Liebe und Mathematik

Eine Liebeserklärung an die Mathematik und eine Autobiographie wie ein großer russischer Roman

Heidelberg, 11. Dezember 2014

© SpringerFür viele Menschen ist die Mathematik eine trockene Angelegenheit. Auf den Mathematiker Edward Frenkel hingegen übt sie eine magische Anziehungskraft aus. Er sagt: „Da draußen gibt es eine geheime Welt. Ein verstecktes Paralleluniversum von Schönheit und Eleganz, das auf komplizierte Weise mit unserem Universum verwoben ist. Es ist die Welt der Mathematik, die aber für die meisten von uns unsichtbar ist. Dieses Buch möchte Sie einladen, diese Welt zu erkunden.“ In seinem Buch Liebe und Mathematik, das eben bei Springer Spektrum erschienen ist, sind zwei Erzählstränge miteinander verwoben. In vielen Kapiteln finden sich autobiographische Passagen, die den ungewöhnlichen Lebensweg des russischstämmigen Mathematikers beschreiben. Zugleich berichtet das Buch aus dem Leben eines praktizierenden Mathematikers, der sehr engagiert in der Forschung am Langlands-Programm arbeitet. Für ihn stellt diese Theorie eine der größten Ideen der Mathematik in den letzten 50 Jahren dar.

Ursprünglich war Frenkel von der Quantenphysik begeistert. Kurz vor seinem 15. Geburtstag traf er auf den russischen Mathematiker Jewgeni Jewgenjewitsch, der ihn in die Geheimnisse der Mathematik einführte und ihm zeigte, dass physikalischen Modellen mathematische Formeln zugrunde liegen. Frenkel war sofort begeistert: „Obwohl ich damals mit den Formeln überhaupt nichts anfangen konnte, wurde mir sofort klar, dass hier die Antworten auf meine Fragen lagen. Es war der Augenblick der Erleuchtung. Ich war wie gebannt von dem, was ich sah und spürte trotzdem die Energie und die Begeisterung, die einen befällt, wenn man ein Musikstück hört, das einen unvergesslichen Eindruck hinterlässt.“ Fortan war Frenkel gefangen von der Mathematik. Sie wurde seine große Liebe, von der er sich auch durch widrigste Umstände in der damaligen Sowjetunion, die er in seinem Buch schildert, nicht abbringen ließ. Hartnäckig verfolgte er seine Ziele und entwickelte sich zu einem international renommierten Mathematiker.

Mathematische Algorithmen spielen heute überall in unserem Alltag eine Rolle und jeder ist nahezu täglich damit konfrontiert. Dass die Mathematik dennoch so vielen von uns verschlossen bleibt, liegt laut Frenkel an der Art des Unterrichts an den Schulen: „Das, was wir in der Schule lernen ist nur ein winziger Teil der Mathematik, von dem sich das Meiste bereits vor über einem Jahrtausend etabliert hat. Seit damals hat die Mathematik einen gewaltigen Fortschritt gemacht, doch die Schätze moderner Mathematik werden den meisten von uns vorenthalten“, sagt er. Die wahre Schönheit und perfekte Harmonie, die hinter mathematischen Formeln und Gleichungen steckt, bliebe den meisten Menschen somit verborgen.

Mit seinem Buch dringt der Autor in das Herz dieser verborgenen Wirklichkeit vor. Die Mathematik lenkt den Lauf des Universums, sie steckt hinter seinen Formen und Kurven, und sie herrscht über alles, angefangen bei winzigen Atomen bis hin zu den größten Sternen. Frenkel öffnet ein Tor zum Verständnis der Mathematik und liefert einen fundierten Einblick in das Langlands-Programm, eines der zentralen Projekte der modernen Mathematik. Schritt für Schritt beschreibt er seine persönliche Suche nach Erkenntnis und fasst zusammen: „Wir stellen uns die ewigen Fragen über Wahrheit und Schönheit. Und je mehr wir über Mathematik lernen – dieses magische verborgene Universum – umso mehr erkennen wir, wie wenig wir wissen und wie viel noch vor uns liegt. Unsere Reise geht weiter.“

Edward Frenkel ist Professor für Mathematik an der University of California in Berkeley. Der russischstämmige Mathematiker hat an der Harvard University promoviert und wurde im Jahr 2002 mit dem renommierten Hermann-Weyl-Preis ausgezeichnet. Er zählt zu den treibenden Kräften des internationalen Langlands-Programms und ist Mitglied der American Academy of Arts and Sciences. Unter anderem hat er Artikel in der New York Times, im Wall Street Journal und im Scientific American veröffentlicht und mit der französischen Filmemacherin Reine Graves den Film Rites of Love and Math gedreht und produziert. Der New-York-Times-Bestseller Love and Math ist kürzlich mit dem Euler Book Prize 2015 ausgezeichnet worden.


Edward Frenkel
Liebe und Mathematik
2014, XVIII, 317 S., 85 Abb.
Hardcover € 24,99 (D) | € 25,69 (A) | sFr 31.50 (CH)
ISBN 978-3-662-43420-8
Auch als eBook verfügbar

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