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Computer Science | HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik

HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik

HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik

ISSN: 1436-3011 (gedruckte Version)
ISSN: 2198-2775 (elektronische Version)

Zeitschriften Nr. 40702

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Die Zeitschrift HMD liefert IT-Fach- und Führungskräften Lösungsideen für ihre aktuellen Herausforderungen, zeigt ihnen Umsetzungsmöglichkeiten auf und informiert sie über Neues in der Wirtschaftsinformatik (WI). WI-Studierende, -Forschende und -Lehrende erfahren, welche Themen in der Praxis ihres Faches Herausforderungen darstellen und aktuell in der Forschung diskutiert werden.

HMD-Beiträge basieren auf einem Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis der Wirtschaftsinformatik. Umfassendere Themenbereiche werden in HMD-Heften aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, so dass in jedem Heft sowohl Wissenschaftler als auch Praktiker zu einem aktuellen Schwerpunktthema zu Wort kommen. Den verschiedenen Facetten eines Schwerpunktthemas geht ein Einführungsbeitrag zum State of the Art des Themenbereichs voraus. Zusätzlich enthält jedes Heft in der Kategorie „Spektrum“ einige Beiträge aus dem Themenspektrum der Wirtschaftsinformatik außerhalb des Schwerpunktes. Buchrezensionen zum Heftthema runden jede HMD-Ausgabe ab.

Verlag und Herausgeber haben sich zum Ziel gesetzt, die Qualität von HMD-Heften und -Beiträgen stetig weiter zu verbessern. 

  • Jeder Beitrag wird nach Einreichung mehrfach begutachtet: vom zuständigen HMD- oder Gastherausgeber (Herausgebergutachten) und von mindestens einem weiteren Experten, der anonym begutachtet (Blindgutachten). Die Gutachter bewerten den Beitrag und machen konstruktive Verbesserungsvorschläge oder empfehlen die Ablehnung. Nach Überarbeitung durch die Beitragsautoren prüft der betreuende Herausgeber die Einhaltung der Gutachtervorgaben und entscheidet in Zweifelsfällen abschließend über Annahme oder Ablehnung.
  • Mit dem »HMD Best Paper Award« werden alljährlich die drei besten Beiträge eines Jahrgangs gewürdigt. Die Auswahl der Beiträge erfolgt durch das HMD-Herausgebergremium.

Die HMD ist vor 50 Jahren erstmals erschienen: Im Oktober 1964 wurde das Grundwerk der ursprünglichen Loseblattsammlung unter dem Namen "Handbuch der maschinellen Datenverarbeitung" ausgeliefert. Seit 1998 lautet der Titel der Zeitschrift unter Beibehaltung des bekannten HMD-Logos "Praxis der Wirtschaftsinformatik". 

Nach 38-jähriger Tätigkeit für die HMD, davon 24 Jahre als Schriftleiterin, hat zum 1.7.2006 Prof. Dr. Heidi Heilmann diese Funktion an Prof. Dr. Susanne Strahringer übergeben. Am 1.1.2015 hat Prof. Dr. Matthias Knoll die verantwortliche Schriftleitung übernommen, mit Stellvertretung durch Dr. Stefan Reinheimer. Seit 2014 wird die Zeitschrift bei Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH von Sybille Thelen und Dr. Sabine Kathke (Stellv.) betreut. Im Rating VHB-JOURQUAL3 ist die HMD mit "D" gelistet.

Möchten Sie zu einem HMD-Heft beitragen, richten Sie Ihren Vorschlag gerne an die zuständigen Herausgeber oder reichen Sie Ihren Beitrag online ein. Willkommen sind Beiträge zum jeweiligen Schwerpunkt ebenso wie Beiträge zum gesamten Themenspektrum der Wirtschaftsinformatik.

