Gesundheitsberufe: Gute Kooperation – bessere Ergebnisse

Interprofessioneller Gesundheitskongress von Springer Medizin findet am 17. und 18. April im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden statt | Fehler durch schlechte Kooperation | Gemeinsame Ausbildung fördert bessere Zusammenarbeit von Ärzten und Pflegekräften

Dresden | Berlin, 17. März 2015

© SpringerBehandlungsfehler sind häufig auf eine schlechte Kommunikation zwischen den Berufsgruppen zurückzuführen, wie Studien zeigen. „Wenn Ärzte und Pflegefachkräfte aneinander vorbei agieren, führt das oft zu Fehlentscheidungen“, betont Renate Tewes, Professorin für Pflegewissenschaft und Pflegemanagement an der Evangelischen Hochschule Dresden. „Eine gute Zusammenarbeit dagegen sorgt für bessere Patientenergebnisse, für eine höhere Berufszufriedenheit und senkt die Gesundheitskosten.“ Wie eine Kooperation zwischen den Professionen gelingen kann, ist Schwerpunkt-Thema auf dem Interprofessionellen Gesundheitskongress, der am 17. und 18. April im Deutschen Hygiene-Museum Dresden stattfindet und von Springer Medizin veranstaltet wird.

Medizinische Unterlagen sind nicht verfügbar, Patienten erhalten widersprüchliche Informationen von Ärzten und Pflegekräften, Besprechungen und Übergaben verlaufen ineffizient und unstrukturiert – solche Mängel zeigt der Picker Report 2014 auf, bei dem 140.000 Patienten, 11.000 Pflegekräfte und fast 5.000 Ärzte aus 160 Krankenhäusern befragt wurden. Ein Grund für die schlechte Kommunikation sieht Tewes in der getrennten Ausbildung der Gesundheitsberufe. „Wenn Pflegekräfte, Ärzte, Logopäden, Physiotherapeuten, Hebammen und Ergotherapeuten gemeinsam lernen, lernen sie nicht nur miteinander, sondern auch voneinander und übereinander, was die Zusammenarbeit sehr erleichtert.“

Interprofessionelle Kommunikation muss systematisch gelernt und eingeübt werden. An der Uniklinik Regensburg etwa bietet Renate Tewes mit ihrer eigenen Unternehmensberatung zum Beispiel eine Fortbildung für alle stellvertretenden Leitungen an – egal ob aus dem Pflegebereich, dem Fotolabor, der Röntgenabteilung oder aus der Unternehmensentwicklung. „Die Teilnehmer lernen, über die Abteilungen hinweg zu denken, dadurch lassen sich Probleme viel schneller lösen“, berichtet die Pflegeprofessorin. Sie hat unter anderem zusammen mit dem Medizinischen Direktor des Städtischen Klinikums Görlitz das sogenannte RESPECT-Programm entwickelt, das Kliniken dabei hilft, die interprofessionelle Zusammenarbeit zu verbessern. In dem Programm sind auch bestimmte Gesprächstechniken integriert, die eine Fehlkommunikation zwischen Ärzten und Pflegekräften nachweislich reduzieren können.

Die Kooperation der Gesundheitsberufe wird auch bei den Kongressthemen Wund- und Schmerzmanagement und sektorenübergreifende Versorgung in der Onkologie diskutiert. Auf dem HeilberufeSCIENCE-Symposium, das im Rahmen des Kongresses zum fünften Mal stattfindet, stellen Gesundheitswissenschaftler Studien und Praxisprojekte beispielsweise zur Sturzprophylaxe und zur Pflegeüberleitung vor. Mehr Informationen zum Kongress finden Sie hier.

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Renate Tewes | Alfred Stockinger
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ISBN 978-3-642-37323-7

Kongressorganisation und Anmeldung:
Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel. +49 30 82787-5510 | andrea.tauchert@springer.com

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Journalisten können sich für den „Interprofessionellen Gesundheitskongress" in Dresden akkreditieren: Uschi Kidane | Springer | Corporate Communications | tel +49 6221 487 8166 | uschi.kidane@springer.com

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