25 Jahre Mauerfall: Die Außenpolitik von Hans-Dietrich Genscher

Welche Werte und Instrumente der deutschen Außenpolitik aus der Ära Genscher heute noch Gültigkeit haben, zeigt neues Springer VS-Buch | Buchpräsentation mit Hans-Dietrich Genscher, Klaus Kinkel und Wolfgang Ischinger am 12. November 2014 in Berlin

Wiesbaden | Berlin, 29. Oktober 2014

© SpringerAm 09. November jährt sich zum 25. Mal der Fall der Berliner Mauer. An diesem Tag wurde der Grundstein eines Ziels gelegt, das Hans-Dietrich Genscher bereits 1970 in einem Brief an die sowjetische Regierung formulierte: die freie und friedliche Wiedervereinigung Deutschlands in einem geeinten Europa. „Dieses Ziel zieht sich wie ein roter Faden durch seine Amtszeit als Außenminister“, sagt Kerstin Brauckhoff. Gemeinsam mit Irmgard Schwaetzer beschreibt die Herausgeberin im gerade bei Springer VS erschienenen Sammelband Hans-Dietrich Genschers Außenpolitik, wie der Politiker sein Amt prägte und welche Auswirkungen dies für die Bundesrepublik und ihre Stellung in Europa und der Welt hatte. Am 12. November 2014 ab 18:00 Uhr wird das Buch der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach einem Vortrag zu aktuellen Fragen europäischer Sicherheitspolitik von Botschafter Wolfgang Ischinger diskutieren Hans-Dietrich Genscher und Klaus Kinkel unter der Moderation von Gerd Appenzeller vom Tagesspiegel, welche Instrumente der Außenpolitik Genschers auch für die Lösung heutiger internationaler Herausforderungen genutzt werden können. Die Veranstaltung findet in der European School of Management and Technology (ESMT) in Berlin und damit dem ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR statt.

„Sicherheit, Freiheit und demokratische Selbstbestimmung waren und sind die Werte, für die er sich als liberaler Politiker engagiert, und mit denen er sich als Mensch identifiziert“, erklärt Kerstin Brauckhoff. Hans-Dietrich Genscher hatte die Möglichkeit, seine persönlichen Ideen von liberaler Politik in die Realität umzusetzen. Diese Chance nutzte er verantwortungsvoll und partnerschaftlich im Zusammenspiel mit den Staaten Europas und weit darüber hinaus, so die Expertin weiter. Wichtig sei ihm dabei immer gewesen, alle Beteiligten in seine Politik einzubeziehen: „Denn Genscher handelte nach der Devise: Nur wenn es den anderen Staaten gut geht, kann es Deutschland gut gehen.“ Seinen Erfolg habe vor allem ausgemacht, dass er sich in die Bedürfnisse anderer Staaten hinein fühlte, nationale Besonderheiten respektierte und Wege fand, auf diese einzugehen. Nur so wäre es ihm gelungen, im Verbund mit anderen Nationen seine Ziele für die deutsche Außenpolitik umzusetzen: „Und so konnte er schließlich auch das Ziel der deutschen Wiedervereinigung in Frieden und Freiheit umsetzen."

Wie Hans-Dietrich Genscher seine politischen Interessen und Ziele verfolgte und sein Amt sowie die Außenpolitik der Bundesrepublik prägte, wird im neuen Sammelband dargestellt. Dreh- und Angelpunkt aller Beiträge ist die Fragestellung, was die Politik Genschers als liberale Politik auszeichnet, was seine Vorstellungen von wertorientierter Außenpolitik mit liberaler Politik gemeinsam haben, und wie sich diese auf die deutsche Außenpolitik ausgewirkt haben. Zudem berichten im Buch Zeitzeugen und Weggefährten von konkreten politischen Entscheidungen und zeigen auf, in welcher Hinsicht Genscher neue Wege beschritten hat. Auf diese Weise wird die wissenschaftliche Darstellung von Zeitgeschichte im Buch um Facetten aus der täglichen politischen Arbeit ergänzt. Außerdem zeigen die Beiträge, inwieweit Genschers Strategien in die Gegenwart übernommen werden können, fasst Brauckhoff zusammen: „Dass dies möglich ist, wird nicht zuletzt im Rahmen eines Interviews mit Hans-Dietrich Genscher im Buch deutlich.“

Der Sammelband ist in der Buchreihe Akteure der Außenpolitik erschienen. In dieser Reihe des Herausgebers Professor Dr. Thomas Jäger wird das außenpolitische Denken und Handeln einflussreicher Politiker systematisch analysiert und dargestellt.

Dr. Kerstin Brauckhoff ist wissenschaftliche Referentin mit den Schwerpunkten Außen- und Europapolitik im Liberalen Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Dr. Irmgard Schwaetzer war von 1987 bis 1991 Staatsministerin im Auswärtigen Amt und von 1991 bis 1994 Bundesministerin für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau.

Kerstin Brauckhoff | Irmgard Schwaetzer (Hrsg.)
Hans-Dietrich Genschers Außenpolitik
2015, 295 S.
Softcover € 34,99 (D) | € 35,97 (A) | sFr 44,00 (CH)
ISBN 978-3-658-06650-5
Auch als eBook verfügbar

Bild: Coverabbildung des neuen Buchs Hans-Dietrich Genschers Außenpolitik von Springer VS | © Springer

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Die Buchpräsentation findet am 12. November 2014 ab 18:00 Uhr im Rahmen einer Abendveranstaltung in der European School of Management and Technology (ESMT) statt (Schlossplatz 1, 10178 Berlin).

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