Loki Schmidt - Naturforscherin aus Leidenschaft

Ehemaliger Direktor an Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie Wolfgang Wickler unternahm zahlreiche Forschungsreisen mit Loki Schmidt

Heidelberg, 26. August 2014

© SpringerHannelore „Loki“ Schmidt war eine begeisterte Botanikerin und engagierte sich für den Schutz vom Aussterben bedrohter Pflanzen – lange bevor dieses Thema eine breite Öffentlichkeit fand. Mit Prof. Wolfgang Wickler unternahm sie in den 1970er Jahren Forschungsreisen nach Kenia, Borneo, Malaysia, auf die Galapagosinseln und in einige südamerikanische Länder. Von diesen Expeditionen brachte sie nicht nur viele neue Eindrücke und große Begeisterung für die tropische Flora und Fauna mit, sondern entdeckte auch bis dahin für manche Orte neue Pflanzenarten. Die Reiseberichte veröffentlichte Wickler in dem eben bei Springer Spektrum erschienenen Sachbuch Wissenschaftliche Reisen mit Loki Schmidt. Der Autor beschreibt darin die Reiserouten und Forschungsergebnisse und fügt zahlreiche Notizen aus seinen Tagebüchern hinzu. Helmut Schmidt verfasste das Vorwort zum Buch.

„Alles begann wie zufällig: Am 20. Juni 1975 fand die Jahreshauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Hamburg statt, an der auch Helmut und Loki Schmidt teilnahmen. Loki erwähnte, dass es ein alter Traum von ihr sei, einmal selbst in der Natur zu forschen. Halb im Scherz meinte ich, dass ich Hilfskräfte im Feld immer gebrauchen könne“, erzählt Wickler. So nahm alles seinen Anfang. Ein gutes halbes Jahr später, am 11. Januar 1976, landeten sie gemeinsam auf dem Jomo Kenyatta Flughafen in Kenia. Bereits ein Jahr später, im Januar 1977, ging die Reise nach Galápagos. Dort zeichnete Loki Schmidt 120 Pflanzen mit Blüte und Frucht und sammelte 85 Samensorten für das Botanische Institut. Weitere Reisen folgten im April 1978 nach Malaysia und im April 1979 nach Südamerika. Der letzten Expedition schloss sich eine offizielle Lateinamerikareise mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt an. Eine große Rolle spielte auf dieser Reise die erfolgreiche Arbeit deutscher Archäologen bei der Entdeckung bedeutender vor-inkaischer Kulturen.

Wickler zeichnet die Routen der Expeditionen mit Loki Schmidt nach, die sie nicht als Kanzlergattin, sondern als Privatperson unternommen hat. Zeit ihres Lebens war sie von der Pflanzen- und Tierwelt fasziniert und las schon als Kind mit Begeisterung botanische Fachliteratur. Durch ihre Arbeit hat sie der Forschung entscheidende Impulse gegeben. So schreibt Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt in seinem Vorwort: „Ich bin Prof. Wickler dankbar dafür, dass er im vorliegenden Buch die wissenschaftliche Arbeit meiner Frau auf diesen Forschungsreisen anschaulich dokumentiert hat.“

Wolfgang Wickler ist emeritiertes Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. Er war Direktor an Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen, ist langjähriges Mitglied des Instituts der Görres-Gesellschaft für interdisziplinäre Forschung und ehrenamtlicher Mitarbeiter der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft.


Wolfgang Wickler
Wissenschaftliche Reisen mit Loki Schmidt
Mit einem Vorwort von Helmut Schmidt

2014, VII, 329 S., 11 Abb.
Softcover EUR 24,99 (D) | EUR 25,69 (A) | sFr 31.50 (CH)
ISBN 978-3-642-55364-6
Auch als eBook verfügbar


Bild: Coverabbildung des neuen Sachbuchs Wissenschaftliche Reisen mit Loki Schmidt von Springer Spektrum | © Springer

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