Gute Medizin braucht keine Alternative

Kritischer Blick auf die Probleme im deutschen Gesundheitssystem | Im Fokus: der Patient zwischen Alternativ- und evidenzbasierter Medizin  

Heidelberg, 8. November 2017

© Springer

In Deutschland sind Patienten mit einem breiten Spektrum medizinischer Optionen konfrontiert. Im Angebotsdschungel zwischen konservativer Medizin und ‚ganzheitlichen‘ oder ‚natürlichen‘ Methoden verliert manch ein Patient schnell den Überblick darüber, was zu seinem Wohl ist und was nutzlos oder gar schädlich für ihn sein kann. Die Ärztin und Springer-Autorin Natalie Grams stellt in ihrem neuen Sachbuch Gesundheit! das deutsche Gesundheitssystem auf den Prüfstand. Sie wägt ausführlich die Alternativ- und Erfahrungsmedizin mit der evidenzbasierten Medizin ab und hinterfragt: Hat, wer heilt, recht? Kann die Alternativmedizin wirklich eine Alternative zur Medizin sein? Wird mit Krankheit nur Geld verdient? 

„Haben Sie gute Erfahrungen mit besonderen Methoden innerhalb oder außerhalb der Medizin gemacht? Gehören Sie zu den geschätzten 60 bis 80 Prozent der Patienten, die sich begleitend oder ausschließlich alternativmedizinisch behandeln lassen? Sind Sie frustriert oder enttäuscht von der normalen Medizin und meinen, dass sie außer Chemie und Fortschrittswahn nichts zu bieten hat?“ – so fragt die Ärztin ihre Leser auf den ersten Seiten. Leicht verständlich vermittelt sie in den folgenden Kapiteln die Bedeutung von Wissenschaft und Evidenz in der Medizin. Dabei behält sie immer den Patienten im Blick, der sich mit der modernen Medizin oft nicht wohl fühlt. 

„Alternativmedizinische Angebote haben mit den suggestiven Etiketten ‚ganzheitlich‘ und ‚natürlich‘ erreicht, dass die Bedeutung der tatsächlichen Wirksamkeit hinter einem Gut-Aufgehoben-Fühlen zurücktritt. Dass dies mitunter zu einer kompletten Abwendung von den Errungenschaften der modernen Medizin führt und etwa mit Impfgegnerschaft und Virenleugnung einhergehen kann, ist dramatisch und manchmal sogar lebensbedrohlich“, warnt Grams. 

In Gesundheit! zeigt die Wissenschaftskommunikatorin kritisch das Dilemma unseres Gesundheitssystems nach allen Seiten. Konstruktiv möchte sie aufklären, Sorgen ernst nehmen und Vertrauen schaffen. Es geht ihr dabei nicht darum, die normale Medizin in den Himmel zu loben und alle „Alternativen“ schlechtzumachen. 

Dabei bleibt ihr Finger nicht auf den Schwachstellen des Systems stehen, vielmehr zeigt sie ihren Lesern auch auf, wie jeder seinen Weg für seine Gesundheit einschlagen kann – ohne Opfer dieses Systems zu sein. Sie ermutigt den Einzelnen, überzeugter Skeptiker zu sein. Dies nicht im Sinne eines ewig Misstrauischen, sondern als mündiger Patient, der ausgestattet mit einer gesunden Portion Menschenverstand die ärztlichen Angebote hinterfragt. 

Natalie Grams ist Ärztin, Autorin des vieldiskutierten Springer-Buchs Homöopathie – neu gedacht, das sowohl die Fachwelt als auch die breite Öffentlichkeit stark polarisierte. Sie ist Leiterin des Informations-Netzwerks Homöopathie, Kommunikationsmanagerin der GWUP und aktive Bloggerin

Natalie Grams
Gesundheit!
Ein Buch nicht ohne Nebenwirkungen
2018, 350 S. 17 
Hardcover und eBook, € 19,99 (D) | € 20,46 (A) | sFr 20.50 (CH)
ISBN 978-3-662-54798-4
Auch nur als eBook verfügbar

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Informationen, Cover und Downloads zum Buch
www.springer.com/de/book/9783662547984   
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