Tiergestützte Therapie: Hilfe auf vier Pfoten

15. Gesundheitspflege-Kongress von Springer Pflege am 3. und 4. November in Hamburg | Tiere als ‘Türöffner' für psychisch belastete Kinder | Seminar mit Therapiehunden  

Hamburg | Berlin, 07. September 2017

New Content Item (1) © © Franca TüshausSnorre ist ein gut ausgebildeter, motivierter und effektiver Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendpsychosomatik am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH). Snorre ist ein Therapiehund. „Die häufig emotional stark belasteten bis schwer traumatisierten Kinder und Jugendlichen haben oft keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht“, berichtet Franca Tüshaus, Diplom-Psychologin an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am UKSH, Campus Lübeck. „Da kann Snorre helfen, das Eis zu brechen und die Therapiemotivation zu wecken.“ Tüshaus wird zusammen mit dem Cockerspaniel Snorre die tiergestützte Therapie auf dem 15. Gesundheitspflege-Kongress von Springer Pflege vorstellen. Zum Pflegegipfel des Nordens, der am 3. und 4. November in Hamburg stattfindet, werden rund 1.000 Teilnehmer erwartet.

In Deutschland setzen inzwischen mehr als 40 Prozent aller Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie Tiere in der therapeutischen Arbeit ein. Denn die Bandbreite der Wirkungen von Tieren ist vielfältig, wie inzwischen auch Studien bestätigen. „Tiere haben einen starken Aufforderungscharakter“, betont Tüshaus. „Sehr introvertierte Kinder sind oft eher bereit zu kommunizieren, depressive Kinder lachen zum ersten Mal seit langer Zeit, sehr antriebsarme Kinder kommen in Bewegung, etwa um den Ball für Snorre zu holen.“ 

Die bedingungslose Zuwendung, die ein Tier gibt, kann das Selbstbild der Kinder aufwerten. Viele psychisch belastete Kinder sind mit Bezugspersonen aufgewachsen, die nicht ausreichend emotional verfügbar waren oder das Kind oft zurückgewiesen haben. „Neuere Forschungen zeigen, dass sich diese Bindungsunsicherheit oft auf spätere menschliche Beziehungen überträgt, nicht aber auf Tiere“, berichtet Tüshaus. So haben die Kinder die Chance, eine stabile, vertrauensvolle Beziehung zu erfahren. Voraussetzungen: Gutes Hygiene- und Risikomanagement auf Station und eine fundierte Ausbildung von Hund und Behandler. Positive Effekte auch auf das Stationsteam sind dann wahrscheinlich: „Im gesamten Team verändert sich die Stimmung durch ein Tier sofort“, so Tüshaus.

Tiergestützte Therapie hilft auch Erwachsenen: Ergotherapeutin Elisa Dunkel vom Helios Klinikum Schleswig wird ihren Therapiehund Curry mitbringen und davon berichten, wie er die ergotherapeutische Behandlung von Neurologie-Patienten unterstützt. Neben dem UKSH und den Helios Kliniken, Region Nord, sind das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, die Asklepios Kliniken Hamburg GmbH sowie der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) weitere renommierte Kooperationspartner. Hauptsponsor ist Bristol-Myers Squibb. 

Den ersten Programmflyer zum Kongress finden Sie zum Download unter „Weitere Informationen“. Alle Informationen rund um den Kongress hier oder folgen Sie: #GeKo2017

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel +49 30 82787-5510 | andrea.tauchert@springer.com

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