Mit einem Chief Data Officer zu mehr Informationsqualität

Warum Unternehmen in Zeiten von Big Data und sich ständig ändernden Rahmenbedingungen ihr Informationsmanagement neu organisieren müssen

Wiesbaden, 20. Mai 2015

© SpringerÜber die Aufgaben und Gestaltungsziele des Chief Information Officer (CIO) sind in Zeiten von Big Data und der digitalen Transformation schon viele Bücher geschrieben worden. Dennoch verkümmert die Ressource Information in vielen Unternehmen weiterhin in lokalen Datensilos, kritisiert Dirk Knauer im Vorwort seines Springer Gabler-Buchs Act Big – Neue Ansätze für das Informationsmanagement: „Wir ärgern uns über mangelnde Datenqualität, teure IT-Projekte und unzureichende Unterstützung durch die hauseigene IT, anstatt die für uns relevanten Informationen für das Gesamtunternehmen konsequent und sinnvoll zu nutzen – und zu managen.“ Oft bestehe ein Graben zwischen Fachabteilungen und IT, der den Erfolg einer unternehmensweiten Informationslogistik verhindert, und der CIO verstehe ausschließlich die Technologie als seine Domäne. Die Frage nach der Verantwortung und der Zurechnung der Daten selbst aber bleibe offen. Im Interview mit dem Wissensportal Springer für Professionals empfiehlt der Autor daher die zusätzliche Etablierung eines Chief Data Officers (CDO).

„Der Chief Data Officer hat die Aufgabe, die Informationsversorgung transparent und gesamthaft steuerbar zu machen, um für künftige Herausforderungen gewappnet zu sein – denn diese werden zunehmend informationsgetrieben sein“, beschreibt Dirk Knauer die Lösung, die in den USA bereits stark verbreitet ist. Voraussetzung aber sei ein organisatorisches Umdenken im Management. Die drei aktuell größten Versäumnisse in vielen Unternehmen sind für Knauer Untätigkeit, Mikromanagement und Technologiegläubigkeit. Das Fatale: In Zeiten von explodierenden Datenmengen und immer neuen Analysemöglichkeiten durch die Digitalisierung wird das Management von Informationen für den Unternehmenserfolg immer wichtiger.

Für Knauer ist daher klar: „Ein neuer Managementansatz für den Umgang mit Informationen ist dringend notwendig – die Verantwortlichkeiten müssen neu geregelt werden.“ Bei der Schaffung der Position eines Informationsmanagers als echter Managementposition – eben einem CDO – sei Überzeugungsarbeit zu leisten und sich gegenüber Partikularinteressen durchzusetzen, die sich über Jahre und Jahrzehnte zu Informationsdomänen und -silos entwickelt haben. Das Buch widmet sich diesem Themenkomplex und beschreibt mit dem Modell „DARE“ einen Weg aus der Misere kleinteiliger IT-Projekte und funktionalen Mikromanagements: „DARE besteht aus vier Kernelementen, die ein agiles Informationsmanagement ausmachen: Discovery, Assignment, Reliability und Endurance.“ Basierend auf einem handlungsorientierten Anspruch an das Informationsmanagement sei eine solche Vorgehensweise eine sinnvolle Alternative zu traditionell passiven, bedarfsorientierten Ansätzen. Zentral für eine funktionierende Informationsversorgung sind zwei Dinge, so das Fazit des Autors: „Agilität und ein an der Information selbst sowie den spezifischen Unternehmenszielen orientiertes Instrumentarium.“

Dirk Knauer arbeitet seit 15 Jahren als strategischer Berater und Interimsmanager mit den Schwerpunkten Corporate Performance Management, Informationsmanagement und Business Intelligence. Er war zudem mehrere Jahre in leitenden Positionen im Controlling und in der Geschäftsführung eines mittelständischen Unternehmens tätig. 

Dirk Knauer
Act Big – Neue Ansätze für das Informationsmanagement
Informationsstrategie im Zeitalter von Big Data und digitaler Transformation
2015, 172 S.
Softcover € 39,99 (D) | € 41,11 (A) | sFr 50.00 (CH)
ISBN 978-3-658-06750-2
Auch als eBook verfügbar

Bild: Coverabbildung des Buchs Act Big – Neue Ansätze für das Informationsmanagement von Springer Gabler | © Springer

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Springer für Professionals: Interview mit Dirk Knauer

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Geleitwort Peter Chamoni

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