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Law | Menschenwürde und Spätabbruch

Menschenwürde und Spätabbruch

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  • Aktualität der Thematik Das Schwangerschaftskonfliktgesetz trat erst im Januar 2010 in Kraft, so dass umfassende Kommentierungen in der Literatur kaum vorhanden sind
  • Interdisziplinäre Begutachtung des Spätabbruchs - medizinische, ethische, verfassungs- und medizinstrafrechtliche Aspekte wirken zusammen
Schwangerschaftsabbrüche, die zu einem Zeitpunkt stattfinden, zu dem die Föten bereits potentiell extrauterin lebensfähig sind, stoßen in der Gesellschaft auf Empörung. Eine Selektion behinderter Föten wird befürchtet, da Auslöser eines Spätabbruchs häufig ein pathologischer Befund in der Pränataldiagnostik ist. Am 13. Mai 2009 beschloss der Bundestag nach langjährigen Debatten Änderungen des Schwangerschaftskonfliktgesetzes und flankierende Maßnahmen. Die Arbeit überprüft, ob der Gesetzgeber durch die geltende Rechtslage und Rechtswirklichkeit seiner verfassungsrechtlichen Schutzpflicht gegenüber dem nasciturus, die in der Menschenwürde und dem Lebensrecht wurzelt, in ausreichendem Maße nachkommt. Es wird aufgezeigt, dass die in § 218a Abs. 2 StGB vorgenommene Abwägung der Rechtsgüter von Mutter und Kind, die in zeitlicher Hinsicht nicht zwischen frühen und späten Abbrüchen differenziert, im Kern nicht zu beanstanden ist. Hiernach sind Abbrüche bei Vorliegen einer medizinisch-sozialen Indikation rechtmäßig. Um einen Abbruchsautomatismus in der Praxis zu vermeiden, bedarf das Schutzkonzept des Gesetzgebers aber der Ergänzung.

Content Level » Research

Stichwörter » Lebensrecht - Menschenwürde - Pränataldiagnostik - Spätabbruch - embryopathische Indikation

Verwandte Fachbereiche » Ethik - Internationales & Ausländisches Recht - Rechtswissenschaft - Strafrecht

Inhaltsverzeichnis / Vorwort / Probeseiten 

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