Informationen zur VG Wort- Ausschüttung und Verlagsbeteiligung

iStock-507218960 © Franck-Boston / Getty Images / iStock

Schon an die VG Wort gedacht?

Durch eine Meldung Ihres Buches bei der VG Wort haben Sie die Möglichkeit, neben dem mit dem Verlag vereinbarten Honorar eine weitere lohnenswerte Vergütung für die Nutzung Ihres Buches zu erhalten. Der Abschluss eines entsprechenden Wahrnehmungsvertrags mit der VG Wort ist kostenlos und ohne großen Aufwand möglich. Detaillierte Informationen zu der Möglichkeit der Meldung Ihres Buches bei der VG Wort finden Sie unten in unseren diesbezüglichen FAQs.

Sofern Sie Ihr Buch bei der VG Wort melden, möchten wir Sie bitten, im Rahmen der Werkanmeldung der Verlagsbeteiligung zuzustimmen. Die auf Ihr Buch entfallenden Gelder werden dann (vor dem Hintergrund, dass der Verlag durch seine Leistungen dazu beigetragen hat, dass Ihr Buch für entsprechende Ausschüttungen der VG Wort qualifiziert ist) anhand der Regelungen des aktuellen Verteilungsplans der VG Wort zwischen Ihnen und dem Verlag aufgeteilt. Nähere Informationen hierzu können Sie den Fragen 17 ff. der unten stehenden FAQs entnehmen. 

Sofern Sie keinen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort geschlossen haben und einen solchen Vertrag derzeit auch nicht abschließen möchten, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie es dem Verlag mittels des unten verlinkten Abtretungsformulars ermöglichen würden, dass er bei der VG Wort die Auszahlung des Verlagsanteils beantragen kann. Sie selbst behalten dabei die Möglichkeit, durch einen späteren Abschluss eines Wahrnehmungsvertrags den auf Ihr Buch entfallenden Autorenanteil an der VG Wort-Ausschüttung zu erhalten. Nähere Informationen hierzu können Sie den Fragen 19 ff. der unten stehenden FAQs entnehmen.   

Hinweis: Wir sind darum bemüht, auf dieser Seite die für unsere Autoren wichtigsten Informationen zur Meldung von Büchern und Buchbeiträgen bei der VG Wort zusammenzustellen und häufig gestellte Fragen zu beantworten. Um die Darstellung nicht ausufern zu lassen, beschränken sich die Ausführungen zu dieser komplexen Materie auf die wesentlichen Punkte. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dadurch bestimmte Punkte verkürzt oder die für Sie im Einzelfall relevanten Konstellationen gar nicht angesprochen sind. Auch kann trotz aller Bemühungen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität sämtlicher Informationen gegeben werden. Im Zweifelsfall sollten Sie sich anhand der von der VG Wort zur Verfügung gestellten Informationen über die für Sie maßgeblichen Regelungen informieren. Um Ihnen hierbei behilflich zu sein, verweisen wir im Rahmen der unten stehenden FAQs soweit wie möglich auf die entsprechenden Dokumente der
VG Wort.

VG Wort Übersicht

Wichtige Informationsseiten

www.vgwort.deT.O.M. Meldeportal der VG Wort 
Verlagsbeteiligung bei der VG WORTMerkblatt für wiss. Urheber

FAQs zur Meldung von Büchern und Buchbeiträgen bei der VG Wort 

(Stand: 26.10.2020)

1. Was ist die VG Wort?

Die VG WORT ist als Verwertungsgesellschaft ein nicht gewinnorientierter Verein, in dem sich Autoren und Verlage zur gemeinsamen Wahrnehmung bestimmter urheberrechtlicher Ansprüche zusammengeschlossen haben. Die VG WORT ist treuhänderisch tätig und verteilt sämtliche Einnahmen – nach Abzug ihrer eigenen Verwaltungskosten – an die mit ihr vertraglich verbundenen Rechteinhaber.

Weitere Informationen zur Tätigkeit der VG Wort finden Sie auf der Homepage der VG Wort.  

