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Springer Vieweg - Maschinenbau - Roloff Matek | Roloff Matek Maschinenelemente Journals, Academic Books & Online Media

Fragen zum Kapitel 14

Frage 14.1 

Wie lassen sich Wälzlager bezüglich der Bauform der Wälzkörper einteilen? - Lösungshinweise s. Lehrbuch Abschn. 14.1.4.

Antwort zur Frage 14.1 

Bezüglich der Form der Wälzkörper werden Wälzlager in Kugellager, Zylinderrollenlager, Kegelrollenlager, Tonnenlager, Pendelrollenlager und Nadellager eingeteilt.

Frage 14.2 

Welche strukturellen Merkmale können für die Wahl der Lagerart maßgebend sein? - Lösungshinweise s. Lehrbuch Abschn. 14.1.

Antwort zur Frage 14.2 

Für die Wahl der Lagerart können die Größe der Belastung, Belastungsrichtung, kombinierte Belastungen, Schiefstellung, Genauigkeit, Drehzahgrenzen, Steifigkeit, geräuscharmer Lauf, Umlaufverhältnisse, axiale Verschiebbarkeit und Montageeigenschaften von Bedeutung sein.

Frage 14.3 

Der Aufbau einer Wälzlagerbezeichnung ist zu erläutern. - Lösungshinweise s. Lehr-buch Abschn. 14.1.4-5.

Antwort zur Frage 14.3 

Die vollständige Bezeichnung besteht aus dem jeweiligen Basiszeichen, welches noch durch Vorsetz-, Nachsetz- und Ergänzungszeichen erweitert wird. Das Basiszeichen setzt sich aus dem Kennzeichen für die Lagerart, der Maßreihenbezeichnung und der Bohrungskennzahl zusammen. Vorsetzzeichen dienen zur Kennzeichnung von Lagerteilen. Nachsetzzeichen kennzeichnen besondere Ausführungen hinsichtlich der äußeren Form, des Käfigs, der Wärmebehandlung, usw. Mit Ergänzungszeichen werden Festlegungen über die Produktion hinaus getroffen.

Frage 14.4 

Was versteht man unter statischer und was unter dymamischer Tragzahl eines Wäl-lagers? - Lösungshinweise s. Lehrbuch Abschn. 14.3.1 und 14.3.2.

Antwort zur Frage 14.4 

Die dynamische Tragzahl C gibt diejenige Lagerbelastung an, bei der sich - bei 90 % Überlebenswahrscheinlichkeit - eine rechnerische Lebensdauer von 106 Umdrehungen ergibt (ISO 281). - Die statische Tragzahl C0 ist diejenige Lagerbelastung, die einer errechneten Beanspruchung im Mittelpunkt der am höchsten belasteten Berührstelle zwischen Wälzkörper und Laufbahn von 4600 N/mm2 (bei Pendelkugellagern), 4200 N/mm2 (bei allen anderen Kugellagern) und 4000 N/mm2 (bei allen Rollenlagern) entspricht (ISO 76). Bei diesen Beanspruchungen an den Berührstellen tritt eine bleibende Gesamtverformung von Wälzkörper und Laufbahn auf, die etwa dem 0,0001-fachen des Wälzkörperdurchmessers entspricht.

Frage 14.5 

Nennen Sie die Aufgaben, die ein Festlager bzw. ein Loslager zu erfüllen haben. - Lösungshinweise s. Lehrbuch Abschn. 14.2.1.

Antwort zur Frage 14.5 

Bei der Festlager-Loslager-Anordnung hat das Festlager die Aufgabe, die Welle in beiden Richtungen axial zu führen, das Loslager hingegen muss die axiale Wärmedehnung ausgleichen.

Frage 14.6 

Möglichkeiten der Befestigung des Innenrings auf der Welle und des Außenrings im Gehäuse sind darzustellen. - Lösungshinweise s. Lehrbuch Abschn. 14.2.3-2.

Antwort zur Frage 14.6 

Möglichkeiten der Befestigung im Gehäuse sind: Deckel, Gewindering, Gehäuseschulter, Abstandshülse, Sicherungsring. Möglichkeiten der Befestigung auf der Welle sind: Sicherungsring, Wellenmutter, Abstandshülse, Abstandsrings, Übermaßpassung, Spannhülse, Scheibe mit Zentralschraube am Wellenende.

Frage 14.7 

Der Begriff äquivalente Lagerbeanspruchung ist zu erläutern. - Lösungshinweise s. Lehrbuch Abschn. 14.3.1.-2 und 14.3.2-3.

Antwort zur Frage 14.7 

Die äquivalente Lagerbelastung ist die gedachte, in Größe und Richtung konstante Radialbelastung (bei Radiallagern) bzw. Axialbelastung (bei Axiallagern), die den gleichen Einfluss auf die Lebensdauer hat wie die tatsächlich wirkende Belastung.

Frage 14.8 

Was wird unter den Begriffen Punktbelastung und Umfangsbelastung verstanden? Wann treten diese Belastungen bei Wälzlagern auf? - Lösungshinweise s. Lehrbuch Abschn. 14.2.3.

Antwort zur Frage 14.8 

Steht der betrachtete Ring des Wälzlagers relativ zur Richtung der Radiallast still, so ist ein bestimmter Punkt des Ringumfangs immer der Höchstbelastung ausgesetzt. Der Ring erhält Punktlast.- Läuft der betrachtete Wälzlagerring relativ zur Richtung der Radiallast um, so ist der gesamte Umfang des Rings bei jeder Umdrehung der Höchstlast ausgesetzt. Dieser Ring erhält Umfangslast.

Frage 14.9 

Was besagen die in den Lagertabellen angegebenen Bezugsdrehzahlen? - Lösungshinweise s. Lehrbuch Abschn. 14.3.6.

Antwort zur Frage 14.9 

Bezugsdrehzahlen lassen die relative Drehzahleignung der Lager erkennen. Die Bezugsdrehzahl wird so festgelegt, dass bei einer bestimmten Belastung und bei erhöhter Lagertemperatur sich ein Wärmegleichgewicht einstellt. Die Werte werden bei sorgfältigem Einbau mit Lagern der Normaltoleranz und normaler Ausführung erreicht. Bei Betriebsdrehzahlen über der „Drehzahlgrenze“ muss die Lagerluft vergrößert und außer Schmierung und Kühlung meist auch die Käfigkonstruktion verbessert werden.

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