8. Julius-Springer-Preis für Gefäßmedizin vergeben

Springer Medizin fördert mit Julius Springer-Preis wissenschaftliche Forschung in der Gefäßmedizin | Preisarbeit fokussiert Gehtraining bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit
 
Heidelberg, 05. Oktober 2017

Preisverleihung Gefäßchirurgie © m:con MannheimSpringer Medizin zeichnet in diesem Herbst erneut eine herausragende Arbeit auf dem Gebiet der Gefäßmedizin als einem Wachstumsbereich der Medizin aus. Ziel der Förderung ist es, vor allem den Nachwuchs zu unterstützen für Arbeiten, in denen der Brückenschlag von Forschungsarbeit zu klinischem Nutzen gelungen ist. Preisträger des Julius-Springer-Preis für Gefäßmedizin 2017 ist Dr. med. Philip Düppers für seinen Beitrag "Ein wichtiger Schritt in der Gefäßmedizin‒Strukturiertes Gehtraining zur Behandlung der Claudicatio intermittens an einem deutschen Universitätsklinikum". 

Foto: v.l.n.r. Prof. Dr. Markus Steinbauer (Sekretär der DGG), Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rixen (Präsident der DGG), Preisträger Dr. Philip Düppers, Prof. Dr. Axel Larena-Avellaneda (Schriftleiter der Zeitschrift Gefässchirurgie), Monika Kretz (Springer Medizin). © m:con Mannheim

Den Preis, dotiert mit Euro 500,- und der Möglichkeit, zum Thema einen Übersichtsartikel in der Fachzeitschrift Gefässchirurgie zu publizieren, erhielt der Mediziner am 29. September im Rahmen der 33. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) e. V. in Frankfurt/Main.

An der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, pAVK, sind weltweit über 200 Mio. Menschen erkrankt, Tendenz steigend. Ein Fünftel der deutschen Gesamtbevölkerung, die 65 oder älter sind, leiden hierzulande an der Krankheit, die zu Myokard-Infarkten, Schlaganfällen und einem kardiovaskulären Tod führen kann. In seinem Exposé präsentiert der Gefäßchirurg die Ergebnisse einer Untersuchung an 37 Patienten, die an einem strukturierten Gehtraining (SGT) teilgenommen haben. Ziel war es, über mehr Bewegung an einen verbesserten arteriellen Kollateral-Kreislauf zu gelangen. Aufgrund der deutlichen Verbesserung vieler Teilnehmer, eine maximale Strecke schmerzfrei zu bewältigen, rät der Preisträger in seinem Beitrag zu einem konsequenten Ausbau des aktuellen Trainingsangebots. Flächendeckend sollten in Deutschland Gefäßsportgruppen ausgebaut werden ‒ unter ärztlicher bzw. universitärer Beteiligung. Dies hätte auch eine breitere Ausbildung von Gefäßsporttrainern zur Folge. Als Vorbild seien hier die Niederlande anzuführen. 

Der Humanmediziner und Preisträger Dr. med. Philipp Düppers ist an der Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie am Universitätsklinikum Düsseldorf tätig. Im November 2013 schloss er seine Promotion mit magna cum laude ab, seit April 2014 ist er Gründer und wissenschaftlicher Leiter von „Gefäßsport am UKD“. Derzeit befindet er sich in der Weiterbildung zum Facharzt für Gefäßchirurgie, die er voraussichtlich im Herbst 2018 abgeschlossen haben wird. 

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