Industrie 4.0: Der Siegeszug der Hightech-Ökonomie

Über verschwimmende Branchengrenzen, verkürzte Produktzyklen und zunehmende Volatilität in der Wirtschaft des 21. Jahrhunderts

Wiesbaden, 01. Dezember 2015

A_9783658048822.jpg © SpringerDigitalisierung, Industrie 4.0 und Share Economy setzen Unternehmen unter Innovations- und Veränderungsdruck. Produktzyklen werden immer kürzer, Marktveränderungen vollziehen sich häufiger und schneller. Früher war dieses Phänomen auf Hightech-Sektoren beschränkt, inzwischen sind fast alle Branchen davon betroffen. „Die deutsche Wirtschaft hat im Bereich Industrie 4.0 tolle Voraussetzungen – gerade unser Mittelstand ist führend in den Bereichen Maschinenbau, Automatisierung oder Mechatronik“, macht Volker Brühl im Interview mit dem Wissensportal Springer für Professionals Mut. In der Verknüpfung traditioneller Stärken mit modernen Internettechnologien jedoch sieht der Experte hierzulande noch Nachholbedarf: „Wir müssen aufpassen, dass wir an der Spitze der technologischen Entwicklung bleiben.“ In seinem bei Springer Gabler erschienenen Buch Wirtschaft des 21. Jahrhunderts geht Brühl den aktuellen, tiefgreifenden Veränderungen in der Wirtschaft auf den Grund, beschreibt die Trends der Digitalen Revolution und beleuchtet die Herausforderungen, die sich daraus für Manager, Beschäftigte und politische Entscheidungsträger ergeben.

„Hightech prägt einen stark wachsenden Teil unserer wirtschaftlichen Aktivitäten – durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung von Menschen, Maschinen und Gegenständen des Alltags entstehen komplett neue Geschäftsfelder in allen Sektoren“, sagt Volker Brühl. So entwickle sich das Internet mit großen Schritten zu einem Internet der Dinge und Dienste weiter, und die Digitalisierung der Produktion markiere einen weiteren Meilenstein, der von vielen Experten als Beginn einer vierten Phase der industriellen Revolution gesehen wird: die Industrie 4.0: „Das betrifft die industrielle Fertigung in der Smart Factory, in der physikalische und virtuelle Prozesse verschmelzen – mit Hilfe der Methoden der Künstlichen Intelligenz finden Produkte künftig selbst ihren Weg durch die Fertigungsstraßen und sorgen für ihre eigene Wartung.“ Künstliche Intelligenz spiele zudem eine große Rolle im vernetzten Zuhause (Smart Home), in der Medizin (Smart Health), in der Energieversorgung (Smart Grids) oder bei der Gestaltung künftiger umweltschonender Mobilitätskonzepte (Smart Traffic). Diese Liste könne man beliebig erweitern, so der Autor: „In der Hightech-Ökonomie verschwimmen Branchengrenzen und die Produktzyklen verkürzen sich dramatisch.“

Im Buch stellt Volker Brühl die wichtigsten Trends dar, die die Wirtschaft im 21. Jahrhundert prägen werden. Dazu gehörten neben der allumfassenden Vernetzung und der Verkürzung der Produktzyklen auch die generelle Beschleunigung ökonomischer Veränderungen und die damit einhergehende Zunahme der Volatilität unseres wirtschaftlichen Umfeldes. In diesem Kontext spiele auch die Globalisierung eine wichtige Rolle, die ebenfalls in eine neue Phase trete. Aufbauend auf der Darstellung und Analyse der wichtigsten Treiber in Zeiten der Hightech-Ökonomie betrachtet Brühl die sich daraus ergebenden Herausforderungen für die Unternehmensführung: „Die Rolle des CEOs wird sich verändern – wie das aussehen kann, sieht man heute schon bei den erfolgreichen Internetkonzernen wir Google oder Facebook.“ Das Top-Management verstehe sich dort als Katalysator von Veränderungsprozessen und gibt Strategien nicht mehr top down vor, damit nachgelagerte Hierarchiestufen sie umsetzen. Denn die in den Köpfen der Mitarbeiter sitzende Intelligenz eines Unternehmens könne nur dann effektiv mobilisiert werden, wenn ein echter Diskurs über organisatorische Ebenen hinweg geführt wird: „Das machen Google und Facebook, indem sie Hierarchien durch Cluster ersetzen – anders können sie Top-Leute auch nicht auf Dauer im Unternehmen halten.“

Dr. Volker Brühl ist Geschäftsführer am Center for Financial Studies an der Goethe Universität in Frankfurt a. M. Er verfügt über langjährige Top Management Erfahrung im Finanzsektor und hat als Unternehmensberater zahlreiche führende Konzerne aus unterschiedlichen Branchen bei strategischen Fragestellungen, M&A und Restrukturierungen beraten.

Volker Brühl
Wirtschaft des 21. Jahrhunderts
Herausforderungen in der Hightech-Ökonomie
2015, 243 S.
Hardcover € 39,99 (D) | € 41,11 (A) | sFr 42.50 (CH)
ISBN 978-3-658-04882-2
Auch als eBook verfügbar

Bild: Coverabbildung des Buchs Wirtschaft des 21. Jahrhunderts von Springer Gabler | © Springer

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Springer für Professionals: Interview mit Volker Brühl (Management)

Springer für Professionals: Interview mit Volker Brühl (Banken & FDL)

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