2. Welche Rechte bzw. Ansprüche nimmt die VG Wort wahr?

Die VG Wort ist als Verwertungsgesellschaft in den Bereichen tätig, in denen eine individuelle Rechtewahrnehmung durch die Urheber*innen bzw. den Verlag aus rechtlichen oder praktischen Gründen nicht möglich bzw. nicht sinnvoll ist. So haben Urheber*innen eines Werkes beispielsweise gegen die Hersteller von Geräten und von Speichermedien, die zur Vornahme von privaten Kopien benutzt werden, grundsätzlich einen Anspruch auf Zahlung einer angemessenen Vergütung. Diese Ansprüche würden sich mit vertretbarem Aufwand aber nicht individuell durchsetzen lassen, so dass sie kollektiv von Verwertungsgesellschaften wie der VG Wort wahrgenommen werden. Ein weiteres Beispiel für Einnahmen aus solchen sogenannten „gesetzlichen Vergütungsansprüchen“ sind Gelder, die Bibliotheken dafür an die VG Wort entrichten müssen, dass dort Bücher und Zeitschriften ausgeliehen werden können. Die Höhe der jeweils anfallenden Vergütung ist durch Tarife oder Einzel- und Gesamtverträge der VG WORT mit den Vergütungspflichtigen oder ihren Verbänden (z.B. Industrieverbände, Bibliotheken, Bund und Länder) geregelt.

Im Folgenden finden Sie weitere Informationen zu den Einnahmen und Tarifen der VG Wort.   

3. Wie erfolgt die Ausschüttung der VG Wort für die Printfassung wissenschaftlicher Bücher?

Um an den Ausschüttungen der VG Wort für die Printfassungen wissenschaftlicher Bücher beteiligt zu werden, muss ein Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort abgeschlossen und das entsprechende Buch bei der VG Wort gemeldet werden (siehe Frage 10 für Details zur Meldung). Meldeberechtigt sind Urheber*innen (Autor*innen, Übersetzer*innen und Herausgeber*innen) von wissenschaftlichen und Sach- und Fachtexten. Sind an einem Buch oder einem Beitrag mehrere Autor*innen beteiligt, so kann jede/r Co-Autor*in das betreffende Werk als Miturheber*in melden.

Weitere Informationen finden dazu Sie im Merkblatt der VG Wort für Urheber*innen im wissenschaftlichen Bereich

4. Nimmt die VG Wort auch Rechte für Online-Texte wahr?

Online-Texte (wie z.B. online verfügbare eBooks) werden von Nutzern ebenso wie gedruckte Bücher und Zeitschriften z.B. für private oder Forschungszwecke vervielfältigt (z.B. durch Ausdrucken und Kopieren). Im Rahmen ihres sog. „METIS“-Programms berücksichtigt die VG Wort solche gesetzlich erlaubten Nutzungen und sieht insbesondere für wissenschaftliche, journalistische und belletristische Texte Ausschüttungen vor. Sie vergütet dabei nicht pauschal alle Online-Texte, sondern nur solche, die durch eine Mindestzahl von Aufrufen eine hinreichende Kopierwahrscheinlichkeit haben. Analog zu der Hauptausschüttung für Printpublikationen sollen Autor*innen von Online-Texten und ihre Verlage durch die METIS-Ausschüttung einen Ausgleich für die von Nutzer*innen rechtmäßig erstellten Kopien der betreffenden Texte erhalten. Diese Ausschüttungssummen bestehen unabhängig von denen für Printpublikationen und müssen separat beantragt werden (z.B. wenn ein Buch als Print- und Onlineversion erschienen ist). 
Bei METIS wird zudem die reguläre Ausschüttung von der Sonderausschüttung unterschieden: Bei der regulären METIS-Ausschüttung können nur Urheber*innen teilnehmen, deren Verlag (wie Springer Nature mit seinem Portal „SpringerLink“) am METIS-Zählmarkenverfahren teilnimmt. Demgegenüber kann die METIS-Sonderausschüttung für die Veröffentlichung von Texten auf deutschen Webseiten beantragt werden, auf denen keine Zählmarken eingebaut sind (Details siehe Frage 6 und Frage 10). 
Ausführliche Informationen zu METIS finden Sie im Projekthandbuch „METIS für Urheber“.

