Reichtum ohne Grenzen?

Welche Rolle die Soziale Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert einnimmt | Springer Gabler-Buch eröffnet wichtige Perspektiven in der aktuellen Debatte zur sozialen Gerechtigkeit | Buchpräsentation mit dem Bundesvorsitzenden der FDP, Christian Lindner MdB, am 28. November 2018 im Jakob-Kaiser-Haus des Bundestages in Berlin

Berlin | Wiesbaden, 15. November 2018

© SpringerEigentum verpflichtet, so ist es schon im Grundgesetz festgehalten. Eigentum und Vermögen sowie Kapital und Besitz stellen eine Form des persönlichen wie gesellschaftlichen Reichtums dar. Doch wie wird dieser Reichtum erworben? Wie wird er verteilt? Die Grundwerte des wirtschaftlichen Handelns sind in der Bundesrepublik Deutschland durch die Soziale Marktwirtschaft definiert. Welche Rolle kann diese im 21. Jahrhundert einnehmen? Nach Meinung der beiden Autoren des gerade bei Springer Gabler erschienenen Buches Reichtum ohne Grenzen?, Martin Pätzold und Volker Tolkmitt, zeigt sich in der politischen Diskussion eine Diskrepanz zwischen wirtschaftswissenschaftlicher Analyse einerseits und gesellschaftlicher sowie individueller Erwartung andererseits. Ihr Buch soll zur Versachlichung dieser Debatte beitragen, indem es wichtige Perspektiven zur sozialen Gerechtigkeit eröffnet. Am 28. November 2018 stellen Pätzold und Tolkmitt ihr Werk mit dem Bundesvorsitzenden der FDP, Christian Lindner MdB, öffentlich vor. Die Veranstaltung findet von 18:00 bis 19:00 Uhr im Jakob-Kaiser-Haus des Bundestages in Berlin statt und wird von der Chefredakteurin der Berliner Morgenpost, Christine Richter, moderiert.

„Die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland ist in ihrer Entstehungsgeschichte geprägt durch die katholische Soziallehre, die ihren Ursprung als geschlossene Konzeption im 19. Jahrhundert hat“, erklären Martin Pätzold und Volker Tolkmitt. Als solche stellte sie seinerzeit den Gegenentwurf für radikale Gesellschaftsmodelle wie Sozialismus beziehungsweise Kommunismus dar. Der Schriftsteller Viktor Hugo habe das prägnant zusammengefasst: „Die Katholische Soziallehre ist motiviert aus Liebe zu den Armen, nicht aus Hass auf die Reichen.“ Unter dieser Betrachtung bedarf nach Meinung der Autoren auch der Begriff Reichtum einer differenzierten Bewertung: „Auf der einen Seite ist Eigentum etwas Erstrebenswertes, auf der anderen Seite ergibt sich jedoch nur aus dem durch eigene Leistung verdienten Eigentum die Möglichkeit, gesellschaftliche Teilhabe zu erleben.“ Daher könne bloßer Reichtum auch hemmend wirken. Diese Betrachtung werde viel zu selten angestellt.

Die eindringliche Forderung nach einer zeitgemäßen „Sozialordnung“ zieht sich durch das gesamte Buch. Der Homo Oeconomicus in seinem Streben nach Reichtum muss nach Auffassung von Pätzold und Tolkmitt über die Marktsteuerung hinaus gelenkt und beschränkt werden. Denn „Wohlstand für Alle“ durch die Versöhnung von Wirtschaft und Wohlfahrt im Modell der Sozialen Marktwirtschaft sei zeitlos faszinierend: „Die Statistiken zeigen: Die Soziale Marktwirtschaft hat für ein breites Maß des wirtschaftlichen Wohlstandes in einer Weise gesorgt, wie es noch keinem Wirtschaftssystem vorher gelungen ist.“ Die Solidargemeinschaft des Staates ermutige und ermuntere das Eintreten des Stärkeren für den Schwächeren dabei nicht unbedingt und zwingend aus Wohlwollen oder gar Nächstenliebe, sondern schlicht aus gut verstandenem Eigeninteresse. Die angemessene, nicht überbordende Flankierung des marktwirtschaftlichen Wettbewerbs durch Sozialpolitik sei daher eine logische Konsequenz dieser christlichen Überzeugung. Das Buch ist ein Plädoyer für die Soziale Marktwirtschaft, so die beiden Wirtschaftsautoren: „Es rüttelt wach und macht deutlich, dass wir von Glück reden können, in einer der besten Wirtschaftswelten von allen leben zu dürfen.“

Zu Reichtum ohne Grenzen? findet folgende Veranstaltung statt:
Mittwoch, 28. November 2018, 18:00-19:00 Uhr
im Jakob-Kaiser-Haus des Bundestages, Raum 2.732, Dorotheenstraße 101 in 10117 Berlin
Informationen und Anmeldung für Journalisten unter 
paetzold@hs-mittweida.de oder tolkmitt@hs-mittweida.de (mit Angabe des Geburtsdatums)

Martin Pätzold | Volker Tolkmitt
Reichtum ohne Grenzen?
2018, 722 S.
Softcover + eBook € 24,99 (D) | € 25,58 (A) | sFr 25.50 (CH)
ISBN 978-3-658-20236-1
Auch nur als eBook verfügbar

Bild: Coverabbildung des Buchs Reichtum ohne Grenzen? von Springer Gabler | © Springer

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