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Philosophy - Philosophical Traditions | Grenzprobleme der Phänomenologie - Analysen des Unbewusstseins und der Instinkte. Metaphysik.

Grenzprobleme der Phänomenologie

Analysen des Unbewusstseins und der Instinkte. Metaphysik. Späte Ethik (Texte aus dem Nachlass 1908 – 1937)

Husserl, Edmund

Sowa, Rochus, Vongehr, Thomas (Hrsg.)

2014, CXV, 665 S. 5 Abb.

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  • Bietet alle zentralen Texte zur Ethik, die Husserl zwischen 1917 und 1937 verfasste, darunter die wichtigen Manuskripte zur Liebesethik und zur Ethik des individuellen Rufs
  • Bietet eine repräsentative Auswahl von Forschungsmanuskripten zu den Grenzphänomenen Geburt, Schlaf und Tod
  • Bietet wichtige Texte zu Husserls Metaphysik: zur Monadologie, zur Teleologie der Welt und zur philosophischen Theologie
  • Bietet die zentralen Texte Husserls zu einer Phänomenologie der Triebe und Instinkte

Der vorliegende Band versammelt Forschungsmanuskripte Husserls zu vier miteinander zusammenhängenden Themenbereichen. Die Manuskripte der ersten beiden Themenbereiche bieten phänomenologische Analysen zu den Phänomenen des Unbewusstseins und zu den damit verbundenen Problemen von Geburt, Schlaf und Tod und führen wie die anschließenden Instinktanalysen an die Grenzen der Phänomenologie als einer deskriptiven Wissenschaft. In diesen Manuskripten finden sich wesentliche Stücke einer phänomenologischen Fundierung der Husserl’schen Metaphysik, die in den Manuskripten des dritten Themenbereichs als eine spekulative Monadologie, Teleologie und Theologie in Ansätzen entfaltet wird. Die vierte und größte Textgruppe des Bandes dokumentiert in einer repräsentativen Textauswahl Husserls ethische Reflexionen der Freiburger Jahre, in denen Husserl von seiner frühen, unter dem Einfluss Brentanos stehenden Göttinger Ethik abrückt und insbesondere unter dem Einfluss Fichtes eine Ethik entwickelt, die in eins Individualethik, Sozialethik und Menschheitsethik ist. Für diese Ethik ist ein erweiterter Begriff von praktischer Vernunft kennzeichnend. Vernünftig und damit geboten sind nun nicht mehr einzelne Handlungen, die das Beste des in einer Situation Erreichbaren realisieren, sondern geboten ist nun eine absolut gerechtfertigte Gestaltung des je eigenen individuellen Lebens sowie eine vernünftige Gestaltung des Lebens der nationalen und übernationalen Gemeinschaften in Richtung auf das Ideal einer Liebesgemeinschaft gegenseitiger Fürsorge. Angesichts der Irrationalität im Leben des Einzelnen und in der Geschichte der Menschheit drängen sich Husserl Fragen nach dem Wert und der Möglichkeit ethischen Handelns überhaupt auf. In diesem Zusammenhang rücken das Phänomen der Liebe als Quelle bindender Werte und als Motiv ethischen Handelns sowie das Phänomen des individuellen Rufs zu einer Lebensaufgabe ins Zentrum von Husserls späten ethischen Reflexionen.

Content Level » Research

Stichwörter » Ethik des Rufes - Grenzen der transzendentalen Phänomenologie - Liebesethik - Metaphysik der Monaden - Phänomenologie der Instinkte und Triebe - Phänomenologie des Schlafs - Phänomenologie des Unbewussten - philosophische Theologie - phänomenologische Metaphysik von Geburt und Tod - teleologische Interpretation der Welt

Verwandte Fachbereiche » Ethik - Philosophical Traditions - Philosophie - Religionswissenschaft

