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Philosophy - Philosophical Traditions | Transzendentale Genesis des Bewusstseins und der Erkenntnis - Studie zum Konstitutionsprozess

Transzendentale Genesis des Bewusstseins und der Erkenntnis

Studie zum Konstitutionsprozess in der Phänomenologie von Edmund Husserl durch wertende und synthetische Bewusstseinsleistungen

Reihe: Phaenomenologica, Band 210

Montagova, Kristina

2013, XIV, 250 S.

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  • Veranschaulicht durch die genaue Aufschlüsselung des Erlebens anhand von alltäglichen Beispielen die komplexen Strukturen, die unserem Bewusstsein zugrunde liegen
  • Bietet dem Leser eine neue Sicht auf das Erleben als Sphäre vielfältiger synthetisierender und fühlend-wertender Aktivität
  • Ermöglicht in einem Gesamtblick auf Husserls Werk, erstmals seine späte genetische Phänomenologie als Modifikation zu seinen frühen philosophischen Fragestellungen zu sehen ​

Die alltägliche Erfahrung jedes einzelnen Menschen ist der Ausgangspunkt von Edmund Husserls genetischer Phänomenologie. Anhand dieser Erfahrung kann das Bewusstseinsleben als solches analysiert werden. Die vorliegende Arbeit baut auf der präzisen Erforschung der Strukturen von Bewusstsein und Erkenntnis auf, die sich auf der vorapperzeptiven und vorprädikativ apperzeptiven Ebene konstituieren. Dabei zeigt sich, dass bestimmte Aktivitäten des Bewusstseins Vorstufen höherer Aktivitäten sind. Zwei dieser grundlegenden Aktivitäten analysiert die Autorin eingehend: die synthetische und die fühlend-wertende. Aus dieser Untersuchung geht ein neues Verständnis der Intentionalität und Sinngebung hervor, die einerseits eine vereinheitlichende Richtung, andererseits einen fühlend-wertenden Bezug herstellen. Dass damit auch eine Zweiseitigkeit der Bewusstseinskonstitution einher geht, ist das Ergebnis dieser hervorragenden Forschungsarbeit. In ihren Ausführungen zeigt die Autorin auch deutlich, dass die scheinbaren Brüche der phänomenologischen Methodik Husserls nur vor dem Hintergrund des Ringens um bessere Lösungen bestimmter Probleme zu verstehen sind. Viele Resultate aus dem Spätwerk Husserls lassen sich so als Modifikationen von Ansätzen erkennen, die schon in den Logischen Untersuchungen angelegt sind.

Diese umfassende Studie der einzelnen Schichten der Bewusstseinsbildung erfolgt mit Hilfe der genetisch-phänomenologischen Methode. Das Gesamtwerk Husserls einschließlich der neuen Editionen und der noch unveröffentlichten Forschungsmanuskripte sowie die aktuelle Forschungslage sind in die Arbeit einbezogen. Die Gliederung verfolgt dabei konsequent den konstitutiv-genetischen Aufbau einer Bewusstseinsleistung auf einer anderen, tiefer liegenden. Viele Beispiele aus der jedem zugänglichen Erfahrung illustrieren den Text, der sich zugleich durch eine hohe Komplexität, eine tief gehende Analyse und genaue Kenntnis des Husserlschen Werkes wie auch durch gute Lesbarkeit und Verständlichkeit auszeichnet.

 

 

Content Level » Research

Stichwörter » Gefühl als originär gebende Anschauung bei Husserl - Grundlegende Schichten der Bewusstseinskonstitution - Phänomenologische Studie zur Struktur des Bewusstseins - Phänomenologischer Ursprung der Werte - Späte genetische Phänomenologie Husserls - late genetic phenomenology

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