5. Welche Kriterien muss ein Online-Text erfüllen, um für die METIS-Ausschüttung berücksichtigt zu werden?

Die reguläre METIS-Ausschüttung kann für Online-Texte beantragt werden, bei denen mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erwartet werden kann, dass sie kopiert werden. Das wird bei allen Texten angenommen, die online verfügbar sind und nicht mit einem technischen Kopierschutz versehen sind. Ein gemeldeter Text muss überdies zusammenhängend sein und im Regelfall aus mindestens 1.800 Zeichen (inklusive Leerzeichen) bestehen. Erfüllt ein Text die o.g. Kriterien, so muss er noch eine Mindestanzahl von Zugriffen durch Nutzer aus Deutschland erreichen. Die Anzahl der Zugriffe wird mit Zählmarken erfasst, die auf den jeweiligen Webseiten eingebaut werden und die Aufrufe zählen. Über die Höhe der Mindestzugriffszahl entscheidet jährlich der Verwaltungsrat der VG Wort. Derzeit liegt sie bei Texten mit bis zu 10.000 Zeichen bei 1.500 Aufrufen im Kalenderjahr. Bei Texten mit mehr als 10.000 Zeichen reduziert sich die Mindestzugriffsschwelle auf 750 Aufrufe. Aufrufe von Texten hinter einer Bezahlschranke werden mit dem Faktor drei multipliziert, so dass dann bei Texten mit mehr als 10.000 Zeichen bereits 250 Aufrufe für eine Ausschüttung ausreichen.

6. Was muss ich tun, um an der METIS-Ausschüttung der VG Wort teilnehmen zu können?

Seit April 2020 sind auf „SpringerLink“ aktuelle Zählmarken implementiert, die die Aufrufe der einzelnen Texte durch die Nutzer erfassen. Auf Grundlage dieser Zählungen kann der Verlag gegenüber der VG Wort alle Texte melden, die auf diesem Portal die Mindestzugriffswerte erreichen (siehe Frage 5) und somit an der Ausschüttung beteiligt werden können. Für die korrekte Zuordnung Ihrer Texte müssen Sie dem Verlag bitte Ihre VG Wort-Karteinummer mitteilen, die Ihnen von der VG Wort im Zuge des Abschlusses Ihres Wahrnehmungsvertrags per Mail geschickt wurde und auch in Ihrem Wahrnehmungsvertrag vermerkt ist. Wenn Sie bisher noch keinen Wahrnehmungsvertrag mit der VG WORT haben, erhalten Sie Ihre Karteinummer per Mail nachdem der postalisch eingesandte Wahrnehmungsvertrag von der VG WORT bearbeitet wurde (siehe Frage 10 zur Meldung und Frage 12 zu den Fristen). Ihre Karteinummer übermitteln Sie dann bitte über folgendes Formular

Die Übermittlung der Karteinummer ist nur für die reguläre METIS-Ausschüttung notwendig, nicht aber für die Sonderausschüttung: diese ist gerade für solche Webseiten vorgesehen, auf denen keine Zählmarken eingebaut sind. Die Sonderausschüttung kann deshalb unabhängig von der Teilnahme des Verlags am METIS-Programm für Online-Texte auf deutschen Webseiten beantragt werden (siehe Frage 10 mit weiteren Informationen zur Meldung). Im Vergleich zur regulären METIS-Ausschüttung sind die Ausschüttungssummen der Sonderausschüttung deutlich geringer und liegen je nach Anzahl der gemeldeten Text wohl nur im niedrigen zweistelligen Bereich.

7. Bin ich als Autor*in verpflichtet, meine Werke bei der VG Wort anzumelden?

Jede/r Autor*in ist frei in der Entscheidung, ob er/sie einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort abschließen bzw. seine/ihre Werke dort melden möchte. Grundsätzlich dürfte dies aber empfehlenswert sein, da man nur so an den Ausschüttungen der VG Wort teilnehmen kann. 

8. Nach welchen Prinzipien schüttet die VG Wort die eingenommenen Gelder an ihre Mitglieder aus und um welche Beträge geht es?

Die Vergütungszahlungen an Urheber*innen und Verlage werden nach den Richtlinien entsprechender Verteilungspläne der VG Wort bestimmt. Der Vorstand und der Verwaltungsrat der VG Wort legen jährlich die konkreten Ausschüttungsquoten fest. Im Printbereich lag der auf Autor*innen entfallende Anteil für eine wissenschaftliche Monografie, die in hinreichendem Maße in deutschen wissenschaftlichen Bibliotheken ausgeliehen wurde, in den letzten Jahren im Regelfall zwischen 700 und 950 Euro. Für weniger oft ausgeliehene Bücher und solche, die nicht einen Mindestumfang von 101 Seiten haben, gelten reduzierte Sätze. Details hierzu lassen sich § 49 des aktuellen Verteilungsplans der VG Wort vom 25.05.2019 entnehmen.

