Deutsch am Krankenbett

13. Gesundheitspflege-Kongress am 9. und 10. Oktober 2015 von Springer Medizin in Hamburg: Wie gelingt die Integration ausländischer Pflegefachkräfte? | Neues Projekt am Hamburger Asklepios Westklinikum | Blick über den Tellerrand: Welche Lösungen finden andere Länder für den Personalmangel?

Hamburg | Berlin, 10. Juni 2015

© SpringerImmer mehr ausländische Pflegefachkräfte arbeiten in Deutschland – für Gesundheitseinrichtungen eine Möglichkeit, den Personalmangel auszugleichen. Doch die Integration gelingt nicht immer: „Das Hauptproblem sind die Sprachschwierigkeiten“, berichtet Andreas Bernard, Pflegedirektor am Asklepios Westklinikum Hamburg. „Zudem zeigen sich oft kulturell bedingte Unterschiede im Verständnis von Krankheit und Pflege. Auch die Inhalte der Pflegeausbildung im Ausland sind häufig ganz andere.“ Wie können diese Hürden überwunden, wie kann eine Willkommenskultur gestaltet werden? Das diskutieren Experten auf dem 13. Gesundheitspflege-Kongress, der am 9. und 10. Oktober von Springer Medizin in Hamburg veranstaltet wird. Kooperationspartner sind neben den Asklepios Kliniken Hamburg unter anderem die Universitätskliniken Hamburg-Eppendorf und Schleswig-Holstein sowie der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK).

Im Asklepios Westklinikum ist ein neues Projekt angelaufen, das Bachelor-Absolventen aus Italien den Einstieg in den Pflegejob erleichtern soll. „Wir investieren zwei Monate“, so Bernard. „In dieser Zeit erhalten die zukünftigen Mitarbeiter einen Kurs zur Vertiefung ihrer Deutschkenntnisse und theoretischen Unterricht, um zu verstehen, wie die Pflege in Deutschland funktioniert.“ Sie bekommen dabei das volle Entgelt, werden aber nur stundenweise auf Station eingesetzt – angeleitet von einer Mentorin oder einem Mentor. Zudem sorgt das Klinikum für alltagspraktische Hilfen: Die jungen Italienerinnen und Italiener bekommen einen günstigen Wohnraum und bei allen Ämtergängen werden sie persönlich begleitet. Über 70.000 ausländische Pflegekräfte waren 2013 in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt, damit ist laut einer neuen Studie der Bertelsmann-Stiftung ein Zuwachs von 13 Prozent bei EU-Ausländern und von 5 Prozent bei Zuwanderern aus anderen Ländern gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Bernard: „Für uns sind ausländische Mitarbeiter ein Weg, um von der Leiharbeit wegzukommen.“

Beim 13. Gesundheitspflege-Kongress wird auch die Pflege im Ausland in den Blick genommen: Wie gehen andere Nationen – zum Beispiel Schweden oder die Schweiz – mit dem Mangel an qualifiziertem Personal um? Welche Erfahrungen haben sie mit der generalisierten Ausbildung gemacht? Auch die Frage, wie pflegende Angehörige mit Migrationshintergrund unterstützt werden können, steht auf dem Programm. Weitere Themen und Informationen zum Kongress hier.

Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert | Springer Medizin | tel +49 30 82787-5510

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