 

Vorschau

                             

HMD 327, 56. Jahrgang, Juni 2019

Smarte Produkte

Herausgeber: Matthias Knoll, Susanne Strahringer

Digitale Dienstleistungen als Produkte oder Produkte mit digitalen Komponenten, die anpassungsfähig sind an Situationen, Umgebungen und Kunden und die mit anderen Produkten und Umgebungen interagieren, sind heute aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Auch in der Forschung werden sie seit dem Aufkommen von RFID-Technologien, embedded systems und dem Internet der Dinge diskutiert und waren schon lange davor Gegenstand der Vision allgegenwärtiger Informationsverarbeitung (ubiquitous computing). Im Kontext aktueller Digitalisierungsthemen rund um Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Cloud-/Edge Computing sowie Ökosystem- und Plattformstrategien haben sie jedoch eine neue Qualität erreicht. Die Nutzung von Daten durch sie und über sie sowie ihre Einbettung in übergeordnete Systeme ermöglicht neue Funktionalitäten und damit eine andere Dimension von „Intelligenz und Autonomie“, die heute zunehmend wertschöpfend genutzt wird und neuartige Geschäftsmodelle realisieren hilft. Vor diesem Hintergrund widmen Porter und Heppelmann einen zweiteiligen Beitrag im Harvard Business Review (2015) der Fragestellung "how smart, connected products are transforming companies".

Die Ausgabe 327 der HMD adressiert diese Fragestellung mit konkreten Fallbeispielen, behandelt aber auch technologische und methodische Themen z. B. im Kontext der Entwicklung smarter Produkte.

Mögliche Themenstellungen des Schwerpunktheftes im Kontext smarter Produkte sind u. a.:
  • Entwicklungsansätze
  • Nutzungsszenarien und Potenziale versus Risiken
  • Akzeptanz und Verbreitung
  • Geschäftsmodelle
  • Auswirkungen auf Wettbewerb und Wertschöpfung
  • Ökosysteme
  • Architekturen, Plattformen und Infrastrukturen
  • Edge oder Cloud
  • Von smarten Produkten zu smarten Diensten
  • Produktdaten: Rechte, Potenziale
  • Smarte Produktion
  • Produkt-IT: Management der IT in und an Produkten

Bitte richten Sie Ihre Beitragsvorschläge oder Anfragen nach dem Call for Papers an:

Matthias Knoll, matthias.knoll@h-da.de

Susanne Strahringer, susanne.strahringer@tu-dresden.de

 

 

HMD 328, 56. Jahrgang, August 2019

Arbeiten 4.0

Herausgeber: Jochen Günther, Josephine Hofmann

Wie wollen und werden wir arbeiten? Die digitale Transformation verändert unsere Arbeitswelt in großer Geschwindigkeit. Wir sehen fundamentale Veränderungen, die maßgeblich durch den Einsatz von IT und die durchgängige Digitalisierung in Arbeits- bzw. Produktions- und Dienstleistungsprozessen gekennzeichnet sind. Schlagworte wie der Einsatz von Cyber-Physical-Systems in der Produktion, vernetzte Produktionsprozesse auf Basis des Internet der Dinge, der wachsende Einsatz von Robotertechnologien, die zunehmende Algorithmisierung von Arbeitsprozessen, aber auch eine immer weitergehende Virtualisierung und Mobilisierung von Arbeit stimulieren die Diskussion um die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten werden, wo menschliche Arbeit in Zukunft gebraucht wird, und welche Weiterentwicklungs- und Qualifizierungsstrategien gefragt sind. Wir sehen neue Formen plattformgestützter Arbeit auf Crowdworking-Basis, hoch-virtuelle Teamarbeit über den Globus, einen starken Anstieg von flexiblen Arbeitsformen auch im Interesse der Mitarbeitenden. Neue Berufsbilder entstehen. Für alle Wirkungsbereiche ist IT ein wichtiger Treiber und ein wesentlicher Faktor, was die tatsächlichen Auswirkungen auf Menschen und Organisationen angeht.
Das im August 2019 erscheinende Heft hat zum Ziel, die Wirkbeziehung von IT auf die genannten Fragestellungen einer aktuellen Bestandsaufnahme zu unterziehen. Wir interessieren uns für konkrete Einsatzkonzepte innovativer IT und deren Wirkung auf Arbeitstätigkeiten und Arbeitsformen, damit erzielbare Effekte z.B. in Bezug auf Mobilität oder Mitarbeiterbindung. Wir würden gerne Beiträge präsentieren, die sich mit notwendigen Weiterqualifizierungen in Richtung „Arbeiten 4.0“, als auch dem Potenzial dort einsetzbarer Lerntechnologien beschäftigen. Wir wüssten gerne, welche generellen Gestaltungsgrundsätze für den Einsatz von Robotik und KI in der Produktion zu finden sind, und wie dort menschengerechte Arbeit realisiert werden kann. Wir interessieren uns für die Frage wie sich die Zusammenarbeit zwischen Kollegen, aber auch zwischen Menschen und Maschinen gestalten. Kommt der “Kollege Computer“, und wie sieht diese Kollegenbeziehung aus? Welche neuen Autonomiespielräume bestehen, wie müssen sich Führungs- und Teamprozesse verändern? Welche Kompetenzen werden künftig gefragt sein? Und: welchen Beitrag kann IT dazu leisten, sinnstiftende, motivationsförderliche New Work-Konzepte zu realisieren und Arbeits- und Privatleben besser miteinander in Einklang zu bringen? Welchen ethischen Fragestellungen muß sich die IT-basierte Arbeitsgestaltung stellen, und welche Ansätze gibt es?
Dieses Schwerpunktheft stellt wesentliche Entwicklungslinien, Lösungen, Diskussionslinien  und Anwendungsbeispiele vor, beschreibt wesentliche Erfahrungen aus organisatorischen Umsetzungen und soll damit einen prägnanten Überblick über eine der zentralen Fragen unserer Arbeitsgesellschaft geben.