Auch für Online-Texte (METIS) wird die Höhe der Ausschüttungssummen von der VG Wort jährlich neu festgelegt. Anders als im Printbereich handelt es sich hier nicht eine einmalige Zahlung – es erfolgt vielmehr jedes Jahr eine Ausschüttung, sofern in dem betreffenden Jahr die Mindestanzahl von Aufrufen erreicht wurde. Nach den aktuellen Verteilungsquoten erhält ein meldefähiger Text bei der regulären METIS-Ausschüttung eine Mindestausschüttungssumme von 40 EUR. Bei Büchern mit mehr als 250.000 Zeichen und vielen Aufrufen kann die Ausschüttungssumme auch deutlich höher liegen. Im Vergleich zur regulären METIS-Ausschüttung sind die Ausschüttungssummen der Sonderausschüttung deutlich geringer und liegen je nach Anzahl der gemeldeten Texte oft nur im niedrigen zweistelligen Bereich. Nähere Informationen dazu finden Sie in der Quoten-Übersicht der VG Wort.

9. Können auch weitere Auflagen bereits in der Vergangenheit gemeldeter Bücher gemeldet werden?

Neuauflagen von Büchern, für die Sie in der Vergangenheit schon einmal Gelder von der VG Wort ausgeschüttet bekommen haben, können bei der Ausschüttung für wissenschaftliche sowie Fach- und Sachbücher dann gemeldet werden, wenn es sich um eine wesentlich neu bearbeitete Auflage mit mindestens 10% neuem Text handelt. Details können § 49 Ziffer 5 des aktuellen Verteilungsplans der VG Wort entnommen werden.

10. Wie muss gemeldet werden?

Die Meldung von Printpublikationen ist auf den von der VG Wort vorgesehenen Meldeformularen oder online über das von der VG Wort eingerichtete Portal T.O.M. („Texte Online Melden“) vorzunehmen. Für die Teilnahme am METIS-Verfahren ist eine einmalige Registrierung im genannten T.O.M.-Portal erforderlich, welche bis zum 31.12.2020 erfolgen muss, wenn Sie an der Ausschüttung im Jahr 2021 teilnehmen wollen. Hier übernimmt der Verlag die Meldung der von ihm mit entsprechenden Zählmarken versehenen Online-Texte. Sie können dann in Ihrem T.O.M.-Account die Sie betreffenden Meldungen einsehen, für die ausreichend Aufrufe erzielt wurden, und diese dort bestätigen. Wenn Sie an der METIS-Sonderausschüttung teilnehmen möchten, müssen Sie gegenüber der VG Wort selbst die URL angeben, unter der Ihr/e Text/e online veröffentlicht wurde/n.

Hier gelangen Sie zum Online-Meldeportal T.O.M.

Weitere Informationen zur Titelmeldung finden Sie im Merkblatt der VG Wort für Urheber*innen im wissenschaftlichen Bereich, im Projekthandbuch „METIS für Urheber“ sowie in den Hinweisen zur Sonderausschüttung.

11. Benötige ich als Urheber*in einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort?

In den Bereichen Wissenschaft und METIS konnten Urheber*innen lange Zeit auch ohne Abschluss eines umfassenden Wahrnehmungsvertrags Ausschüttungen von der VG Wort beziehen.
Seit dem 01.02.2018 ist nun aber auch in diesen Bereichen der Abschluss eines Wahrnehmungsvertrags erforderlich, um Texte bei der VG Wort melden zu können. Der Abschluss eines Wahrnehmungsvertrags mit der VG Wort ist ohne großen Aufwand mittels einer Onlineregistrierung oder in Papierform möglich. Sie finden alle notwendigen Dokumente auf der Website der VG WORT bzw. im dortigen Registrierungs- und Meldeportal „T.O.M.“. Für die METIS-Ausschüttung reicht es auch aus, wenn Sie bereits einen Wahrnehmungsvertrag mit einer Schwestergesellschaft der VG Wort (Literar Mechana in Österreich und Pro Litteris in der Schweiz) abgeschlossen haben. Zusätzlich müssen Sie sich wie oben in Frage 10 beschrieben im T.O.M.-Portal registrieren, über das die konkreten Meldungen vorgenommen und verwaltet werden. Bitte beachten Sie hinsichtlich des Abschlusses des Wahrnehmungsvertrags und der Titelmeldungen die unter Frage 12 dieser FAQ aufgeführten Fristen.

