Werner Heisenberg – ein Wanderer zwischen zwei Welten

Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer wandelt auf den Spuren des Physikers Heisenberg

Heidelberg, 25. November 2014

© SpringerDer Nobelpreisträger Werner Heisenberg war einer der bedeutendsten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Bereits im Alter von 24 Jahren gelang ihm der entscheidende Durchbruch, mit dem er die klassische Physik der Materie revolutionierte. Seine Aussagen der Quantenmechanik öffneten die Tür zur Welt der kleinsten Bausteine der Materie, den Atomen, Atomkernen und Elementarteilchen. Welch kreative Kraft in dem jungen Forscher steckte, zeigt der Autor Ernst Peter Fischer in seinem Buch Werner Heisenberg – ein Wanderer zwischen zwei Welten, das eben bei Springer Spektrum in Zusammenarbeit mit der Heisenberg-Gesellschaft publiziert wurde.

„Als das 20. Jahrhundert begann und Heisenberg zur Welt kam, waren die Physiker sich nach langen Phasen des Zweifelns und Zauderns allmählich sicher und einig geworden, dass alles in der Welt tatsächlich aus Atomen bestand und jedes alltägliche Ding Stück für Stück aus ihnen aufgebaut war“, so Fischer. Im Juni 1925 in einem kleinen Zimmer über dem Meer auf Helgoland entwarf der junge Heisenberg eine Theorie, die für die künftige Forschung bahnbrechend war. Mit dieser Theorie der Atome und ihrer Quantenzahlen hat er unser Bild der Wirklichkeit verändert und die Grundlage der heutigen Halbleiter- und Computertechnik geschaffen.

Ernst Peter Fischer beschreibt das Leben Heisenbergs in all seinen Facetten. Als Sohn eines Universitätsprofessors kam Heisenberg in einer Zeit zur Welt, in der stabile gesellschaftliche Strukturen und verlässliche staatliche Institutionen Familien Halt und Ordnung gaben. Seine Kindheit war bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs sehr behütet und Musik und Mathematik waren seine beiden Leidenschaften. Nach dem Ersten Weltkrieg, als die Jugend jegliches Vertrauen in die alte Ordnung verloren hatte, schloss sich Heisenberg mit Feuereifer der romantischen Jugendbewegung an. Im Jahre 1920 entschied er sich – nachdem er zwischen Musik, Physik und Mathematik geschwankt hatte – schließlich für das Studium der Physik. Sein Lehrer Arnold Sommerfeld ermunterte ihn, sich an die ungeklärten Phänomene der Physik zu wagen. Dank seiner Unterstützung erhielt Heisenberg nach seiner Promotion im Alter von 20 Jahren eine Stelle als Assistent bei Max Born, als Nachfolger Wolfgang Paulis.

Heisenberg fühlte sich jedoch immer in zwei Welten zuhause: Einerseits in der musisch-künstlerischen Welt, in der Trios von Schubert gespielt und Gedichte von Eichendorff rezitiert wurden, andererseits in der abstrakt-rationalen Welt der Physik. Er fand in jeder Welt sein Glück, wurde zum Wanderer zwischen zwei Welten. Fischer folgt dem Lebensweg des Künstlers und Forschers mit seinen Höhen und Tiefen und zeigt, wie der philosophierende Wissenschaftler zwischen den beiden Welten der Physik und der Kunst wechselte. Darüber hinaus beschreibt er, auf welchen geistigen Grundlagen Heisenbergs kreative Kraft beruhte.

Ernst Peter Fischer ist Naturwissenschaftler und Professor für Wissenschaftsgeschichte in Heidelberg. Er ist Autor zahlreicher Bücher, darunter des Bestsellers Die andere Bildung (2001) und einer Max-Planck-Biographie (2007) sowie der Springer Spektrum-Titel Wie der Mensch seine Welt neu erschaffen hat (2013) und Unzerstörbar - Die Energie und ihre Geschichte (2014).

Ernst Peter Fischer

Werner Heisenberg - ein Wanderer zwischen zwei Welten

2015, XII, 374 S., 43 Abb.
Hardcover € 19,99 (D) | € 20,55 (A) | sFr 25.00 (CH)
ISBN 978-3-662-43441-3
Auch als eBook verfügbar

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