Wenn pflegende Angehörige gewalttätig werden

Jahresauftakt für Pflegeprofis: Kongress Pflege 2017 von Springer Pflege am 20. und 21. Januar in Berlin | Chancen und Möglichkeiten der Gewaltprävention | Projekt „Safer Care“: Handlungsempfehlungen für Pflegefachkräfte

Berlin, 26. Oktober 2016

© SpringerFester zupacken, anschreien oder sozial isolieren – Gewalt in der häuslichen Pflege ist ein Alltagsphänomen. Selten ist die Aggression offenkundig und selten passiert es aus Absicht, sondern weil die Angehörigen überfordert sind. „Professionell Pflegende sind sich dann oft nicht sicher, ob ihr Verdacht stimmt und wie sie sich verhalten sollen“, betont Anna Grundel, Pflegewissenschaftlerin und stellvertretende Heimleiterin des Alten- und Pflegeheims Anlagenring in Frankfurt am Main. In dem Projekt „Safer Care“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde, haben Grundel und andere Wissenschaftler der Hochschule Fulda Handlungsempfehlungen für Pflegedienste erarbeitet. Dieses Projekt und weitere Ansätze zur Gewaltprävention werden in mehreren Vorträgen und Workshops auf dem Springer-Kongress Pflege 2017 am 20. und 21. Januar in Berlin vorgestellt.

Depressionen oder Angstattacken, chronische Schmerzen, Quetschungen oder gar Knochenbrüche – das können die Spuren sein, die die vielfältigen Formen von Gewalt bei den Pflegebedürftigen hinterlassen. Die Entscheidung, ob und wie interveniert wird, sollte in einer Teambesprechung fallen. „Die Hemmschwellen, sich nach außen zu wenden, sind oft hoch“, berichtet die Pflegewissenschaftlerin Anna Grundel. „Hier gilt es, die Schweigepflicht gegen die sogenannte Garantenpflicht abzuwägen.“ In schwierigen Fällen kann es notwendig sein, Heimaufsicht, Pflegekasse, Amtsgericht oder bei akuter Gefahr sogar die Polizei zu informieren. Besser ist es, solche Situationen zu vermeiden: „Das Wissen über Belastungsfaktoren – wie etwa Demenz, schwerste Pflegebedürftigkeit, beengte Wohnverhältnisse oder fehlende soziale Unterstützung – bietet einen guten Ansatzpunkt für die Präventionsarbeit“, so Grundel.

Rund 1.500 Teilnehmer werden zum Kongress Pflege 2017 erwartet, der bereits zum 22. Mal stattfindet und dieses Jahr von Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eröffnet wird. Das umfangreiche Programm zur aktuellen Pflegepolitik, zu Themen aus Pflegemanagement, Pflegerecht und Pflegepraxis wird durch eine Expertenrunde für pflegende Angehörige erweitert. Erstmals veranstaltet der neue Kooperationspartner Vincentz Network im Rahmen des Kongresses das ‚Forum Altenpflege’. Hauptsponsor des Kongresses ist die Paul Hartmann AG. Mehr zum Kongress Pflege unter "Weitere Informationen".

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel +49 30 82787-5510 | andrea.tauchert@springer.com


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