Warum der Mensch ohne Musik nicht leben kann

Musiker und Hirnforscher vermittelt in einem Sachbuch die Faszination an der Musik | Verständlicher Exkurs zum Lesen und Hören für alle Musikliebhaber  

Heidelberg, 12. April 2018  

© Springer

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen Menschen und Tier ist die Tatsache, dass der Mensch seit Gedenken zwei Kommunikationssysteme besitzt: die Sprache und auch die Musik. Liegen die Vorteile der Sprache als unentbehrliche Informationsübermittlung auf der Hand, stellt sich die berechtigte Frage: Warum hält der Mensch an der Musik fest? Was macht ihre Faszination für den Menschen aus? Der Neurophysiologe und Musiker Eckart Altenmüller geht diesen und vielen weiteren Fragen um die emotionale und soziale Bedeutung der Musik in seinem im Springer-Verlag erschienenen Sachbuch Vom Neandertal in die Philharmonie auf den Grund. 

„„Woher stammt entwicklungsgeschichtlich unsere Liebe zur Musik, wie wird Musik wahrgenommen und gemacht, und warum ist Musik für alle Menschen wichtig?“ fragt sich der herausragende Wissenschaftler gleich zu Anfang seines gleichermaßen Wissen vermittelnden und kurzweilig geschriebenen Sachbuches. Er nimmt den Leser mit auf eine Reise beginnend von den Vorläufern der Musik im Tierreich und rekonstruiert, wie Musik in der Steinzeit stattgefunden haben muss.  Seine Ausflüge führen den Leser auch in die Rolle der Musik von heute. Als Neurologe gewährt er äußerst verständliche Einblicke in die Wahrnehmung von Musik und in die Kunst des Musizierens. Dabei streift er auch die Gefahren, denen ein Höchstleistungsmusiker ausgesetzt sein kann, wie zum Beispiel Robert Schumann, der einen ‚Musikerkrampf‘ erlitt. Natürlich lässt er positive Aspekte nicht aus und beschreibt, wie Musik förderlich sein kann beim Gedächtnistraining und beim Erlernen der Mutter- oder einer Fremdsprache. Sprachverluste oder Stottern können schneller überwunden werden, wenn Wörter gesungen werden. 

Für den Experten stellt die Musik eine menschliche Notwendigkeit dar. Der Mensch braucht sie als Reservat des Nicht-mit-Worten-Sagbaren. Sie bietet eine emotionale Schutzzone – vom ersten Wiegenlied bis zum Lebensende.  

Altenmüllers Sachbuch streift die Themenfelder Musikwissenschaft, Hirnforschung, Psychologie, Akustik, Evolution, Archäologie, Medizin, Musiktherapie und Musikdidaktik. Er versteht es, in lockerem Schreibstil viel Wissen mit Leichtigkeit zu vermitteln. Er spickt seine Ausführungen mit ‚Intermezzi‘, damit sind Anekdoten gemeint, mit denen er über den Inhalt hinaus unterhält.  QR-Codes und angeführte Links ermöglichen dem Leser zudem auditive Erlebnisse.  

Professor Dr. med. Dipl. mus. Eckart Altenmüller ist Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musiker-Medizin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. 2013 ist er mit dem Wissenschaftspreis Niedersachsen als herausragender Wissenschaftler einer Universität ausgezeichnet worden. Er absolvierte gleichermaßen ein Musik- wie ein Medizinstudium, in letzterem habilitierte er im Fach Neurologie. Er hat über 250 Fachpublikationen verfasst – zum auditiven und sensomotorischen Lernen, zur Störung der Musikverarbeitung nach Schlaganfällen und zur emotionalen Verarbeitung von Musik – und ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Gremien. 

Eckart Altenmüller
Vom Neandertal in die Philharmonie
Warum der Mensch ohne Musik nicht leben kann
2018, 525 S. 17, 63 Abb., 4 Abb. in Farbe. 
Hardcover und eBook, € 24,99 (D) | € 25,58 (A) | sFr 25,50 (CH)
ISBN 978-3-8274-1681-0
Auch nur als eBook verfügbar

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www.springer.com/de/book/9783827416810   
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