12. Welche Fristen sind bei der Meldung zu beachten?

Die Teilnahme an den Ausschüttungen der VG Wort im Jahr 2021 setzt voraus, dass Sie spätestens bis zum 31.12.2020 einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort abgeschlossen haben. Dieser kann zwar online ausgefüllt werden, muss aber zusätzlich ausgedruckt und postalisch bis zum 31.12.2020 bei der VG Wort eingegangen sein. Die konkrete Werkanmeldung muss im Printbereich spätestens bis zum 31.01.2021 erfolgen. Bei postalischer Anmeldung ist jeweils das Datum des Posteingangs bei der VG Wort entscheidend. Später eingehende Meldungen können von der VG Wort erst im Folgejahr berücksichtigt werden, soweit nicht Ausschlussfristen entgegenstehen.

Wenn Sie an der METIS-Ausschüttung teilnehmen wollen, so müssen Sie sich (neben dem rechtzeitigen Abschluss des Wahrnehmungsvertrags) bis zum 31.12.2020 einmalig im T.O.M.-Portal registrieren. Die Frist für die konkreten Werkmeldungen für das Jahr 2020 endet am 01.07.2021.

13. Kann ich ein von mir geschaffenes Werk auch noch rückwirkend melden?

Derzeit sind Bücher 3 Jahre, Buch- und Fachzeitschriftenbeiträge sowie Lieferungen dagegen nur 2 Jahre (jeweils das Erscheinungsjahr eingeschlossen) meldefähig. Soweit nicht schon geschehen, können also bis zum 31.01.2021 Bücher der Jahre 2018-2020 und Buchbeiträge, Zeitschriftenbeiträge sowie Lieferungen der Jahre 2019 und 2020 gemeldet werden. 
Bitte beachten Sie aber, dass Werke, die ab dem Jahr 2019 erschienen sind, gem. § 6 Abs. 2 des Verteilungsplans der VG Wort nur dann gemeldet werden können, wenn spätestens im Jahr ihres Erscheinens der Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort abgeschlossen wurde.

Für die METIS-Ausschüttung gilt, dass auch Texte aus früheren Jahren gemeldet werden können, sofern sie in dem Jahr, für das die Meldung erfolgt, die Mindestzugriffsschwelle (siehe oben Frage 5) überschreiten und die sonstigen oben beschriebenen Voraussetzungen für eine Meldung vorliegen. Für die Sonderausschüttung ist nicht entscheidend, wann ein Text online gestellt wurde. Wichtig ist allein, dass der Text im Jahr der Meldung noch online steht.

14. Was muss ich beachten, wenn ich das Werk gemeinsam mit Co-Autor*innen geschaffen habe?

In den Meldeformularen der VG Wort wird abgefragt, ob und ggf. mit wem Sie das betreffende Werk (also Ihr Buch oder Ihren Buchbeitrag) gemeinsam als Miturheber*in geschaffen haben. Bitte geben Sie hier alle Miturheber*innen des von Ihnen gemeldeten Werks an. Die betreffenden Gelder werden dann von der VG Wort anteilig ausgeschüttet.

15. Wann erfolgen die Ausschüttungen der VG Wort?

Die Hauptausschüttung der Abteilung Wissenschaft erfolgt Ende Juni/Anfang Juli eines jeden Jahres. Die METIS-Ausschüttung für Online-Texte erfolgt im September/Oktober eines jeden Jahres.

16. Muss ich die Gelder, die ich von der VG Wort bekomme, versteuern?

Die Zahlungen der VG WORT an Urheber*innen und Verlage sind steuerpflichtig. Die Empfänger von Ausschüttungsbeträgen sind dazu verpflichtet, diese im Rahmen der Steuererklärung ordnungsgemäß anzugeben. Weitere Informationen können der Übersicht der VG Wort zur Versteuerung der Ausschüttungsbeträge sowie dem "Merkblatt Umsatzsteuer" entnommen werden.

