Kultursensible Medizin und Pflege

Interkulturelle Kompetenz für alle Berufsgruppen: Am 8. und 9. April findet der vom Springer Medizin Verlag ausgerichtete Interprofessionelle Gesundheitskongress in Dresden statt | Seelische Gesundheit, chronische Erkrankungen, Schmerzen: Kulturelle Besonderheiten beachten | Ausländische Mitarbeiter gewinnen und binden

© SpringerDresden | Berlin, 15. März 2016 
Ärzte, Pflegefachkräfte und andere Gesundheitsberufe sollten für kulturelle Besonderheiten sensibilisiert sein, weil sie zunehmend Patienten mit Migrationshintergrund versorgen. „Das Gesundheitsverhalten und das Verständnis von Krankheit kann in anderen Kulturen völlig anders sein als hierzulande“, betont Dr. Joost Butenop, Experte für internationale medizinische Nothilfe, Entwicklungszusammenarbeit und öffentliche Gesundheit. Die gesundheitliche Versorgung von Patienten verschiedener Kulturen und Konfessionen ist ein Programmpunkt beim Interprofessionellen Gesundheitskongress, der am 8. und 9. April in Dresden stattfindet. Aufgrund seiner interprofessionellen Ausrichtung präsentieren sich die beiden Geschäftsbereiche Springer Medizin und Springer Pflege gemeinsam.

Ein Fünftel der Menschen in Deutschland weisen laut Statistischem Bundesamt einen Migrationshintergrund auf, das sind über 16 Millionen Menschen. Schätzungen zufolge werden bald ein Drittel aller über 60-Jährigen ausländische Wurzeln haben. „Ärzte und Pflegende müssen zum Beispiel wissen, dass das Konzept der seelischen Gesundheit, wie wir es kennen, in vielen Kulturen anders oder gar nicht verankert ist“, sagt Dr. Butenop, der mehrere Jahre in Afrika und Asien verbracht hat und heute die KfW Entwicklungsbank in Frankfurt bei Entwicklungsvorhaben in Asien berät. Dasselbe gilt für körperliche chronische Erkrankungen. Auch der Umgang mit Schmerzen ist kulturell beeinflusst – so ist es woanders durchaus üblich, auch geringeren Schmerzen lautstark Ausdruck zu verleihen. Bei muslimischen Patientinnen und Patienten ist das Schamgefühl stärker ausgeprägt – das verlangt, wenn möglich, eine gleichgeschlechtliche Behandlung und Pflege. „Kultursensible Versorgung – das heißt nicht, dass hiesige Gesundheitsberufe ein tiefgreifendes Wissen über andere Kulturen und Religionen benötigen“, so Dr. Butenop. „Es reicht, wenn sie sich kultureller Unterschiede bewusst sind und die Geduld aufbringen, sich darauf einzulassen.“

Bei dem Interprofessionellen Gesundheitskongress von Springer Pflege wird es auch um die interprofessionelle Versorgung von Flüchtlingen gehen. Weiterhin steht die Frage auf dem Programm, wie Einrichtungen ausländische Ärzte und Pflegefachkräfte gewinnen und halten können. Fallbeispiele multikultureller Teams werden besprochen. Aufgrund wachsender Teilnehmerzahlen zieht der Kongress um ins Internationale Congress Center am Elbufer. Rund 800 Teilnehmer – darunter Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachkräfte aller Versorgungsbereiche, Pflegemanager, MFAs und Gesundheitswissenschaftler – werden erwartet. Mehr Informationen rund um den Kongress hier.

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin Verlag | tel +49 30 82787-5510 | andrea.tauchert@springer.com

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Informationen zum  Interprofessionellen Gesundheitskongress in Dresden am 08. und 09. April in Dresden 
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