Mission Startup: Einen Königsweg gibt es nicht

Gründer schildern ihren Weg von der Idee zum Unternehmen | Springer Gabler-Buch gibt Einblicke hinter die Kulissen der deutschen Startup-Szene

Wiesbaden, 12. Dezember 2014

© SpringerFacebook, Dropbox und Twitter haben die Startup-Szene weltweit inspiriert. „Doch auch in Deutschland brauchen sich junge Gründer nicht zu verstecken“, sagen Sören Weber und Christoph Warmer im Interview mit dem Wissensportal Springer für Professionals. Es gebe erfolgreiche Beispiele in allen Branchen – von Fritz-Kola und Vapiano über myTaxi bis hin zu Ergobag und Bora. Die Unternehmensberatung McKinsey habe zudem geschätzt, dass allein Tech-Startups bis 2020 rund 100.000 Arbeitsplätze in Deutschland schaffen könnten. Dennoch warnen die beiden Autoren des bei Springer Gabler erschienenen Buchs Mission: Startup: „Elf von zwölf Startups scheitern – die Gründe dafür sind vielfältig.“ Um genauere Antworten zu finden, sind Weber und Warmer quer durch Deutschland gereist und haben sich mit erfolgreichen Gründern getroffen. Die persönlichen Interviews geben Einblick hinter die Kulissen der deutschen Startup-Szene und zeichnen die Entstehungsgeschichte der jeweiligen Gründungen nach – inklusive ihrer Rückschläge, Wendepunkte und Erfolge.

„Auf Startup-Konferenzen hören wir immer wieder: Wir brauchen mehr Gründervorbilder in Deutschland“, berichtet Sören Weber. Steve Jobs, Elon Musk und Mark Zuckerberg seien zwar Persönlichkeiten, die eng mit ihren Unternehmen verbunden sind und damit die Gründerszene weltweit inspirieren. Aber die Lebenswirklichkeit deutscher Gründer ist nach Meinung des Autors eine andere: „Das Silicon Valley ist ein Cluster mit Top-Leuten, sehr viel Geld und einem Öko-System, dass jungen Firmen eine sehr schnelle Entwicklung ermöglicht. Dabei hilft auch die kulturelle Tradition, die sehr auf ‚Trial and Error‘ ausgelegt ist – eine Haltung, die in Deutschland nicht sehr ausgeprägt ist.“ Den amerikanischen Startups reiche darüber hinaus zunächst der große homogene Markt vor der Tür. Darauf konzentrierten sich die meisten in den ersten Jahren, werden groß und kauften später im Rest der Welt einfach ähnliche oder konkurrierende Unternehmen zu. Das Buch aber zeige, dass Gründer auch in Deutschland international erfolgreiche Unternehmen aufbauen können: „In den Interviews erfährt der Leser aus erster Hand, welche Herausforderungen es gibt, wie diese angepackt und letztlich gemeistert werden können.“

„Es gibt keinen Gründer-Stereotypen oder Königsweg zum Erfolg“, fasst Weber die Ergebnisse zusammen. Vielmehr zeigten die Gespräche, dass die Hintergründe der Unternehmer so vielfältig sind wie die Entwicklungspfade ihrer Unternehmen. Zwei Gemeinsamkeiten sind Christoph Warmer allerdings aufgefallen: „Zum einen haben erfolgreiche Gründer eine große Leidenschaft für ihr Vorhaben. Zum anderen haben sie den Kunden fest im Blick und holen viel Feedback ein.“ In der Startphase sollte die erste Frage zudem nicht lauten, wie viel, sondern, ob überhaupt Kapital nötig ist. Die Notwendigkeit einer Fremdfinanzierung hänge letztlich vom Geschäftsmodell ab. Aus diesem müsse vor allem der höhere Kundennutzen des eigenen Produkts im Vergleich zu bereits existierenden Alternativen hervorgehen. Beratung und Unterstützung hätten viele Gründer entweder in staatlichen Stellen oder in Mentoren gefunden, so Warmer abschließend: „Häufig sind dies Business Angels, die früh in die Startups investieren und dem Team zur Seite stehen.“ Die Unterstützung reiche dabei von Erfahrungsaustausch und Herstellung von Kontakten bis hin zu direkter Mitarbeit.

Die 2013 vom Bundesverband Deutsche Startups geschätzte Zahl von 5.000 aktiven Startups in Deutschland halten Weber und Warmer gemessen am Potenzial immer noch für wenig: „Dem Global Entrepreneurship Monitor zufolge sehen immerhin 25 Millionen Deutsche in der Unternehmensgründung eine attraktive berufliche Perspektive.“ Mit ihrem Buch geben die Autoren einen umfassenden und gleichzeitig kurzweiligen Einblick in die deutsche Startup-Szene und machen damit jungen Unternehmern Mut, ihre Geschäftsideen in die Tat umzusetzen.

Christoph Warmer und Sören Weber haben während des Studiums selbst Startups gegründet und sind seitdem in der Gründerszene aktiv.

Christoph Warmer | Sören Weber
Mission: Startup
Gründer in Deutschland schildern ihren Weg von der Idee zum Unternehmen
2014, 308 S., 80 Abb., 20 Abb. in Farbe
Softcover € 19,99 (D) | € 20,55 (A) | sFr 25.00 (CH)
ISBN  978-3-658-06652-9
Auch als eBook verfügbar

Bild: Coverabbildung des neuen Buchs Mission: Startup von Springer Gabler | © Springer

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Springer für Professionals: Interview mit Christoph Warmer und Sören Weber

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