Wie maschinelle Intelligenz glücklich machen kann

Springer-Sachbuch fördert die Debatte über die Zukunft von Mensch und Maschine | Life Engineering als Disziplin der Glückssteuerung

Wiesbaden, 12. Februar 2020

© Springer

Maschinelle Intelligenz verändert unser Leben: Der Datenverkehr im Internet und digitale Assistenten im Haushalt erleichtern den Alltag. Diese Dienste entwickeln sich zunehmend von passiven Helfern zu aktiven Assistenten. Kommt diese Entwicklung aber auch tatsächlich dem Wohle des Menschen zugute? In den Berichten zu maschineller Intelligenz wechseln sich derzeit Horrorszenarien wie das Entstehen einer Superintelligenz, die den Menschen verdrängt, oder Utopien wie Wohlstand für alle ab. „Ob wir die wachsenden Fähigkeiten der maschinellen Intelligenz zu unserem Wohle oder zu unserem Schaden nutzen, wird zur größten Herausforderung der Menschheit“, sagt Autor Hubert Österle. Die Diskussionen seien stark von Emotionen und Missverständnissen geprägt. Sein gerade bei Springer erschienenes Buch Life Engineering beschäftigt sich mit der Frage, was Mensch, Unternehmen und Gesellschaft von der Digitalisierung erwarten sollten. Dabei entwirft der Autor ein Konzept, wie die neue Technologie glücklich machen und zu mehr Lebensqualität führen kann. 

Das Buch integriert die Perspektiven verschiedener Disziplinen – Informatik, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft, Psychologie, Philosophie, Neurowissenschaften, Ethik und Religion. Hubert Österle gibt einen wichtigen Impuls für die die Debatte über die Zukunft von Mensch und Maschine, über Glück und Evolution sowie über die großen Veränderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt. Er ruft zur Gründung einer neuen Disziplin auf: dem Life Engineering. „Diese Disziplin soll die Technologie, die Lebensqualität und die Steuerung der Gesellschaft verstehen und die Entwicklung leiten.“ Life Engineering soll außerdem die Chancen und Gefahren für den Menschen aufzeigen, Impulse für unternehmerisches Handeln liefern und zur politischen Willensbildung beitragen. Neben der Steuerung von Wirtschaft und Gesellschaft benötige es zusätzlich auch eine Glückssteuerung, so Österle. Dafür könne eine objektivierte Glücksmessung ein erster Schritt sein. Hilfreiche Unterstützung könnten dabei eine Weltdatenbank mit Personen- und Sachdaten und ein Glückscoach bieten, der die Erkenntnisse in das tägliche Leben übertrage. 

Der Autor entwirft in seinem Buch eine Agenda für ein Lebensqualitätsmodell, das sich an den Einzelnen, aber auch an Unternehmen sowie Politik und Gesellschaft richtet. Er liefert eine gründliche Analyse der technologischen Trends und ihrer Chancen und Gefahren für die Lebensqualität. Ausgehend von der Maxime des Glücks des „Homo Digitalis“ formuliert Österle provokative Fragen wie etwa nach dem Wert der Privatheit.

Professor Hubert Österle war ordentlicher Professor für Wirtschaftsinformatik an der Universität St. Gallen, Schweiz. Er gründete das Institut für Informationsmanagement und initiierte das Executive MBA-Programm „Business Engineering“ an der Universität St. Gallen. Hubert Österle war Herausgeber von Electronic Markets und anderer Zeitschriften. Er gründete mehrere Unternehmen und setzte dort seine wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis um.

Hubert Österle
Life Engineering
2020, 193 S., 14 Abb.
Softcover  € 19,99 (D) | € 20,50 (A) | sFR 22.50 (CH)
ISBN 978-3-658-28335-3

Zusätzlich auch als eBook verfügbar
Dieses Buch erscheint auch in englischer Sprache unter dem Titel: Life Engineering.
Informationen zum Buch: www.springer.com/de/book/97830303148


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