Regine von Klitzing erhält den diesjährigen EPJ E Pierre-Gilles de Gennes Lecture Prize

Physikerin wird für ihre herausragende Forschungsarbeit im Bereich Polymerphysik gewürdigt

Heidelberg | London, 12. Juli 2016

© Regine v. KlitzingDie Zeitschrift EPJ E – Soft Matter and Biological Physics verleiht der deutschen Physikerin Regine von Klitzing den diesjährigen EPJ E Pierre-Gilles de Gennes Lecture Prize. Die Herausgeber des Fachjournals wählten von Klitzing aufgrund ihrer Pionierleistungen in der Polymerphysik, insbesondere in den Bereichen der Struktur von Polyelektrolytverbindungen und der funktionalisierten Mikrogele, aus. Regine von Klitzing ist Professorin an der Technischen Universität Berlin, wo sie die Arbeitsgruppe Angewandte Physikalische Chemie von Kolloiden und Grenzflächen leitet.

Der angesehene Preis, der nach dem Nobelpreisträger und EPJ E-Gründer Pierre-Gilles de Gennes benannt ist, wird in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben. Den Plenarvortrag zum EPJ E Pierre-Gilles de Gennes Lecture Prize hält von Klitzing auf der 4. International Soft Matter Conference vom 12.–16. September 2016 in Grenoble, Frankreich.

Als ausgebildete Experimentalphysikerin promovierte Regine von Klitzing 1996 an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz über Polyelektrolytmultischichten. Sie wechselte daraufhin als Postdoktorandin an das Centre de Recherche Paul Pascal (CNRS-CRPP) in Bordeaux, wo sie mit Schaumfilmen arbeitete. 1998 begann sie die Strukturbildung von Polyelektrolyten in dünnen Filmen zu erforschen und erhielt 2003 ihre Habilitation von der Technischen Universität Berlin. Sie hat einen Ruf an die Technische Universität Darmstadt auf eine Professur für Physik angenommen und wird im März 2017 dort beginnen. Regine von Klitzing wurde durch ihre herausragenden Beiträge zur Strukturbildung und Dynamik von Polymeren und kolloidalen Dispersionen in einschränkenden Geometrien bekannt.

Der EPJ E Pierre-Gilles de Gennes Lecture Prize wird von den Mitverlegern des European Physical Journal (EPJ) – der Italian Physical Society (SIF) und den Verlagen EDP Sciences und Springer – unterstützt. Er wird an herausragende Wissenschaftler für ihre Beiträge zum Forschungsbereich der weichen Materie verliehen. Mit dem Preis wurden bereits Sam Safran, Mike Cates, Julia Yeomans und Ludwik Leibler ausgezeichnet.

Das European Physical Journal E veröffentlicht Forschungsartikel, die Fortschritte im Verständnis physikalischer Aspekte der weichen Materie und biologischer Systeme beschreiben. Dazu gehören experimentelle Studien, computergestützte und theoretische Forschungsberichte für interdisziplinäre Fachbereiche, einschließlich der Physik, Chemie, Biologie und Materialwissenschaften.

Die European Physical Journals (www.epj.org) enthalten Artikel zur reinen und angewandten Physik sowie zu angrenzenden interdisziplinären Bereichen, die von Experten begutachtet werden. Die Zeitschriften sind die Fortführung der Acta Physica Hungarica, Anales de Fisica, Czechoslovak Journal of Physics, Fizika A, Il Nuovo Cimento, Journal de Physique, Portugaliae Physica und der Zeitschrift für Physik.

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Foto: Regine von Klitzing |  © Regine von Klitzing

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