Bitte richten Sie Ihre Beitragsvorschläge oder Anfragen nach dem Call for Papers an:

Josephine Hofmann, Josephine.Hofmann@iao.fraunhofer.de

 

 

HMD 329, 56. Jahrgang, Oktober 2019

Big Data Analytics

Herausgeber: Sara D'Onofrio, Andreas Meier

Die digitale Wirtschaft und Verwaltung zeichnet sich dadurch aus, dass sie ununterbrochen Daten sammelt und auswertet, um aktuelle Entscheidungsgrundlagen zu erhalten. Neben den Bestell-, Kauf- und Bezahlvorgängen elektronischer Plattformen werden Postings diverser sozialer Netze durchforstet, elektronische Archive mit Multimedia-Inhalten aufgesucht, Twitter-Gespräche mit Streaming gefiltert, Kursentwicklungen an Börsenplätzen verfolgt oder Messdaten diverser Monitoring-Systeme analysiert.

Umfangreiche Datenmengen, die laufend erweitert werden, bezeichnet man als Big Data. Diese sind mit herkömmlichen Softwarewerkzeugen kaum zu bewältigen. Die drei meist genannten V’s von Big Data betreffen: Immenses Datenvolumen (Volume), strukturierte, semi-strukturierte oder unstrukturierte Datentypen (Variety) sowie hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit oder gar Echtzeitverarbeitung (Velocity).

Die Herausforderung der Big Data Ära besteht darin, die umfangreichen Bestände und die Vielfalt der Daten zu erkennen und zu nutzen. Die Verarbeitung dieser Daten sowie das Generieren von aussagekräftigen Entscheidungsgrundlagen erfordern fortgeschrittene Analysewerkzeuge.

Mit Big Data Analytics werden unterschiedliche Datenquellen wie das Verhalten der Benutzer ausgewertet, um die digitale Wertschöpfungskette zu optimieren oder neue Geschäftsfelder anzugehen. Im öffentlichen Anwendungsbereich werden die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger aufgenommen und mit ortsbezogenen Diensten (engl. location-based services) für den urbanen Raum angereichert. Zudem stellt Open Data eine wichtige Quelle von Big Data dar. Dabei handelt es sich um Daten, die von Anwendern frei benutzt und gegebenenfalls veredelt werden; ausgenommen sind personenbezogene Daten, die dem Datenschutz unterliegen.

