Konsortium Baden-Württemberg unterzeichnet Vertrag mit Springer

51 Universitäten und Hochschulen erhalten dauerhaften Zugriff auf über 1.900 wissenschaftliche Zeitschriftentitel

Heidelberg | Berlin | New York, 22. Oktober 2014

© Sebastian Bender, UB FreiburgAb Januar 2015 erhalten alle Universitäts- und Hochschulangehörigen in Baden-Württemberg einen komfortablen Zugriff auf 1.917 elektronische Zeitschriften des Wissenschaftsverlags Springer. Die Lizenz läuft bis Ende 2017. Darüber hinaus erwirbt das Land dauerhafte Archivrechte für diese Zeitschriften zurück bis ins Jahr 2003 für sein sogenanntes Baden-Württemberg-Archiv. Damit entsteht erstmals eine umfassende, lückenlose und dauerhafte Versorgung, die direkt an die Springer-Nationallizenz anschließt und auch den Zeitraum vor 2003 abdeckt.

Die Vertragsunterzeichnung fand im Rahmen der feierlichen Eröffnung des akademischen Jahres 2014/2015 an der Universität Freiburg statt, an der auch die baden-württembergische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, teilnahm. Sie sieht den Konsortialvertrag mit Springer als einen wichtigen Baustein im E-Science-Programm der Landesregierung.

Der Konsortialvertrag zur Versorgung mit Springer-Zeitschriften wurde von Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer, Rektor und Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg, Dr. Antje Kellersohn, Direktorin der Universitätsbibliothek Freiburg und Leiterin des Konsortiums Baden-Württemberg sowie Dagmar Laging, Vice President Library Sales DACH und Klaus Bahmann, Director Library Sales, DACH (beide Springer) unterzeichnet.

Dagmar Laging unterstrich nochmals die Bedeutung dieses Lizenzmodells: „Es freut uns besonders, dass wir mit diesem landesweiten Lizenzvertrag in Baden-Württemberg erstmalig in der westlichen Welt einen Vertrag unterzeichnen können, der auf neuen, von Abonnements unabhängigen Parametern beruht. Gleichzeitig ist es uns gemeinsam gelungen, eine zukunftsweisende Informationsversorgung der baden-württembergischen Universitäten und Hochschulen zu sichern. Dieser Vertrag bedeutet für Springer einen wichtigen Schritt in eine neue Ära von nachhaltigen Lizenzmodellen.“

„Der Lizenzvertrag ist ein bedeutender Meilenstein in der Versorgung mit elektronischer Fachinformation für Lehre und Forschung, nicht nur in Baden-Württemberg. Das neue Lizenzmodell wird auch auf nationaler und internationaler Ebene Referenzcharakter haben“, so Dr. Antje Kellersohn. „Es dient beispielsweise schon aktuell als Grundlage für die vorbereitenden Arbeiten der Projektgruppe ‚BuLiz – Bundesweite Lizenzierung‘ der Allianzinitiative der deutschen Wissenschaftsorganisationen und der Hochschulrektorenkonferenz.“


Das Konsortium ist eine Einkaufsgemeinschaft der wissenschaftlichen Bibliotheken des Landes Baden-Württemberg mit 51 Einrichtungen. Die Finanzierung erfolgt gemeinschaftlich durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und die teilnehmenden Bibliotheken am Konsortium Baden-Württemberg. Die Geschäftsstelle des Konsortiums ist an der Universitätsbibliothek Freiburg angesiedelt.

Springer Science+Business Media (www.springer.com) ist ein international führender Verlag für hochwertige Inhalte in innovativen Informationsprodukten und Dienstleistungen im Bereich Science, Technology, Medicine. Hauptzielgruppe sind Forscher in Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten ebenso wie in Forschungsabteilungen von Unternehmen. Die Verlagsgruppe ist außerdem ein renommierter Anbieter von Fachpublikationen in Europa, insbesondere im deutschsprachigen Raum und den Niederlanden. Diese werden von Ärzten sowie Fachleuten aus dem Gesundheitswesen und der Verkehrserziehung genutzt. Springer brachte 2013 etwa 2.200 englischsprachige Zeitschriften und mehr als 8.400 neue Bücher heraus. Ebenso erscheint im Verlag die weltweit größte eBook-Collection im Bereich Science, Technology, Medicine und das umfangreichste Portfolio an Open Access-Zeitschriften. Springer Science+Business Media erzielte 2013 einen Jahresumsatz von ca. 943 Millionen Euro. Die Gruppe hat weltweit mehr als 8.000 Mitarbeiter.


Foto: Unterzeichnung des Vertrags mit (v.l.n.r.) Hans-Jochen Schiewer, Klaus Bahmann, Theresia Bauer, Dagmar Laging, Antje Kellersohn | © Sebastian Bender, UB Freiburg

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