Die Geschichte einer erfolgreichen chirurgischen Revolution

Neues Buch zeigt, wie ein neuartiges Social Entrepreneurship-Modell bei der Behandlung von Knochen-Traumata erfolgreich umgesetzt wurde 

Heidelberg, 18. Dezember 2018  

© SpringerIn den späten fünfziger Jahren wurden Frakturen über drei bis vier Monaten hinweg im Krankenhaus mit Gipsverbänden und Zugkraft behandelt. Der Heilungsprozess war langsam und bis zu 70 Prozent der Patienten waren in ihrer Mobilität eingeschränkt.

Unter dem Titel Leading a Surgical Revolution wird die Erfolgsgeschichte einer Gruppe Schweizer Chirurgen erzählt, die vor 60 Jahren innovative Behandlungsformen von Traumata und Erkrankungen des Bewegungsapparates auf den Weg gebracht haben, die weitreichende wirtschaftliche und soziale Auswirkungen auf den Menschen hatte. Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der AO-Stiftung* veröffentlichte Jean-Pierre Jeannet, emeritierter Professor für Globale Strategie und Marketing, IMD Institute und Babson College dieses Springerbuch. 

Die Publikation beschreibt, wie die Gruppe der Chirurgen einen innovativen Ansatz,  die Osteosynthese, entwickelte, die die Behandlung von Knochentraumata transformierte. Der von ihnen entwickelte standardisierte Ansatz - die interne Fixierung - hatte weitreichende Auswirkungen auf die Operation und erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen, wo immer sie eingesetzt wurden. Ihr revolutionärer Ansatz bedeutete, dass Patienten, die oftmals arbeitsunfähig wurden, ins Berufsleben zurückkehren konnten.

In seinem Buch erklärt Jeannet den organisatorischen Ansatz der Chirurgengründer und wie sie eine selbst finanzierte Organisation schufen, um Chirurgen auf der ganzen Welt in ihren neuen Techniken zu schulen. Diese Organisation war sowohl ehrenamtlich als auch gemeinnützig, und so entstand ein frühes Beispiel für soziales Unternehmertum. Es  trug zur Finanzierung ihres ehrgeizigen Projekts bei, das jährlich mehr als 50.000 Chirurgen in Kursen auf der ganzen Welt ausbildete, und unterstützte auch ihre fortgesetzten Bemühungen, ihre Instrumente und Techniken zu verfeinern.

Beim Schreiben dieses Buches ging Jeannet über die verfügbaren Archive hinaus und interviewte zahlreiche AO-Mitglieder, seien es Chirurgen Wissenschaftler und Unternehmer. Er erforschte das Wachstum der AO als Organisation und zeichnete dabei ein oft sehr persönliches und individualisiertes Porträt der Hauptakteure. Das Buch endet mit einer Beschreibung der neuesten Initiativen der AO-Stiftung einschließlich ihrer Bemühungen, in Länder mit niedrigem Einkommen zu expandieren, in denen AO-Methoden bislang nicht weit verbreitet sind.

Jeannet war weder Chirurg noch ausgebildeter Ingenieur. Er nutzte seine Perspektive als Professor an einer Business School, um die organisatorischen und geschäftlichen Erfolge hervorzuheben, die für die Gründung und den Erhalt dieses erfolgreichen sozialen Unternehmens entscheidend waren.

Der deutschsprechende Autor steht für Interviews zur Verfügung.

Der offizielle Buchstart fand am 8. Dezember 2018 in Davos während der Jubiläumsfeier der AO-Stiftung statt.

*AO - Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen

Jean-Pierre Jeannet
Leading a Surgical Revolution
The AO Foundation – Social Entrepreneurs in the Treatment of Bone Trauma
2019, 427 S., 117 Abb. davon 79 in Farbe
Hardcover € 74,89 (D) | € 76,99 (A) | sFr 82,50 (CH)
ISBN 978-3-030-01979-2
Auch nur als eBook verfügbar

Weitere Informationen

Pressemitteilung + Downloads
News-Bereich der Springer-Gruppe
Informationen zum Buch
www.springer.com/de/book/9783030019792 
Mehr zur Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen​​​​​​​
www.aofoundation.org/Structure/Pages/default.aspx  
Link zum AO-Video

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