Gesundheitskompetenz: Neue Ansätze in Deutschland

20. und 21. April in Dresden: 6. Interprofessioneller Gesundheitskongress von Springer Medizin und Springer Pflege | Niedrige Gesundheitskompetenz verursacht Kosten | INSEA: Selbstmanagement-Programm stärkt chronisch Kranke

Dresden | Berlin, 15. März 2018  

6. Interprofessioneller Gesundheitskongress_Dresden © SpringerMehr als die Hälfte der Bevölkerung hat eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. „Das heißt, viele Menschen sind nicht in der Lage, sich gut um ihre Gesundheit zu kümmern, und finden sich in dem Gesundheitssystem, das immer komplizierter wird, nicht zurecht“, betont Prof. Marie-Luise Dierks, Leiterin des Forschungsschwerpunktes Patientenorientierung und Gesundheitsbildung an der Medizinischen Hochschule Hannover. Auf dem 6. Interprofessionellen Gesundheitskongress am 20. und 21. April in Dresden stellt die Gesundheitswissenschaftlerin neue Ansätze in Deutschland vor, die die Patienten stärken sollen. Der Kongress wird in Zusammenarbeit von Springer Medizin und Springer Pflege ausgerichtet.

Gesundheitskompetenz, Selbstmanagement, Patient Empowerment – das sind nicht nur Schlagworte. 3 bis 5 Prozent der Gesundheitsausgaben werden durch unzureichende Gesundheitskompetenz verursacht, so Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation. „Es zeigt sich, dass Menschen mit eingeschränkter Gesundheitskompetenz ungesünder leben, häufiger zum Arzt gehen, mehr Medikamente einnehmen und häufiger ins Krankenhaus müssen“, berichtet Dierks, die vor zehn Jahren in Hannover die erste Patienten-Universität gegründet hat. Um dem Missstand abzuhelfen, haben Wissenschaftler im Februar dieses Jahres einen Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz auf den Plan gerufen. 

Zur Gesundheitskompetenz gehört auch der Umgang mit chronischen Krankheiten. „Chronisch Kranke müssen sich nicht nur im Gesundheitssystem zurechtfinden, sondern tagtäglich ihren Alltag so gestalten, dass sie mit ihren Beeinträchtigungen zurechtkommen“, sagt Dierks. Sie stellt auf dem Dresdner Kongress auch das nationale Netzwerk INSEA vor, ein Selbstmanagement-Programm für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Das Besondere an dem sechswöchigen Kurs: Er ist krankheitsübergreifend angelegt und wird von Menschen geleitet, die selber chronisch krank sind. „Betroffene als Rollenmodell, das hat sich bewährt“, so Dierks. 

Die Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen steht wie jedes Jahr ebenfalls im Fokus des 6. Interprofessionellen Gesundheitskongresses in Dresden: Wie gelingt sektorenübergreifende Versorgung? Hilft interprofessionelle Aus- und Fortbildung für die Praxis? Und wie sehen interprofessionelle Führungskonzepte aus? Rund 800 Kongressbesucher werden im Internationalen Congress Center am Elbufer erwartet. Darunter Pflegefachkräfte aller Versorgungsbereiche, Ärzte und Medizinische Fachangestellte, im Notfall- und Rettungsbereich Tätige, Gesundheitswissenschaftler und weitere Gesundheitsberufe. Am zweiten Kongresstag findet erneut der Schülertag statt, zu dem mehr als 400 Auszubildende erwartet werden.
Hauptsponsor des Kongresses ist wieder Bristol-Myers Squibb.
Mehr Informationen rund um den Kongress # IntGeKo2018 oder unter „Weitere Informationen“.

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin Verlag GmbH | tel +49 30 82787-5510

Springer Medizin (www.springermedizin.de) ist Anbieter qualitativ hochwertiger Fachinformationen und Services für alle Akteure im deutschsprachigen Gesundheitswesen. Die Produktpalette umfasst Zeitschriften, Zeitungen, Bücher sowie umfangreiche digitale Angebote für alle Arztgruppen, Zahnärzte, Pharmazeuten und Entscheider in der Gesundheitspolitik. Die Verlagsprodukte zeichnen sich durch exzellente Vernetzung zu wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Berufsverbänden, Herausgebern und Fachautoren aus. Springer Medizin ist Teil der Fachverlagsgruppe Springer Nature.

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Weitere Informationen

Zum 6. Interprofessionellen Gesundheitskongress am 20. und 21. April 2018 in Dresden

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel +49 30 82787-5510 | andrea.tauchert@springer.com

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Uschi Kidane | Springer Nature | Communications | tel +49 6221 487 8166 | uschi.kidane@springer.com

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Uschi Kidane | Springer Nature | Communications | tel +49 6221 487 8166 | uschi.kidane@springer.com