Krankenhäuser: Mehr Stellen reichen nicht!

13. Gesundheitspflege-Kongress von Springer Medizin am 9. und 10. Oktober in Hamburg: Arbeitsgestaltung und Personalsituation in den Kliniken | Bisher keine Entlastung der Pflegekräfte durch neue Aufgabenverteilung | Science Slam und Gesprächsrunde mit pflegenden Angehörigen

Hamburg | Berlin, 21. Juli 2015

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Wie viel mehr Pflegepersonal brauchen die Kliniken? Während verdi von 70.000 fehlenden Vollzeitstellen spricht, sieht das Krankenhausstrukturgesetz Gelder für rund 6.000 zusätzliche Pflegestellen vor. „Doch statt immer nur über die Anzahl der benötigten Pflegefachkräfte zu sprechen, sollten wir auch die Arbeitsgestaltung in den Blick nehmen“, warnt Michaela Evans vom Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen. „Denn mehr Beschäftigte allein nützen wenig, wenn die Arbeit schlecht organisiert ist.“ Über Arbeitsgestaltung und Personalsituation im Krankenhaus diskutiert Evans mit anderen Expertinnen und Experten auf dem 13. Gesundheitspflege-Kongress am 9. und 10. Oktober in Hamburg, der von Springer Medizin veranstaltet wird.

Die Sozialwissenschaftlerin ist Mit-Autorin des Arbeitsreports Krankenhaus, der 2014 von der Hans-Böckler-Stiftung herausgegeben wurde. Zentrales Ergebnis: „Einzelne Tätigkeiten werden zwischen Pflege und Medizin hin- und hergeschoben, ohne dass eine echte Reorganisation erfolgt“, so Evans. So kam bei der Befragung der Beschäftigten heraus, dass der Pflegedienst auch nach Übernahme ärztlicher Tätigkeiten in vielen Kliniken nach wie vor für Reinigungs- und Transportaufgaben zuständig ist – während gleichzeitig die Zeit für Zuwendung und andere pflegerische Aufgaben fehlt. „Die Professionalisierung des Pflegeberufs wird durch die schlechte Arbeitsgestaltung faktisch konterkariert“, betont Evans.

Zum 13. Gesundheitspflege-Kongress werden 800 Teilnehmer erwartet, Kooperationspartner sind das Albertinen-Diakoniewerk, die Asklepios Kliniken Hamburg, der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg sowie die Universitätskliniken Hamburg-Eppendorf und Schleswig-Holstein. Teil des Kongresses sind ein Science Slam, bei dem Projekte aus den Gesundheits- und Pflegewissenschaften unterhaltsam präsentiert werden und eine Gesprächsrunde für pflegende Angehörige. Weitere Themen und Informationen zum Kongress hier.

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel +49 30 82787-5510

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