Call for Exposés - Deadline verlängert: 11. Juli 2021

Heft 2/ 2022: Primar- und Elementarbildung im 
internationalen Vergleich

Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Zeitschrift für Grundschulforschung - Journal for Primary Education Research (Double-Blind Peer Review) befasst sich in Heft 2/2022 (Herbst-Ausgabe 2022) mit dem Thema:

Primar- und Elementarbildung im internationalen Vergleich / International Perspectives on Primary Education

International vergleichende Perspektiven auf die Primar- und Elementarbildung in Schulen und Kindergärten sind in den letzten Jahren durch vielseitige Entwicklungen verstärkt in den Fokus des erziehungswissenschaftlichen Interessens gerückt. Zurückzuführen ist dies u.a. auf das vermehrte Aufkommen von internationalen Schulleistungsstudien und eine erhöhte Aufmerksamkeit für international geteilte Herausforderungen – wie gegenwärtig die Gestaltung inklusiver Lernsettings oder die Bewältigung digitalen Lernens in Zeiten der Covid-19 Pandemie. 

Eine international vergleichende Perspektive geht mit einem gesteigerten Bewusstsein für die strukturellen, institutionellen, curricularen, professionellen Spezifika der Primar- und Elementarbildung der jeweiligen Nationen bzw. Untersuchungsräume einher. Diese spiegeln sich u.a. wider in Fragen der historischen Entwicklung, der vorhandenen Steuerungsmechanismen und deren Effekte auf Varianten an institutionell wie außerinstitutionell ablaufenden Bildungs- und Erziehungsprozessen im Primar- und Elementarbereich. In Deutschland gehört etwa die föderalistische Organisationsstruktur des Bildungssektors ebenso zu den nationalen Spezifika wie die professionelle, strukturelle, institutionelle und curriculare Differenz der Grundschule zum Kindergarten wie zu den weiterführenden Schulen. 

Die Aufmerksamkeit für derartige Spezifika bildet die Grundlage für ein großes Erkenntnispotenzial vergleichender Studien, die in der Lage sind, nationale Wissensbestände über Bildung und Erziehung im Primar- und Elementarbereich zu relativieren, zu pointieren sowie zu kontextualisieren. Über Fragen nach Parallelen und Differenzen, nach Konvergenzen und Divergenzen, nach gleichzeitigen und ungleichzeitigen Entwicklungen sowie nach transkulturellen wie transnationalen Effekten eröffnen sich international geteilte, neue Forschungszusammenhänge, um national gebundene Erkenntnisse unter veränderter Perspektive zu verstehen und einzuordnen. Forschungsmethodisch sind hierfür vielseitige Zugriffe möglich, die jedoch allesamt vergleichend angelegt und verstärkt mit internationalen Standards der Erkenntnisgewinnung und -interpretation kompatibel sein sollen.  

Mögliche Beiträge für das Themenheft bewegen sich in einem breiten Spektrum. Sie können neben synchron-vergleichenden Erkenntnisinteressen auch diachron-vergleichende Aspekte enthalten und auf jeweils unterschiedliche geographische, regionale, nationale, soziale und kulturelle Räume und Zeiten bezogen sein.  Mögliche Beispiele für Forschungsfragen sind:

-    Vergleich der Professionalisierungsprozesse und -standards des Pädagogischen Fachpersonals in der Primar- und Elementarbildung 
-    Vergleich der in den Bereich der Elementar- und Primarbildung aus verschiedenen Perspektiven involvierten Akteure (inklusive Eltern und Kindern), ihrer Positionen, Allianzen und ihrer Erwartungen/Vorstellungs- und Handlungsmuster 
-    Vergleich der individuell wie kollektiv adressierten Lehr- und Lernstile, -routinen und Lernsettings der Elementar- und Primarbildung in institutionalisierten und nicht institutionalisierten Räumen
-    Vergleich der Bildungs-, Lern-, Förder- und Diagnoseinstrumente und -medien in der Primar- und Elementarbildung
-    Vergleich von Effekten auf Seite der Lernenden 
-    Vergleich kursierender historischer und/ oder aktueller Reflexionsmuster und -formen sowie Diskurslogiken in der Primar- und Elementarbildung einschließlich der dadurch erzeugten Wissensbestände, etwa über Kinder, Eltern oder Effekte von Lernen und Bildung
-    Vergleich der präferierten Fragestellungen, Forschungsformate- und -methoden sowie thematischen Forschungsschwerpunkte im Bereich von Bildung und Erziehung

Im Themenheft der Zeitschrift für Grundschulforschung sollen relevante Studien zu dieser Thematik gebündelt und veröffentlicht werden. Insbesondere in dieser geplanten Ausgabe ist die Einreichung englischsprachiger Artikel willkommen. Neben Forschungsbeiträgen sind auch Überblicks- sowie Diskussionsbeiträge zur Thematik vorgesehen. In jeder Heftnummer werden neben themenspezifischen Beiträgen auch themenungebundene Beiträge veröffentlicht, sofern diese für den Elementar- und Primarbereich relevant sind.

Es würde uns sehr freuen, wenn Sie sich an dieser Ausgabe mit einem Beitrag beteiligen würden. Dieser muss bis zum 31.10.2021 an die Redaktion übermittelt werden und würde dann ein Double-Blind Peer-Review-Verfahren durchlaufen. 

Sofern Sie einen Beitrag zur Heftnummer einreichen wollen, bitten wir Sie, bis zum 11.07.2021 ein kurzes Exposé im Editorial Manager hochzuladen. Dieses Exposé dient als Entscheidungsgrundlage für die weiteren Heftplanungen seitens des HerausgeberInnen-Kreises.

Mit freundlichen Grüßen
im Namen der HerausgeberInnen
Prof. Dr. Georg Breidenstein
Prof. Dr. Margarete Götz
Prof. Dr. Michaela Vogt

Den Call for Exposés können Sie hier herunterladen.