Julius-Springer-Preis für Pneumologie 2015 verliehen

Herausragende Arbeit über aktuellen Wissenstand zur Diagnostik von Asthma bronchiale erhält Julius-Springer-Preis für Pneumologie | Jury vergibt den Preis der Springer Fachzeitschrift Der Pneumologe zum zweiten Mal

Berlin | Heidelberg, 23. März 2015
Die Diagnostik von Asthma bronchiale ist nach wie vor eine große Herausforderung, denn bis heute gibt es nicht ‚den‘ einen Test, mit dem die Erkrankung zügig und eindeutig nachgewiesen werden kann. Aufgrund von komplexen Untersuchungen müssen Jahr für Jahr erhebliche Über- und Unterdiagnostizierungen in Kauf genommen werden. Zur Verbesserung dieser Situation ist es wichtig, Fachleuten auf dem Gebiet der Pneumologie eine Übersicht zum aktuellen Wissenstand zu geben. Für seinen Fachbeitrag Aktuelles in der Asthmadiagnostik, erschienen in der Springer Fachzeitschrift Der Pneumologe, ist Professor Dr. Marek Lommatzsch mit dem Julius-Springer-Preis für Pneumologie ausgezeichnet worden. Argumentativ stach der Beitrag heraus, da er einige alte Lehrmeinungen wie die bislang verbreitete Trennung in allergisches und intrinsisches Asthma kritisch in Frage stellt. Die Preisverleihung fand am Freitag, den 20. März 2015 im Rahmen der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) in Berlin statt. (Foto vlnr: Dr. Ines Wolff (Springer), Prof. Robert Loddenkemper, Prof. Marek Lommatzsch, Dr. Paul Herrmann (Springer) © M. Auerbach).

In den vergangenen Jahren haben die Erkrankungsfälle von Asthma bronchiale vor allem in den Industrieländern stetig zugenommen. Im Vergleich zu anderen Volkskrankheiten gibt es bis heute keine eindeutige Asthma-bronchiale-Diagnostik. Die Wissenschaft arbeitet deswegen mit Hochdruck an neuen Erkenntnissen. Im Umbruch befindet sich derzeit die Bedeutung der Biomarker, also messbare Signalzahlen zur Krankheitsbestimmung. In seinem Beitrag verweist Lommatzsch darauf, dass nach neuesten Erkenntnissen Biomarker zwar berücksichtigt werden sollten, entscheidend sei allerdings die genaue Kenntnis des individuellen Krankheitsverlaufs. Nur so kann der geschulte Pneumologe eine personalisierte Therapie vorschlagen. „Der ausgezeichnete Beitrag aus Der Pneumologe beschreibt ausführlich den aktuellen Stand der Asthmadiagnostik; argumentativ hervorragend belegt er die aktuellen Möglichkeiten und Gefahren der Diagnostik“, begründet Professor Robert Loddenkemper als Herausgeber der Zeitschrift Der Pneumologe die Jury-Entscheidung. „Lommatzsch vermag es, komplizierte Sachverhalte leicht lesbar und didaktisch bestens aufbereitet widerzugeben und so auf pointierte Art und Weise für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Beeindruckend verbindet der Preisträger theoretische Erkenntnisse mit ihrem praktischen Nutzen“, erklärt Loddenkemper in seiner Laudatio.

Marek Lommatzsch ist seit vielen Jahren als Facharzt für Innere Medizin als Oberarzt, Abteilung Pneumologie im Zentrum für Innere Medizin am Universitätsklinikum Rostock tätig. Er ist Mitglied der Programmkommission der DGP und ist während seiner Laufbahn bereits mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet worden.

Im Jahr 2013 ist der Julius-Springer-Preis für Pneumologie anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Zeitschrift erstmalig vergeben worden. Er wird im Zwei-Jahres-Rhythmus für einen herausragenden Leitthemenbeitrag aus Der Pneumologe von einer Experten-Jury vergeben.

Interessierten Journalisten kann der Volltext „Aktuelles in der Asthmadiagnostik“, erschienen in Der Pneumologe 2013 10:394-399 kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

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