Das Schwerpunktheft zeigt der HMD-Leserschaft die Nutzungspotenziale fortschrittlicher Analysewerkzeuge für Big Data im Finanz- und Versicherungsbereich, in Industrieanwendungen, im Energiebereich (Smart Grid), im öffentlichen Bereich (Smart Cities) sowie bei der Nutzung des Web of Things für Logistik auf und beschreibt erfolgreiche Pionierprojekte.  

Bitte richten Sie Ihre Beitragsvorschläge oder Anfragen nach dem Call for Papers an:

Andreas Meier, andreas.meier@unifr.ch

 

 

HMD 330, 56. Jahrgang, Dezember 2019

IoT Best Practices

Herausgeber: Stefan Meinhardt, Roland Deuker

Das Internet der Dinge (Internet of Things – IoT) ist längst Realität. Mehr oder weniger intelligente Dinge messen, analysieren und kommunizieren weltweit, verbunden über das Internet, mit anderen Dingen. Was als Spielerei im Privaten begann ist heute ernstzunehmender Wettbewerbsfaktor für unzählige Unternehmen (Stichwort: Industrial IoT oder Industrie 4.0).

Wettbewerbsvorteile lassen sich im Markt durch die Vernetzung von Dingen auf völlig unterschiedliche Art und Weise erzielen.

LKWs, die in Häfen oder auf Werksgeländen hocheffizient und nahezu in Echtzeit orchestriert werden. Kühlcontainer, die die Einhaltung festgelegter Grenzwerte selbst überwachen und bei überschreiten eines Grenzwertes automatisch eine Ersatzlieferung auslösen. Luftkompressoren, die nicht mehr pro Tag, sondern pro verbrauchtem Luftvolumen, also nicht die Maschine selbst, sondern den Service, abrechnen.

Sei es die Optimierung eines bestehenden Prozesses, die Erweiterung eines solchen, ein smartes Produkt oder gleich der Aufbau eines völlig neuen Geschäftsmodells. IoT-Konzepte bilden oft die Grundlage dafür.

Das grundsätzliche Potential (Warum?) des Internets der Dinge ist vielfach bewiesen. Das „Wie?“ und das „Wofür?“ sind die Fragen, die es heute zu beantworten gilt.

Welche Prozesse bieten das meiste Potential für eine Vernetzung? An welchen Stellen steht der Aufwand nicht im Verhältnis zum Mehrwert? Welche Technologien stehen zur Verfügung und welche passen zu meinem Szenario? Wie muss ich meine Geschäftspartner einbinden und gibt es möglicherweise rechtliche Fallstricke?

Beiträge aus Forschung und Praxis werden sich mit den Fragestellungen auseinandersetzen, welche Unternehmensbereiche sich durch IoT-Konzepte optimieren lassen? Diskutiert werden Ansätze, wie die Vernetzung von Dingen das Geschäftsmodell einer Firma verändern kann und welche wesentliche Rolle insbesondere IoT Plattformen bei der Umsetzung spielen. Außerdem sollen bereits bestehende Standards und Normen für das Internet der Dinge im unternehmerischen Kontext aufgezeigt und deren Reifegrad und aktuelle Etablierung in der Praxis aufgegriffen werden. Darüber hinaus sollen im Schwerpunktheft HMD 330 Chancen & Risiken behandelt werden, die sich aus dem Zusammenspiel anderer sogenannter digitaler Technologien (Blockchain, Machine Learning, Artificial Intelligence, etc.) mit dem Internet der Dinge ergeben.  

