Logo - springer
Slogan - springer

Medizin & Gesundheitsberufe - Physiotherapie | Funktionsabhängige Beschwerdebilder des Bewegungssystems

Funktionsabhängige Beschwerdebilder des Bewegungssystems

S.Kubalek, F. Dehler

2004, 371 S. 292 illus., 86 in Farbe., Geb.

ISBN: 3-540-42036-3

44,95€

Brügger-Therapie nach dem Murnauer Konzept 

„[...] funtktionsabhängige Schmerzen am Bewegungssystem sind daher in der Regel ein Indiz für gefährdete Strukturen des menschlichen Körpers, deren Lokalisation nicht mit dem Schmerzort übereinstimmt und die es für die Behandlung aufzufinden gilt.“ So heißt es bereits im Vorwort und macht daher gleich deutlich, worum es in dem Buch geht.
In drei großen übergeordneten Kapiteln führen die Autorinnen sehr lebendig, praxisnah und kompetent durch das Thema. Angefangen mit den Grundlagen, über die Befundaufnahme und Therapie bis hin zu klassischen Krankheitsbildern. Immer wieder werden praktische Tipps gegeben, bei denen man spürt dass sie der therapeutischen Erfahrung der Autorinnen entsprungen sind.
Überhaupt ist die Auswahl der Bilder, Zeichnungen, Tabellen sehr gelungen. Sie ergänzen den Text sehr gut, sind überschaubar und durchschaubar.
Im Abschnitt der Grundlagen erfährt man einiges über neurophysiologische Zusammenhänge im Bezug auf die Bewegung und natürlich auch über die entsprechende Pathoneurophysiologie der gestörten Bewegung. Außerdem werden so genannte Bewegungsmuster der aufrechten und krummen Körperhaltung vorgestellt, z.B. das klassische Zahnradmodell, und man erfährt auch einiges über Muskelverbände beim Schieben, Ziehen, Tragen.
Im zweiten großen Themengebiet bekommt man eine sehr ausführliche und detaillierte Beschreibung über die Befundaufnahme und Therapie. Es werden sehr ausführlich und anschaulich die einzelnen Schritte beschrieben. Übrigens auch sehr gut für Studenten der Physiotherapie geeignet. Ich habe sie einiges ausprobieren lassen und sie kamen mit den Anleitungen sehr gut zurecht.
Im dritten Abschnitt werden verschiedene klassische Diagnosen, z.B. aus dem rheumatischen Formenkreis, Weichteilsyndrome oder auch Tinnitus abgehandelt.
Fazit: Für mich ein gelungenes Buch. Es hat mir einige neue Anregungen gebracht und ich glaube, ich werde die eine und andere Sache im Therapie-Alltag nutzen können. Was will man mehr?
F. Huschka
Aus: Z.f. Physiotherapeuten 57 (2005)

Im Sinne Brügger  

Der Inhalt des Buches ist gut gegliedert. Die Autorinnen handeln Physiologie und Pathoneurophysiologie des menschlichen Bewegungsmusters getrennt voneinander ab. In einfach nachvollziehbaren Schritten erfährt der Leser, wie man Befund aufnimmt, Therapieziele definiert und Behandlungen plant. Einen breiten Raum haben therapeutische Maßnahmen. Diese sind Schritt für Schritt gut verständlich dargestellt und berücksichtigen Befund, Didaktik und Methodik. Dieser Teil - mit Bildern ausgestattet - eröffnet dem Leser ein großes Spektrum an Therapiemöglichkeiten und Übungen. Sehr hilfreich sind die in den Text eingeschobenen Zusammenfassungen und Behandlungsbeispiele. Am Schluss stellen die Autorinnen die "klassische Interpretation" von Krankheitsbildern und das Brüggersche Erklärungsmodell gegenüber. Sie zeigen die typischen Befunde von Diagnosen wie Lumboischialgie, HWS-Syndrom, Schleudertrauma, Tinnitus (um nur einige zu nennen) und erklären, wie sie im "Brüggerschen" Sinne interpretiert werden. Damit ergibt sich für den Leser eine neue, funktionsbezogene Sicht auf die Entstehung von Krankheitsbildern. Praktische Hilfe für den Alltag bietet im Anhang ein Befundbogen als Kopiervorlage.

Fazit: 

Für alle Physiotherapeuten lohnt es sich, dieses Buch durchzuarbeiten. Gefestigte Brüggerfans können darin wunderbar quer lesen!
Iris Sauerwein-Kästle, Physiotherapeutin aus München
Aus: http://www.thieme.de/physioonline/physiomedien/buchtipps/2004/10_04/kubalek.html