17. Was hat sich in Bezug auf die Verlagsbeteiligung an den VG Wort-Ausschüttungen geändert?

Jahrzehntelang hat die VG Wort die Einnahmen aus gesetzlichen Vergütungsansprüchen sowohl an Autor*innen als auch an Verlage verteilt. Aufgrund einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2016 stehen die gesetzlichen Vergütungsansprüche jedoch zurzeit grundsätzlich nur noch den Autor*innen zu. Der Verlagsanteil wird den Autor*innen also neben dem Autorenanteil noch zusätzlich ausgeschüttet. Verlage können diesen Verlagsanteil an den Ausschüttungen aber dann erhalten, wenn der/die Autor*in nach Veröffentlichung des Werkes sein/ihr Einverständnis mit einer solchen Beteiligung erklärt.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in dem Merkblatt „Verlagsbeteiligung bei der VG Wort – Hinweise für Urheber“ der VG Wort.

18. In welcher Form kann ich, wenn ich ein Vertragsverhältnis zur VG Wort habe, mein Einverständnis mit der Verlagsbeteiligung an den VG Wort-Ausschüttungen erklären?

Wenn Sie einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort geschlossen haben, können Sie Ihre Zustimmung zur Verlagsbeteiligung nur gegenüber der VG Wort erteilen. Die VG Wort bietet dazu die Möglichkeit an, dass Sie im Rahmen von neuen Werkmeldungen auswählen, ob Sie den Verlag an den Vergütungen für das jeweilige Werk beteiligen möchten oder nicht.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in dem Merkblatt „Verlagsbeteiligung bei der VG Wort – Hinweise für Urheber“ der VG Wort.

19. In welcher Form kann ich, wenn ich kein Vertragsverhältnis zur VG Wort habe, mein Einverständnis mit der Verlagsbeteiligung an den VG Wort-Ausschüttungen erklären?

Wenn Sie bislang in keinem vertraglichen Verhältnis zur VG Wort oder einer anderen (aVerwertungsgesellschaftusländischen) für Sprachwerke (z.B. Literar Mechana, Pro Litteris) stehen, und auch nicht planen, einen solchen Vertrag zeitnah abzuschließen, können Sie Ihr Einverständnis mit der Verlagsbeteiligung an den VG Wort-Ausschüttungen dadurch erklären, dass Sie die von der VG Wort entworfene und ganz unten auf dieser Seite abrufbare Abtretungsvereinbarung unterzeichnen und spätestens bis zum 20.01.2021 als Scan an rueckmeldung-vgwort@springernature.com oder postalisch an Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Rückmeldung VG Wort, Abraham-Lincoln-Straße 46, 65189 Wiesbaden schicken. Aufgrund dieser Abtretung kann der Verlag eine Anmeldung des Werkes bei der VG Wort vornehmen und hierfür den im Verteilungsplan der VG Wort vorgesehenen Verlagsanteil erhalten.
Sie selbst behalten dabei die Möglichkeit, unter den im Verteilungsplan der VG Wort geregelten Voraussetzungen eine Ausschüttung des vorgesehenen Urheberanteils zu erhalten. 
Bitte beachten Sie, dass Sie diesen Urheberanteil gem. § 6 Abs. 2 des Verteilungsplans der VG Wort nur für solche Werke erhalten können, die ab dem Jahr erschienen sind, in dem Sie einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort abgeschlossen haben.  

Weitere Informationen hierzu finden Sie in dem Merkblatt „Verlagsbeteiligung bei der VG Wort – Hinweise für Urheber“ der VG Wort.

20. Was sind die Folgen der Zustimmung bzw. Nicht-Zustimmung zu der Verlagsbeteiligung?

Wenn Sie gegenüber der VG Wort Ihre Zustimmung zur Verlagsbeteiligung erteilen, so teilt die VG Wort den auf Ihr Werk entfallenden Ausschüttungsbetrag zwischen Ihnen und dem Verlag auf. Es erhalten dann also beide Parteien eine Auszahlung. Das genaue Aufteilungsverhältnis von Urheber- und Verlagsanteil ist im Verteilungsplan der VG Wort in seiner jeweils aktuellen Fassung festgelegt. Im Bereich wissenschaftlicher Printpublikationen wird der auf das Werk entfallende Gesamtbetrag bei Vorliegen einer solchen Zustimmung hälftig zwischen Urheber*innen und Verlag geteilt. Bei Online-Texten erhalten Sie aktuell 70% der Ausschüttungssumme bei frei im Internet zugänglichen Texten und 60% bei Texten, die hinter einer Bezahlschranke stehen. Stimmen Sie der Verlagsbeteiligung nicht zu oder äußern Sie sich dazu nicht, schüttet die VG Wort den auf das Werk entfallenden Gesamtbetrag ausschließlich und in voller Höhe an Sie aus.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in dem Merkblatt „Verlagsbeteiligung bei der VG Wort – Hinweise für Urheber“ der VG Wort.

