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Demenz: Mit Logopädie Orientierung geben

Für alle Gesundheitsberufe: 7. Interprofessioneller Gesundheitskongress am 5. und 6. April 2019 in Dresden von Springer Pflege und Springer Medizin | Neu ist das Modul 'Logopädie Spezial' | Logopädische Therapie kann Demenzpatienten nachweislich aktivieren und stabilisieren

Dresden | Berlin, 26. Februar 2019 

Logo Kongress Dresden © Springer Medizin Verlag GmbH

Wortfindungsstörungen, ungeordnetes Erzählen, falsche Fragen – Demenzpatienten haben auch Probleme mit Sprache und Kommunikation. Bei manchen Demenzformen sind Sprachstörungen sogar das erste und einzige Symptom. „Eine logopädische Therapie kann Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten bei Demenz fördern und für eine gewisse Zeit stabilisieren“, berichtet Saskia Sickert, studierte Logopädin an der Helios-Klinik Schloss Pulsnitz. 

„Somit ist Logopädie ein möglicher Weg, um Kontakt und Orientierung aufrechtzuerhalten.“ Auf dem 7. Interprofessionellen Gesundheitskongress am 5. und 6. April 2019 im Internationalen Congress Center in Dresden wird Saskia Sickert über die Chancen und Grenzen der logopädischen Therapie bei Demenz referieren. Der Veranstalter, der Springer Medizin Verlag mit seinen Bereichen Springer Pflege und Springer Medizin, richtet sich mit dem Kongress unter dem Motto ‚Viele Professionen – ein Patient!’ ausdrücklich an alle Gesundheitsberufe: Bei den etwa 800 Teilnehmern werden neben Logopäden auch Pflegefachkräfte, Ärzte, Physiotherapeuten, Medizinische Fachangestellte sowie im Notfall- und Rettungsbereich Tätige erwartet.

Oft herrsche gerade bei Demenzpatienten ein therapeutischer Nihilismus, davon ausgehend, dass der kognitive Abbau sowieso nicht aufzuhalten sei, sagt Sickert. „Doch Studien zeigen, dass die Patienten durch eine logopädische Therapie wacher werden, weniger depressiv sind und weniger Medikamente brauchen. Und diese Effekte halten an“, betont die Logopädin und berichtet: „Während in frühen Phasen einer Demenzerkrankung ein Training und damit eine Verbesserung sprachlicher Leistungen noch möglich ist, geht es ab mittleren Phasen der Erkrankung um den Erhalt und die Stabilisierung aller noch vorhandenen sprachlichen und kommunikativen Ressourcen des Betroffenen, um die Kommunikation zu fördern und zu erhalten.“ In den Therapiestunden wird die Sprache zum Beispiel über die Sinne angeregt – übers Tasten, Sehen, Riechen, Hören, Schmecken –, sodass Erinnerungen wachgerufen werden. Eine andere Methode bezieht die Schriftsprache mit ein: Die Erlebnisse, die in strukturiert geführten Gesprächen erinnert werden, schreibt die Therapeutin auf, je nach erhaltenen schriftlichen Fähigkeiten zusammen mit dem Patienten. Die Texte werden in einer „Erinnerungsmappe“ gesammelt und können so als Gesprächsgrundlage zum Beispiel für die Familie dienen. „Darüber ordnen sich die Gedanken und Erlebnisse“, erklärt Sickert. 

Logopädie bei Demenz kann jeder Hausarzt verschreiben. Manche logopädische Praxen haben sich auf Demenz spezialisiert, auf neurologischen Stationen in Krankenhäusern gehören Logopäden zum therapeutischen Team. Auch die Pflege profitiert von den positiven Effekten: „Pflegefachkräfte können mit den Patienten besser kommunizieren und schneller einen positiven Kontakt herstellen, die Patienten zeigen weniger Aggressionen und sind in der Pflege besser führbar“, sagt Logopädin Sickert.

Die Zusammenarbeit der verschiedenen Gesundheitsberufe – das ist der rote Faden, der den Interprofessionellen Gesundheitskongress durchzieht. Neu im Programm sind dieses Jahr die Module für Logopäden, Hebammen und Physiotherapeuten. Ergänzt wird das Programm durch die Veranstaltung 'Generation Now' für Auszubildende, durch ein Wissenschaftssymposium für Studierende und Lehrende sowie ein Diskussionsforum, das sich auch an pflegende Angehörige richtet. Erstmalig wird auf dem Kongress der Innovationspreis für Interprofessionelle Projekte im Gesundheitswesen vergeben. Schirmherrin des Kongresses und des Innovationspreises ist die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Barbara Klepsch. Mehr Infos zum Kongress sieh unter "Weitere Informationen"oder folgen Sie #IntGeko2019.  

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin Verlag GmbH | tel +49 30 82787-5510

Springer Medizin (www.springermedizin.de) ist Anbieter qualitativ hochwertiger Fachinformationen und Services für alle Akteure im deutschsprachigen Gesundheitswesen. Die Produktpalette umfasst Zeitschriften, Zeitungen, Bücher sowie umfangreiche digitale Angebote für alle Arztgruppen, Zahnärzte, Pharmazeuten und Entscheider in der Gesundheitspolitik. Die Verlagsprodukte zeichnen sich durch exzellente Vernetzung zu wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Berufsverbänden, Herausgebern und Fachautoren aus. Springer Medizin ist Teil der Fachverlagsgruppe Springer Nature.

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Informationen zum 7. Interprofessionellen Gesundheitskongress in Dresden, 5./6. April 2019
www.gesundheitskongresse.de/dresden/2019/  
Informationen zum Innovationspreis
www.gesundheitskongresse.de/dresden/2019/innovationspreis/
Informationen zu allen Springer Gesundheitskongressen

Akkreditierung

Journalisten können sich ab sofort für den 7. Interprofessionellen Gesundheitskongress in Dresden 2019  akkreditieren:
Uschi Kidane | Springer Nature | Communications | tel +49 6221 487 8166 | uschi.kidane@springer.com

Kontakt

Uschi Kidane | Springer Nature | Communications | tel +49 6221 487 8166 | uschi.kidane@springer.com