreit

Heidelberg | Berlin, 09 Juli 2014

© Springer„Du sollst keine anderen Götter neben mir haben, nicht den Namen des Herrn missbrauchen, du sollst den Feiertag heiligen. Du sollst nicht töten, nicht ehebrechen, nicht stehlen, nicht falsches Zeugnis reden, nicht rauben, nicht die Besitztümer anderer begehren. Ehre deinen Vater und deine Mutter.“ Die letzten sieben der zehn Gebote beziehen sich auf das rein irdische Zusammenleben. In jeder Religion und Kultur finden sich ähnliche moralische Vorschriften, die sich teilweise auch in unseren Gesetzgebungen widerspiegeln. Jedes dieser oben genannten Gebote bezieht sich auf eine Quelle von potenziellen Konflikten im sozialen Miteinander – nicht nur innerhalb menschlicher Gesellschaften, sondern aller Sozietäten. Aber: So wie in der gesamten belebten Schöpfung werden diese Vorschriften in aller Regelmäßigkeit auch vom Menschen übertreten, auch wenn dieser als einzige Spezies eigentlich dazu imstande ist, die späteren Konsequenzen seiner Handlungen abzuwägen.

In seinem Buch Die Biologie der Zehn Gebote und die Natur des Menschen widmet sich Wolfgang Wickler der Frage, ob Biologen dazu beitragen können, sowohl die Grundlagen der zehn Gebote als auch die Gründe für ihre regelmäßige Überschreitung nachzuvollziehen. „Seit Langem besteht ein merklicher Unterschied zwischen der biologischen und der philosophisch-theologischen Interpretation der belebten Schöpfung“, so Wickler. Er fordert: „Auch Philosophen und Theologen sollten die Evolution aller biologischen und kulturellen Merkmale sowie die Gen-Kultur-Koevolution so gründlich kennen und bewerten, wie Naturwissenschaftler sie erforscht haben.“

Mit Die Biologie der Zehn Gebote und die Natur des Menschen wendet sich Wickler an geistes- und naturwissenschaftlich Interessierte. In 19 Kapiteln widmet er sich den verschiedensten Aspekten des menschlichen Daseins – etwa der Herkunft des Menschen, dessen Besonderheiten, der Sexualität oder auch dem Bösen – und bietet dem Leser einen Einblick in die unterschiedlichen biologischen und philosophisch-theologischen Sichtweisen. Sein Ziel ist es, durch dieses Buch zu verdeutlichen, dass eine „Harmonisierung von Wissens- und Glaubensinhalten“ stattfinden muss, sich also die Naturwissenschaften und die Philosophie/Theologie annähern müssen, um mit falschen Glaubenswahrheiten und auch mit Moralvorschriften aufzuräumen, die auf missverstandenen Naturgegebenheiten beruhen.

Wolfgang Wickler ist emeritiertes Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. Er war Direktor an Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen, ist langjähriges Mitglied des Instituts der Görres-Gesellschaft für interdisziplinäre Forschung, der philosophischen Sektion der Bayerischen Benediktiner-Akademie und ehrenamtlicher Mitarbeiter der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft.

Wolfgang Wickler
Die Biologie der Zehn Gebote und die Natur des Menschen
Wissen und Glauben im Widerstreit

Springer Spektrum 2014, 296 S. 1 Abb.

Softcover 19,99 € (D) | 20,55 € (A) | CHF 25.00

ISBN 978-3-642-41758-0

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