Psychoanalysen, die ihre Zeit brauchen

Zwölf klinische Darstellungen

Editors: Henseler, Heinz, Wegner, Peter (Hrsg.)

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  • ISBN 978-3-663-12331-6
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About this book

Wieviel Zeit brauchen Psychoanalysen bzw. analytische Psychotherapien? Diese Frage ist mit wenigen Worten nicht zu beantworten. Sicher ist nur, daß der Zeitbe­ darf für psychotherapeutische Behandlungen von Patient zu Patient unterschied­ lich ist. Das Spektrum psychoanalytisch orientierter Einzeltherapien reicht von Krisen­ interventionen und Beratungen (wenige Stunden) über Fokaltherapien bzw. Kurz­ zeitpsychotherapien (etwa 25 Stunden), tiefenpsychologisch fundierte Psychothe­ rapien (50 - 100 Stunden), bis zu analytischen Psychotherapien, die über mehrere Jahre dauern können. Wie die Indikation für die dem jeweiligen Patienten angemessene Therapie­ form gestellt wird, hängt einerseits vom Patienten ab: von Art und Ausmaß seiner pathogenen Konflikte und ihrer Verarbeitung, natürlich auch von seinen äußeren Lebensumständen. Die Indikation ist aber auch vom Therapeuten abhängig: von seiner theoretischen Ausrichtung, seinen persönlichen Erfahrungen und Möglich­ keiten sowie seiner Fähigkeit und Bereitschaft, sich u.U. auch auf langdauernde und emotional belastende Behandlungen einzulassen. Zu den äußeren Bedingungen der Indikationsstellung, der Einschätzung der Prognose und der Dauer analytischer Psychotherapien gehören in Deutschland in der Regel auch die Psychotherapie-Richtlinien der gesetzlichen Krankenversiche­ rungen. Die Richtlinien haben für analytische Psychotherapien eine prinzipiell flexible, in der Praxis aber rigide gehandhabte Obergrenze von 300 Stunden fest­ gelegt. Diese Obergrenze wurde von vielen Psychotherapeuten seit Einführung der Psychotherapie in die kassenärztliche Versorgung 1967 auch dadurch respektiert, daß sie ihre Indikationsstellungen und ihre Behandlungen an ihr orientierten.

About the authors

Prof. Dr. med. Heinz Henseler, Psychoanalytiker (DVP/IVP), ist Leiter der Abteilung für Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychosomatik an der Universität Tübingen. Dr. rer. soz. Peter Wegner, Psychoanalytiker (DVP/IVP), arbeitet selbständig in privater Praxis in Tübingen.

Table of contents (13 chapters)

Table of contents (13 chapters)
  • Schweigen und Zeitlosigkeit. Die Psychoanalyse einer depressiven Patientin

    Pages 13-29

    Henseler, Heinz (et al.)

  • Wie ist denn eine Frau? Zur Psychoanalyse einer Identitätsstörung

    Pages 30-42

    Henseler, Heinz (et al.)

  • Wenn Heilung kränkt. Zur Psychoanalyse einer Herzneurose

    Pages 43-60

    Henseler, Heinz (et al.)

  • Es gibt ein Loch in meinem Leben! Zur Psychoanalyse einer Frau mit psychosomatischen Beschwerden

    Pages 61-78

    Henseler, Heinz (et al.)

  • Muß ich denn töten, um lebendig zu werden? Die psychoanalytische Behandlung eines narzißtisch gestörten Mannes

    Pages 79-91

    Henseler, Heinz (et al.)

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Bibliographic Information

Bibliographic Information
Book Title
Psychoanalysen, die ihre Zeit brauchen
Book Subtitle
Zwölf klinische Darstellungen
Editors
  • Heinz Henseler
  • Peter Wegner
Copyright
1993
Publisher
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Copyright Holder
VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden
eBook ISBN
978-3-663-12331-6
DOI
10.1007/978-3-663-12331-6
Edition Number
2
Number of Pages
238
Topics