Personalführung: Leistungssteigerung ohne Verschleiß

Gute Führung erhöht die Wertschöpfung des Unternehmens | Springer Gabler-Autoren zeigen, wie Führungskräfte ihre Mitarbeiter an der Leistungsgrenze führen und damit die Voraussetzungen für Spitzenleistungen schaffen können

Wiesbaden, 26. August 2014

© SpringerMitarbeiter an ihre Belastungsgrenze zu bringen, ist genauso einfach wie ineffektiv. Sich mit ihnen gemeinsam und systematisch ihrer Leistungsgrenze zu nähern, ist hingegen nach Meinung von Susanne Basler und Klaus Gattinger hohe Führungskunst: „Die Grenzerfahrungen an der eigenen Leistungsgrenze machen Mitarbeiter selbstbewusst und mutig und sind damit ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.“ Erfolgreiche Manager könnten auf diese Weise Voraussetzungen für Spitzenleistungen schaffen und damit die Wertschöpfung des Unternehmens steigern, so die Experten im Interview mit dem Wissensportal Springer für Professionals. In ihrem gerade bei Springer Gabler erschienenen Fachbuch Führen an der Leistungsgrenze stellen Basler und Gattinger mit dem Powerline-Modell ein neues Instrumentarium vor, mit dem Führungskräfte das Belastungs- und Leistungsmanagement ihrer Mitarbeiter gezielt steuern und verbessern können.

„Führung bedeutet, das Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit im Unternehmen jeden Tag zu gestalten und auszutarieren“, ist sich Klaus Gattinger sicher. Gerade in Zeiten von Burnout und Depressionen durch zu hohe Arbeitsbelastung sei es wichtig, dass eine gute Führungskraft sich dieser Aufgabe bewusst ist und dafür die Verantwortung übernimmt. Denn Mitarbeiter brauchen Orientierung in Bezug auf ihre Leistungserbringung, so der Experte weiter. Manager müssten daher Verantwortlichkeiten klar zuordnen und einfordern sowie das individuelle Leistungspotenzial ihrer Mitarbeiter aktiv entwickeln und verfügbar machen. Auf diese Art und Weise schaffe gute Führung nicht nur Sicherheit auf der menschlichen Ebene, sondern sei darüber hinaus ein entscheidender betriebswirtschaftlicher Wettbewerbsfaktor.

Grundlage bei der Entwicklung von Spitzenleistungen in der Führung ist die Unterscheidung zwischen Belastungs- und Leistungsgrenze, ergänzt Susanne Basler: „Leistung ist ein menschliches Bedürfnis, aus dem Selbstbewusstsein, Zuversicht und persönliches Wachstum resultieren. An der Belastungsgrenze hingegen verschleißen Mitarbeiter, denn die Leistung wird durch eine zu hohe Anforderung erzeugt und sinkt im Laufe der Zeit immer weiter ab.“ An der Leistungsgrenze erzielten Menschen ihre Erfolge durch die systematische Ausschöpfung bislang ungenutzter Kompetenzen im persönlichen, fachlichen und methodischen Bereich. Dazu sei auch die Grenzerfahrung wichtig, in der der Mitarbeiter seine aktuelle Leistungsgrenze nach oben verschiebt: „So ist Leistungssteigerung ohne Verschleiß möglich.“

Mit dem Powerline-Modell stellen die beiden Autoren Führungskräften ein Instrumentarium zur Verfügung, mit dem Mitarbeiter sicher an der Leistungsgrenze geführt werden können anstatt sie aus falsch verstandener Fürsorgepflicht davor zu schützen.

Susanne Basler (Dipl. Psych.) und Klaus Gattinger (Dipl.-Betriebswirt FH) haben über 20 Jahre Erfahrung als Managementberater und Coaches. Ihr zentrales Thema ist die Beratung und Begleitung von Unternehmen zu gezieltem Leistungsmanagement sowie Führung in schwierigen und komplexen Situationen. Zu ihren Kunden zählen mittelständische Unternehmen ebenso wie Großkonzerne. Gemeinsam betreiben sie am Ammersee ein Beratungsinstitut für Führungskräfte.

Susanne Basler | Klaus Gattinger
Führen an der Leistungsgrenze
Instrumentarium für Führungskräfte

2014, 249 S., 45 Abb.
Softcover € 39,99 (D) | € 41,11 (A) | sFr 50,00 (CH)
ISBN 978-3-658-04315-5
Auch als eBook verfügbar

Bild: Coverabbildung des neuen Fachbuchs Führen an der Leistungsgrenze von Springer Gabler | © Springer

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Springer für Professionals: Interview mit Susanne Basler und Klaus Gattinger

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