Angehörige entlasten: Case-Manager für die häusliche Pflege

Kostenlose Live-Webinare auf dem 8. Interprofessionellen Gesundheitskongress von Springer Pflege und Springer Medizin vom 17. bis 25. Juni 2021 | Modellprojekte: Pflegende Angehörige als Koordinatoren entlasten | Kongress im Kongress: Der Interprofessionelle Gesundheitskongress ist erstmals an den Hauptstadtkongress angebunden

Berlin, 10. Juni 2021

Kongress-Logo © Springer Medizin Verlag GmbHHausärztin, Fachärzte, ambulanter Pflegedienst, Tagespflege, Physio-, Logo-, Ergo-, Atemtherapie, Sanitätshaus, Pflege- und Krankenkasse sowie Ehrenamtliche: Das Zusammenspiel all dieser Beteiligten in der häuslichen Pflege müssen pflegende Angehörige koordinieren. „Ich fühle mich wie eine Case-Managerin mit übervollem Terminkalender“, berichtet Marie-Luise Müller, Krankenschwester, Pflege- und Qualitätsmanagerin sowie Ehrenpräsidentin des Deutschen Pflegerates. Seit drei Jahren pflegt sie ihren Mann, der an Parkinson und an der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) leidet. „Ein professionelles Case-Management würde für die pflegenden Angehörigen eine enorme Entlastung bedeuten.“ Um Lösungsansätze für die Nöte pflegender Angehöriger wird es in einem Live-Webinar am 23. Juni 2021 gehen, das im Rahmen des 8. Interprofessionellen Gesundheitskongresses von Springer Pflege und Springer Medizin stattfindet.

„Der Koordinationsbedarf ist bei den mehrfach chronisch erkrankten Pflegebedürftigen besonders hoch“, bestätigt Dr. Heidrun Sturm, Ärztin und Versorgungsforscherin am Universitätsklinikum Tübingen. Einige Ansätze in Deutschland versuchen diese Lücke zu füllen. So listet der Bundesverband Managed Care etwa 50 Projekte mit sogenannten Gesundheitslotsen auf, die Robert Bosch Stiftung unterstützt das Konzept der Community Health Nurse und die ersten Studiengänge zum Physician Assistent, dem Arztassistenten, sind gestartet. „Dabei gibt es leider noch viele Unklarheiten: Welche Qualifikationen sollen diese Koordinatoren haben, welche Aufgaben übernehmen sie, was ist ihr rechtlicher Status?“, gibt Sturm zu bedenken. „Und nicht zuletzt: Sind sie an die Hausarztpraxis oder an den ambulanten Pflegedienst angebunden?“ Vorbild könnten die Nurse Practitioners in der Schweiz sein, studierte Pflegekräfte, die zu den Patienten nach Hause kommen und Koordinationsaufgaben übernehmen. „Auch eine gemeinsame elektronische Patientenakte sowie Videokonferenzen aller Beteiligten könnten die Abstimmung in der ambulanten Versorgung erleichtern“, so die Versorgungsforscherin.

Die Live-Webinare des 8. Interprofessionellen Gesundheitskongresses, die alle kostenfrei sind, erstrecken sich vom 17. bis 25. Juni 2021 und widmen sich weiteren Themen wie digitalem Wundmanagement, multiprofessioneller Versorgung von Frauen mit Risikoschwangerschaften und Zusammenarbeit in der Sepsistherapie. Auch das Siegerprojekt des Innovationspreises für interprofessionelle Projekte im Gesundheitswesen 2021 stellt sich in einem Webinar vor. Premiumpartner des Kongresses ist das Universitätsklinikum Dresden, Hauptsponsor Bristol Myers Squibb. 
Erstmals ist der interprofessionelle Kongress an den Hauptstadtkongress angebunden, der vom 15. bis 17. Juni 2021 stattfindet. 

Kongressorganisation und Anmeldung für die kostenlosen Live-Webinare:
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Informationen zum 8. Interprofessionellen Gesundheitskongress
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