Altern als Herausforderung und Chance

Neues Sachbuch über Erhaltung und Steigerung der Lebensqualität im Alter | Vorstellung von Perspektiven und Handlungsoptionen  

Heidelberg, 17. Oktober 2017

© SpringerDie Gesellschaft wird immer älter. Der demographische Wandel, von den Medien gehypt, ist voll im Gange. Doch welche Konsequenzen hat das für jeden Einzelnen? Ist an der Behauptung, dass Altern gleichzusetzen ist mit Verwundbarkeit und Hilflosigkeit, was dran? Andreas Kruse, Autor des neuen Springer Sachbuches Lebensphase hohes Alter – Verletzlichkeit und Reife, möchte mit diesen negativen Vorurteilen aufräumen und zu einer differenzierten Sicht des Alterns beitragen – die die Herausforderungen für Gesellschaft und Individuum nicht leugnet, die aber zugleich die Gewinne und Stärken dieses Lebensabschnitts hervorhebt und für die Bedürfnisse älterer Menschen sensibilisiert. 

„Mit Blick auf das hohe Alter stellt sich die Frage: Was gibt es zu entdecken? Wo liegen – neben den Anforderungen und Belastungen – Herausforderungen, Chancen und Möglichkeiten, die nicht nur zum Einsatz bestehender seelisch-geistiger Ressourcen, sondern auch zur Potenzialverwirklichung beitragen?“, formuliert Kruse die zentrale Frage seines Buches. Er ist überzeugt: ein erfülltes Leben hört nicht auf, wenn man das neunte Lebensjahrzehnt erreicht hat. Die erhöhte Verletzlichkeit schließt eine Reife und Entwicklung neuer Fähigkeiten keinesfalls aus. 

Ein Leitmotiv des Buches ist das Bild des heimkehrenden Sohnes aus der Bibel und symbolisiert die Beziehungen zwischen jungen und alten Menschen. In diesem Kontext sieht sich der Vater, im Mittelpunkt stehend, seiner Aufgabe gegenüber – er sorgt sich um und für seinen Sohn. „Die Sorge für andere Menschen und um andere Menschen ist eine bedeutende Grundlage für die Verwirklichung von Potenzialen im hohen Alter“, so Kruse.

Grundvoraussetzung dafür ist eine „altersfreundliche Gestaltung von Gesellschaft und Kultur“. Es ist die Aufgabe jedes Einzelnen, Altern nicht nur als Einschränkung, sondern auch als Chance zu sehen und Menschen unterstützend zu begegnen. Erst dann können sich die besonderen Qualitäten entwickeln. Dazu zählen das eigene Wissen an nachfolgende Generationen weiterzugeben, in diesen Generationen symbolisch weiterzuleben oder sich um und für andere Menschen zu sorgen. 

Das Buch liefert einen umfassenden Überblick über das Altern und seine Potenziale, erläutert das Konzept der Sorge um Andere, das Thema Demenz, welches im Alter immer mehr an Bedeutung erlangt und die Herausforderungen für pflegende Angehörige. Zugleich thematisiert es die Würde im Alter und geht der Frage nach, wie eine altersfreundliche Kultur beschaffen sein sollte, die den unbedingten Würdeanspruch – auch und eben in den Grenzsituationen des Lebens – wahrnimmt und anerkennt.

Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse ist Professor für Gerontologie und Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg. Seit 2003 ist er Vorsitzender der Altenberichtskommissionen der Bundesregierung und seit 2016 stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrates.

Andreas Kruse
Lebensphase hohes Alter
Verletzlichkeit und Reife
2017. 495 S. 
Hardcover € 24,99 (D) | € 25,69 (A) | CHF 31.50
ISBN 978-3-662-50414-7

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