Inhaltsverzeichnis 

I. PHÄNOMENOLOGIE DES UNBEWUSSTSEINS UND DIE GRENZPROBLEME VON GEBURT, SCHLAF UND TOD. - 1. Geburt und Tod als Weltvorkommnisse und in ihrer transzendentalen Bedeutung für die Konstitution einer Welt.- 2. Affektivität im Allgemeinen und in Bezug auf Wachheit und Schlaf.- 3. Aktintentionalität im Modus der Wachheit und im Modus der Versunkenheit.- 4. DieWelt des Menschen in ihrer Konstituiertheit aus Kritik und Praxis und in ihrer Bezogenheit auf Wachen und Schlafen - II. PHÄNOMENOLOGIE DER INSTINKTE.- 5. Instinktives Tun.- 6. Triebe und Instinkte. Das personale Leben in Selbst- und Gattungserhaltung.- 7. Instinkt und Instinkterfüllung. Handlung des entwickelten Menschen im Instinkt.- 8. Zur Lehre von den Instinkten.- 9. Hemmung von Trieben. Zurückgedrängtes Begehren, Entsagung und echte Askese.- III. METAPHYSIK: MONADOLOGIE, TELEOLOGIE UND PHILOSOPHISCHE THEOLOGIE.- 10. Monadologie.- 11. Teleologie, Gott, Möglichkeit eines All-Bewusstseins. Transzendentalphänomenologischfundierte Metaphysik und Teleologie.- 12. Der Vernunftglaube. Gott und das Ich der transzendentalen Apperzeption.- 13. Spannung zwischen der natürlichen Evidenz des doxischen, axiologischen und praktisch-religiösen Bewusstseins und der „wissenschaftlichen“ Evidenz. - 14. Rein wissenschaftliche, rein rationale Theologie (aus natürlichem Licht) und Theologie aus irrationalen Gründen (aus übernatürlichem Licht, Offenbarung).- 15. Die natürliche Entwicklung der Weltauffassungen. Weg zur teleologischen Weltauffassung.- 16. Metaphysik. Echtes Menschentum als absolutes Ideal der transzendentalen Intersubjektivität. Approximation gegen dieses universale Ideal.- 17. Enthüllungsgang der universalen Teleologie als Gang der gesamten Konstitution von den Anfängen an.- 18. Religiöse Teleologie und Teleologie der Vernunft. Schwinden der religiös vermittelten Bodenständigkeit und der Aufstieg naturwissenschaftlicher Weltbetrachtung in der Neuzeit. Neue Bodenständigkeit durch Existenzphilosophie und eine neue Metaphysik.- 19. Absolute Teleologie. - 20. Philosophie und Theologie: ihr Verhältnis als philosophisches Problem.- IV. REFLEXIONEN ZUR ETHIK AUS DEN FREIBURGER JAHREN.- 21. Autonomie und Heteronomie in der theoretischen, der praktischen und der religiösen Sphäre.- 22. Tugend.- 23. Begriff der Pflicht.- 24. Wert des Lebens. Wert der Welt. Sittlichkeit (Tugend) und Glückseligkeit.- 25. Wertentscheidungen und der Ruf, der an das Ich ergeht. Wertkonflikte und Wertaufopferung. - 26. Die Natur als Sphäre theoretischer und praktischer Selbsterhaltung. Ethische Selbsterhaltung angesichts absoluter Sollens Forderungen. - 27. Das absolut Gesollte in der Entwicklung der Menschheit und im Leben des Einzelnen. Der neue kategorische Imperativ. 28. Individueller Ruf zum Leben in personaler Echtheit. Echtes Leben als Leben in der Liebe, im absoluten Sollen.- 29. Gibt es eine consolatio philosophiae? Memento mori. Schicksal.- 30. Die praktischen Ideale der Vernunft und die personalen Liebeswerte. Die Vernunft – die Wissenschaft. Die Vernunft und die Moral – Vernunft und Metaphysik.- 31. Transzendentale Besinnung auf das Ganze des menschlichen Daseins und die in ihm liegende Teleologie.- 32. Ethik. Universale Kunstlehre. Selbstdressur. Totale Selbstverantwortung und das absolut Gesollte. Entscheidung für den Lebensberuf eines echten Daseins. Die Norm, in ethischem Ernst zu leben.- 33. Personale Werte und Sachwerte.- 34. Universale ethische Besinnung auf Menschheit und Welt.- 35. Das Ideal eines echten personalen Daseins, eines Lebens in totaler echter Befriedigung.-  36. Äußerste Situation – Einbruch der völligen Hoffnungslosigkeit zur Ermöglichung einer Existenz – Existenzangst – nachher dumpfe Verzweiflung, Lähmung.- 37. Universale praktische Besinnung auf das menschliche Leben in seinem Absehen auf Glück und dauernde Lebensbefriedigung. TEXTKRITISCHER ANHANG.

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