100 Jahre Dubbel: Ein Klassiker feiert Geburtstag

24. Auflage des Standardwerks für Ingenieure erschienen | Zum 100-jährigen Jubiläum diskutieren die Herausgeber mit Vertretern aus Wissenschaft und Industrie auf der Frankfurter Buchmesse, welche Perspektiven gesichertes Wissen in Zeiten von Wikipedia & Co. hat

Heidelberg | Wiesbaden | Frankfurt, 30. September 2014

© SpringerGenerationen von Studenten und Ingenieuren kennen den Dubbel und verlassen sich auf das etablierte Referenzwerk des Maschinenbaus. Mit dem Erscheinen der 24. Auflage feiert das Werk jetzt sein 100-jähriges Bestehen. Diesen Erfolg schreiben die aktuellen Herausgeber und Professoren Karl-Heinrich Grote und Jörg Feldhusen im Interview mit dem Wissensportal Springer für Professionals vor allem der inhaltlichen Kombination aus Beständigkeit und Wandel zu. So sei es bei einem durchgängigen Konzept durch fortlaufende Überarbeitungen stets gelungen, den technischen Fortschritt im Werk widerzuspiegeln. Wie sich die Perspektiven für das Taschenbuch für den Maschinenbau und andere Standardwerke zukünftig angesichts des Medienwandels darstellen, erörtern die Herausgeber auf der Frankfurter Buchmesse. Im Forum Wissenschaft und Fachinformation der Halle 4.2 diskutieren sie am Mittwoch, den 08. Oktober 2014, ab 14:00 Uhr unter dem Motto „Dubbel – Der Klassiker für Ingenieure wird 100 Jahre alt. Welchen Wert hat gesichertes Wissen in Zeiten von Wikipedia & Co?“ mit Vertretern aus Wissenschaft und Industrie.

Im Jahr 1912 bespricht Heinrich Dubbel, Dozent und später Professor an der Berliner Beuth-Schule, seine Idee eines Taschenbuchs für den Maschinenbau mit Julius Springer. Bereits Mitte 1914 konnte die erste Auflage des heutigen Klassikers erscheinen. Es folgten 23 weitere Ausgaben. In den Grundzügen ist das bewährte Konzept dabei bis heute erhalten, betont Jörg Feldhusen: „Beim Dubbel werden keine Experimente gemacht.“ Dennoch aber sei jede Ausgabe neu: „Alle Kapitel werden von den Autoren auf Aktualität geprüft. Oft wenig ergänzt, manchmal auch viel erweitert und abgeändert.“ Gerade in den letzten Ausgaben seien wegen einer Vielzahl von verifizierten Forschungsergebnissen und Technologiesprüngen in der Industrie ganz neue Kapitel entstanden – in der aktuellen 24. Auflage zum Beispiel die Medizintechnik. Auf diese Art und Weise habe sich das Werk kontinuierlich an den veränderten Aufgabenfeldern von Ingenieuren ausgerichtet: „In der ersten Ausgabe von 1914 wurden fast 100 Seiten den Dampferzeugungsmaschinen gewidmet. Heute wichtige Themen wie Energietechnik, Transporttechnologie, Klima- und Lufttechnik oder Akustik und Mechatronik hingegen wurden in den ersten Auflagen nicht behandelt, weil es diese Technologie noch nicht gab oder sie unbedeutend für den Maschinenbau war.“

Auch in Zukunft werden sich die Schwerpunkte an den Bedürfnissen von Praxis und Lehre des Maschinenbaus orientieren und die Grundlagen zur Lösung konkreter Ingenieuraufgaben in der Praxis liefern, verspricht Karl-Heinrich Grote. Gerade in einer Zeit, in der Wissen schnell im Internet abgerufen werden kann, nehme die Bedeutung von qualitätsgeprüftem Wissen zu: „Der Dubbel zeichnet sich dadurch aus, dass fundiertes Wissen angeboten wird – kein ‚Halbwissen‘, wie in vielen uns bekannten Internet-Plattformen oder -Foren.“ Ein Internetauftritt des Klassikers aber sei denkbar: „Dieser Ansatz wird vom Verlag mit den Herausgebern in die Wege geleitet werden – allerdings nichts als ‚einfache‘ 1:1-Wiedergabe des gedruckten Werkes, sondern mit entsprechendem Mehrwert.“ Neben dem hohen Qualitätsanspruch sieht Grote vor allem in der vertrauensvollen und guten Zusammenarbeit zwischen den Herausgebern, den Autoren und dem Verlag die Basis dieser erfolgreichen Wissensvermittlung über einen so langen Zeitraum. So werden in regelmäßigen Besprechungen sowohl mögliche thematische Erweiterungen, Kürzungsoptionen und die Auswahl der Autoren diskutiert als auch komplett neue Ansätze wie eine Onlineversion – und das kontinuierlich: „Beim Dubbel ist nach der neuen Auflage vor der neuen Auflage“.

Der Dubbel wurde im Lauf der Jahre in verschiedene Sprachen übersetzt. 1927 erschien bei Springer die erste russische Ausgabe. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Lizenzen für griechische, italienische, jugoslawische, portugiesische, spanische und tschechische Ausgaben erteilt. 1984 erschien eine italienische, 1991 eine chinesische und 1994 eine englische Ausgabe. 1999 folgte die erste interaktive, elektronische Version, bevor zwei Jahre später mit der 20. Auflage die Rekordmarke von einer Million verkauften Exemplaren überschritten wurde.

Karl-Heinrich Grote | Jörg Feldhusen (Hrsg.)
Dubbel – Taschenbuch für den Maschinenbau
24., aktualisierte Aufl. 2014, LIII, 2083 S., 612 Abb.
Hardcover € 79,99 (D) | € 82,23 (A) | sFr 100,00 (CH)
ISBN 978-3-642-38890-3
Auch als eBook verfügbar

Bild: Erste und aktuelle Ausgabe des Dubbel – Taschenbuch für den Maschinenbau | © Springer

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Springer für Professionals: Interview mit Karl-Heinrich Grote und Jörg Feldhusen

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Bild: Erste und aktuelle Ausgabe des Dubbel – Taschenbuch für den Maschinenbau

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Die Veranstaltung „Dubbel – Der Klassiker für Ingenieure wird 100 Jahre alt. Welchen Wert hat gesichertes Wissen in Zeiten von Wikipedia & Co?“ findet am Mittwoch, den 08. Oktober 2014, von 14:00 bis 15:00 Uhr im Forum Wissenschaft und Fachinformation der Halle 4.2 statt. 

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