Bitte richten Sie Ihre Beitragsvorschläge oder Anfragen nach dem Call for Papers an:

Stefan Meinhardt, stefan.meinhardt@sap.com

Roland Deuker, Roland.deuker@sap.com

 

 

HMD 331, 57. Jahrgang, Februar 2020

Business Impact Künstliche Intelligenz

Herausgeber: Matthias Knoll, Benjamin Spottke

Künstliche Intelligenz (KI) ist in Wissenschaft und Praxis ein allgegenwärtiges Thema. Viele der großen Technologieanbieter wie Google, Facebook, Alibaba, oder auch Amazon, aber auch zahlreiche produzierenden Unternehmen richten Ihre Unternehmensstrategie und Investitionsplanung auf den Einsatz von KI in den unterschiedlichsten Kontexten und Anwendungsfällen aus. Dabei wird die betriebliche Nutzung von KI nicht nur durch neue Verfahren des maschinellen Lernens, insbesondere dem Training tiefer neuronaler Netze, gefördert. Auch die „Datafizierung“ sämtlicher unternehmerischer Prozesse und Aktivitäten, das Nutzen aller verfügbarer Daten, sowie permanent verfügbare, leistungsfähige und nahezu unbegrenzt skalierbare Rechenkapazitäten schaffen Rahmenbedingungen, die größere Investitionen in Forschung und Entwicklung KI-gestützter Produkte und Dienstleistungen für Unternehmen aller Größenordnungen und Branchen zunehmend wertvoller machen. Entsprechend hat Künstliche Intelligenz mit bislang nur bedingt überschaubarem Business Impact das Potential, unsere bisherige Art zu leben und zu arbeiten, grundlegend zu verändern.

Für Unternehmen und Führungskräfte ist es jedoch nicht immer einfach, die mit der Auswahl, Einsatz und dem Betrieb von Lösungen im Kontext der Künstlichen Intelligenz notwendigen Managementfragen zu stellen und zu beantworten sowie den Business Impact und seine Folgen zu verstehen und auf die sich daraus ergebenden Konsequenzen sowohl strategisch, als auch operativ angemessen zu reagieren. Vor diesem Hintergrund wird sich die Ausgabe 331 der HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik ausgehend von den Grundlagen der Künstlichen Intelligenz und den sich daraus ergebenden Managementfragestellungen mit dem Einsatz von KI-Systemen in unterschiedlichen Branchen befassen. Es sollen Hilfestellungen aufgezeigt werden, wie die Umsetzung theoretischer Ansätze und technologischer Konzepte in die Praxis gelingen kann.   

Bitte richten Sie Ihre Beitragsvorschläge oder Anfragen nach dem Call for Papers an:

Matthias Knoll, matthias.knoll@h-da.de

Benjamin Spottke, benjamin.spottke@unisg.ch

 

 

HMD 332, 57. Jahrgang, April2020

Forschung für die Praxis

Herausgeber: Susanne Robra-Bissantz, Susanne Strahringer

Als angewandte Forschungsdisziplin zielt die Wirtschaftsinformatik auf Ergebnisse, die dem wissenschaftlichen Diskurs und der betrieblichen Praxis dienen. Dabei mag die Interpretation von Praxisrelevanz sehr unterschiedlich ausfallen, ebenso die Einschätzung, inwieweit bestimmte Forschungsansätze geeignet sind, Ergebnisse mit Praxisrelevanz hervorzubringen. Auch wird diskutiert, wann eine praxisorientierte Arbeit noch ausreichend wissenschaftlich ist. Diskussionen zu diesen Fragestellungen hat es in der Wirtschaftsinformatik-Community regelmäßig, in unterschiedlicher Intensität, gegeben.

Die Zeitschrift "HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik“ drückt durch ihren Titel aus, dass sie an Erkenntnissen aus der und für die Praxis interessiert ist. Damit liegt es auf der Hand, in einem Heft den Schwerpunkt auf die Frage zu legen, wie praxisrelevante Ergebnisse in Forschungsprozessen erzeugt werden können. Dabei soll das Schwerpunktheft auch der Beantwortung der Frage dienen, ob die Zeitschrift eine regelmäßige Rubrik zu forschungsmethodischen Ansätzen einrichten sollte, die in den für sie typischen Fachbeiträgen besonders häufig verwendet werden oder perspektivisch verwendet werden könnten.