21. Kann ich der Verlagsbeteiligung auch noch nachträglich zustimmen?

Wenn Sie Ihre Meldung für die Hauptausschüttung 2021 bereits abgegeben haben, können Sie einer Verlagsbeteiligung auch im Nachhinein noch zustimmen. Dazu können Sie im Portal „T.O.M.“ die gemeldeten Werke unter dem Menüpunkt „Recherche in eigenen Meldungen“ einsehen und dann für jedes Werk individuell auswählen, ob Sie einer Verlagsbeteiligung zustimmen. Wenn Sie bislang noch nicht für „T.O.M.“ registriert sind, können Sie Ihre nachträgliche Zustimmung für Printpublikationen auch mittels des Papierformulars „Nachträgliche Zustimmung zur Verlagsbeteiligung“ erklären (hier abrufbar, ganz oben unter „Zustimmung zur Verlagsbeteiligung“). Frist für die Abgabe Ihrer Zustimmungserklärung bei der VG Wort ist der 31.01.2021.

22. Was sind die Folgen einer Abtretung der urheberrechtlichen Vergütungsansprüche an den Verlag?

Wenn Sie keinen Vertrag mit der VG Wort oder einer anderen (ausländischen) Verwertungsgesellschaft für Sprachwerke (z.B. Literar Mechana oder Pro Litteris) abgeschlossen haben, können Sie - wie oben unter Frage 20 dargestellt - dem Verlag die Geltendmachung des „Verlagsanteils“ an Ihren meldefähigen Werken ermöglichen, in dem Sie ihm mittels der unten abrufbaren (von der VG Wort formulierten) Abtretungsvereinbarung die urheberrechtlichen Vergütungsansprüche an den betreffenden Werken abtreten. Folge einer solchen Abtretung ist nicht, dass Sie damit selbst keine Meldungen mehr gegenüber der VG Wort vornehmen können. Sie behalten vielmehr die Möglichkeit, sich trotz dieser Abtretung ebenfalls an die VG Wort zu wenden, einen Wahrnehmungsvertrag abzuschließen und unter den im Verteilungsplan der VG Wort geregelten Voraussetzungen eine Ausschüttung des vorgesehenen Urheberanteils zu erhalten.

23. Wie finde ich den richtigen Ansprechpartner bei der VG Wort für eventuelle weitere Fragen?

Die VG Wort hat auf Ihrer Homepage diverse Kontaktmöglichkeiten aufgeführt. Konkrete Fragen können insbesondere per Kontaktformular oder per Telefon gestellt werden. Hier werden spezifische Telefonnummern aufgelistet, so dass Sie gleich beim richtigen Ansprechpartner landen. 


Dokumente zur Verlagsbeteiligung

Wenn Sie in keinem Vertragsverhältnis zur VG Wort oder einer anderen (ausländischen) Verwertungsgesellschaft für Sprachwerke (z.B. Literar Mechana oder Pro Litteris) stehen, dem Verlag aber die Geltendmachung des Verlagsanteils ermöglichen wollen, möchten wir Sie bitten, die unten abrufbare Abtretungsvereinbarung samt Anlage auszufüllen und spätestens bis zum 20.01.2021 als Scan an rueckmeldung-vgwort@springernature.com

oder postalisch an

Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH,

Rückmeldung VG Wort,

Abraham-Lincoln-Straße 46,

65189 Wiesbaden

zu schicken.

Bitte verwenden Sie hierfür das Formular derjenigen Springer-Gesellschaft, mit der Sie Ihren Verlagsvertrag geschlossen haben (Autoren der Springer-Verlag GmbH also das Formular der Springer-Verlag GmbH; Autoren der Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH das Formular der Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, usw.). Sofern für Ihre Unterlagen notwendig, möchten wir Sie bitten, eine Kopie der von Ihnen unterzeichneten Abtretungsvereinbarung herzustellen, da wir das von uns gegengezeichnete Original bei uns behalten müssen, um es gegebenenfalls der VG Wort vorlegen zu können.

Formulare nach Vertragspartnern