Pflege: Der Bachelor am Bett

Interprofessioneller Gesundheitskongress von Springer Medizin beginnt heute im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden | Umbau in Kliniken: Mehr akademische und mehr assistierende Gesundheitsberufe | Best-Practice-Beispiel: Ausbildung und Einsatz von Medizinischen Fachangestellten am Universitätsklinikum Dresden

Dresden | Berlin, 17. April 2015

© SpringerKliniken brauchen künftig mehr studierte Pflegefachkräfte – und zwar nicht nur im Management, sondern auch in der direkten Patientenversorgung. „Bei immer komplexeren Krankheitsbildern müssen auch Pflegefachkräfte Studienergebnisse interpretieren und in die Praxis umsetzen können“, sagt Jana Luntz, Pflegedirektorin des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden. „Zudem sollten sie in der Lage sein, einen sektorenübergreifenden Behandlungsplan zu entwerfen, der auch andere beteiligte Berufsgruppen und das gesamte Lebensumfeld des Patienten in den Blick nimmt.“ Akademisierung der Gesundheitsberufe – das ist ein Thema auf dem Interprofessionellen Gesundheitskongress, der heute im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden begonnen hat. Das Universitätsklinikum ist einer der Kooperationspartner des Kongresses von Springer Medizin, auf dem über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer heute und morgen zusammenkommen.

Der Pflegeberuf wird attraktiver, wenn Pflegekräfte sich nicht nur für das Management, sondern auch für die Pflege am Bett akademisch weiterqualifizieren können, so Luntz weiter. Voraussetzung: „Diese gestufte Pflegekompetenz muss so vermittelt werden, dass sich die Pflegefachkräfte mit einer dreijährigen Berufsausbildung nicht abgewertet fühlen.“ Gut gelöst ist das zum Beispiel beim Freiburger Universitätsklinikum, wo die studierten Pflegenden als Pflegeexperten für bestimmte Fachgebiete (Herzinsuffizienz, Demenz/Delir, Tumorschmerzen u.a.) im Einsatz sind.

Die Akademisierung in der Pflege wird vom Wissenschaftsrat gestützt, der empfiehlt, 10 bis 20 Prozent eines Ausbildungsjahrgangs in den Gesundheitsfachberufen akademisch zu qualifizieren. Das bedeutet einen Mix von Qualifikationen – mit mehr studierten, aber auch mit mehr assistierenden Mitarbeitern. Zu den Assistenzkräften gehören am Uniklinikum Dresden Medizinische Fachangestellte, die dort in den Hochschulambulanzen tätig sind. Ausbildung und Einsatz der MFAs am Universitätsklinikum Dresden wird als Best-Practice-Modell auf dem Interprofessionellen Kongress vorgestellt. Neben Pflegemanagement-, pflegewissenschaftlichen und fachlichen Themen wie Wundmanagement oder Onkologie kommt auch die Selbstpflege nicht zu kurz: mit Veranstaltungen zum Beispiel zur Prävention von Sucht, Depression und Burn-out. Weitere Informationen zum Kongress finden Sie hier.

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel +49 30 82787-5510

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Weitere Informationen

Informationen zum "Interprofessionellen Gesundheitskongress" am 17. und 18. April in Dresden 

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