Welche Art von Beiträgen wird für das Schwerpunktheft gesucht? Solche, die möglichst konkret aufzeigen, welche Forschungsansätze in welcher Ausgestaltung sich in der Forschungspraxis der Wirtschaftsinformatik bewährt haben, um Ergebnisse mit einem wesentlichen und unmittelbaren Praxisbeitrag hervorzubringen. Beiträge können einzelne Ansätze vorstellen oder Gattungen von Ansätzen adressieren, sich auf einzelne Forschungsschritte oder Phasen konzentrieren oder neben Methoden auch Fragen der Organisation von Forschungsprozessen mit der Praxis ins Auge fassen. In diesen Prozessen hilfreiche Toolunterstützung kann ebenfalls berichtenswert sein.

Wie immer bei der HMD ist es wichtig, dass die vorgestellten Beiträge konkret und handlungsleitend sind, zum einen für den praxisorientiert Forschenden, zum anderen sollen unsere Leser aus der Praxis einen Nutzen aus diesen Beiträgen ziehen können; z. B. weil sie an ihnen nachvollziehen können, mit welchen Erwartungen die Wissenschaft an die Praxis herantritt und welche Erwartungen sie selbst ihrerseits in Richtung Wissenschaft formulieren könnten und sollten. Um diese Hilfestellung für die Praxis tatsächlich bieten zu können, erwarten wir Beiträge, in denen die Ansätze konkret und umsetzungsnah dargestellt werden, angereichert durch Best Practices, veranschaulicht durch kleinere Beispiele oder illustriert in der Anwendung in einem ausgewählten Projekt. Von Interesse sind dabei Fragen, die sich mit dem kompletten Ablauf des Forschungsprojektes beschäftigen: Wie gelangt ein praxisrelevantes Thema, z. B. über studentische Arbeiten oder gemeinsame Projekte, in die Forschung? Wie gelingt die Zusammenarbeit zwischen Praxis und Forschenden im Laufe eines Projektes und wie der unmittelbare Transfer von Forschung in die Praxis? Dabei sind Lösungsansätze zu überdenken, die es für die vielen Hürden auf der so genannten "letzten Meile" gibt.

Ziel dieses Schwerpunktes ist es, nicht nur ein Heft für Forschende zusammenzustellen, sondern auch Lesern aus der Praxis zu vermitteln, wie praxisorientierte Forschung heute funktioniert oder perspektivisch funktionieren könnte. Denn nur mit Beteiligung der Praxis wird Forschung für die Praxis gelingen.   

Bitte richten Sie Ihre Beitragsvorschläge oder Anfragen nach dem Call for Papers an:

Susanne Robra-Bissantz, s.robra-bissantz@tu-bs.de

Susanne Strahringer, susanne.strahringer@tu-dresden.de

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INSPEC, Google Scholar, EBSCO Discovery Service, OCLC WorldCat Discovery Service, ProQuest Advanced Technologies & Aerospace Database, ProQuest SciTech Premium Collection, ProQuest Technology Collection, ProQuest-ExLibris Primo, ProQuest-ExLibris Summon

Bezugsbedingungen 

Im Jahr 2019 erscheint Band 56 regulär mit 6 Heften. Für die ausgewählte Bezugsart beträgt der Preis 130,00 € (unverbl. Preisempfehlung inkl. gesetzlicher Mwst. zzgl. Versandkosten). Mehrwertsteuer und Versandkosten sind abhängig vom Lieferland und werden angezeigt, sobald Sie den Titel in den Warenkorb legen und eingeloggt sind. Die Bestellung muss für diese Information nicht abgeschlossen werden. Wenn eine elektronische Version zur Verfügung steht, schließt der Bezugspreis den Online-Zugang über https://www.springerprofessional.de mit ein.

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    Die HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik behandelt in Schwerpunktheften aktuelle Themen wie Strategisches IT-Management, neue Nutzungsformen des Internets, Mobile Computing, neue IT-Betriebsformen und Geschäftsmodelle, Business Intelligence, Agilität in der IT sowie Anwendungen in den verschiedenen Funktionsgebieten und Branchen. Sie wird von einem Kreis renommierter Experten aus Industrie und Hochschule herausgegeben und dient der laufenden Fortbildung für Wissenschaftler und Praktiker im Bereich der Wirtschaftsinformatik.

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