175-jähriges Jubiläum des Springer Verlags – feiern Sie mit uns!

Kinder- und Jugendpsychiatrie im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit

Zur Geschichte ihrer Konsolidierung

Herausgeber: Fangerau, Heiner, Topp, Sascha, Schepker, Klaus (Hrsg.)

  • Zeitzeugenberichte
  • Umfassende Darstellung
  • Zeitgenössische Dokumentationen
  • Expertenwissen
Weitere Vorteile

Dieses Buch kaufen

eBook 29,99 €
Preis für Deutschland (Brutto)
  • ISBN 978-3-662-49806-4
  • Versehen mit digitalem Wasserzeichen, DRM-frei
  • Erhältliche Formate: PDF, EPUB
  • eBooks sind auf allen Endgeräten nutzbar
  • Sofortiger eBook Download nach Kauf
Hardcover 39,99 €
Preis für Deutschland (Brutto)
  • ISBN 978-3-662-49805-7
  • Kostenfreier Versand für Individualkunden weltweit
  • Gewöhnlich versandfertig in 3-5 Werktagen.
Über dieses Buch

Dieses Buch dokumentiert Ergebnisse eines von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP) geförderten Forschungsprojektes zur Entstehungsphase der kinder- und jugendpsychiatrischen Fachgesellschaft. Hinzu treten weitere Beiträge zur Vorgeschichte und den Grenzgebieten des Faches im deutschsprachigen Raum.

Mit der Erhellung bislang unklar gebliebener Zusammenhänge kann die Geschichte der Fachgesellschaft so auf eine neue Basis gestellt werden. Diese Perspektive wird erweitert durch den Einbezug zusätzlicher Quellenbestände, die Zeitzeugenberichte ebenso erfassen wie Patientenakten und verschiedene zeitgenössische Dokumentationen.

Nach ersten Ansätzen für eine spezifische auf das Kindesalter gerichtete Psychiatrie in der Weimarer Republik wurden führende Vertreter wie Franz Kramer und Ruth von der Leyen nach 1933 aus der Szene verdrängt, andere wie Paul Schröder und Werner Villinger rückten in Spitzenfunktionen des Faches vor. Pädiater und besonders Psychiater rangen dabei um Kontrolle in der entstehenden Disziplin. In Kooperation von Vertretern des Reichsgesundheitsamtes, der NS Lehrerbund Fachschaft V, den Sonderpädagogen und den führenden Fachvertretern entstand 1940 in Wien die „Deutsche Gesellschaft für Kinderpsychiatrie und Heilpädagogik“ (DGKH). Die drei Vorsitzenden der DGKH waren an der Umsetzung der rassenhygienischen Zwangssterilisation und zwei von ihnen an der sogenannten Euthanasie-Aktion beteiligt.

Nach 1945 re-etablierten sich die Akteure schnell wieder in Jugendhilfe und Fürsorgeerziehung und bauten ihre Fachpositionen weiter aus. In Marburg fand 1950 die Wiedergründung der Fachgesellschaft als „Verein für Jugendpsychiatrie, Heilpädagogik und Jugendpsychologie“ statt (1952 eingetragen im Amtsregister Marburg als „Deutsche Vereinigung für Jugendpsychiatrie“). Mit einer zumindest teilweisen Kontinuität des selektiven Denkens prägten Werner Villinger als Vorsitzender und Hermann Stutte als Schriftführer langfristig die Entwicklung des jungen Faches.

Die Erforschung der deutschsprachigen Kinder- und Jugendpsychiatrie nach 1945 steht erst am Anfang. Die hier vorgelegten Forschungsergebnisse liefern bereits Anhaltspunkte zur Aufklärung von vielfachen Gewalt- und Missbrauchserfahrungen von Patienten in psychiatrischen Einrichtungen der Nachkriegszeit.

 

Über den Autor

Prof. Dr. med. Heiner Fangerau, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf

Dr. phil. Sascha Topp, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf

Klaus Schepker M.A., Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf

Inhaltsverzeichnis (18 Kapitel)

  • Einleitung: Kinder- und Jugendpsychiatrie im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit

    Fangerau, Heiner (et al.)

    Seiten 1-13

  • Die Gründungsgeschichte der Deutschen Gesellschaft für Kinderpsychiatrie und Heilpädagogik (DGKH) und ihr Wirken

    Schepker, Klaus (et al.)

    Seiten 17-186

  • Kollektives Vergessen: Die Diagnose Psychopathie und der Umgang mit dem schwierigen Kind im Verständnis von Franz Kramer und Ruth von der Leyen

    Fuchs, Petra (et al.)

    Seiten 187-208

  • Zwischen Anlage und Erziehung. Zum pädiatrischen Umgang mit „nervösen“ und „psychopathischen“ Kindern in der Weimarer Republik

    Beddies, Thomas

    Seiten 209-223

  • „Denn im Verein stehen wir dem Nichts gegenüber“. Der Vorstand des Deutschen Vereins zur Fürsorge für jugendliche Psychopathen e. V. zwischen gescheiterter Überlebensstrategie und Resistenz (1933–1935)

    Oommen-Halbach, Anne (et al.)

    Seiten 225-252

Dieses Buch kaufen

eBook 29,99 €
Preis für Deutschland (Brutto)
  • ISBN 978-3-662-49806-4
  • Versehen mit digitalem Wasserzeichen, DRM-frei
  • Erhältliche Formate: PDF, EPUB
  • eBooks sind auf allen Endgeräten nutzbar
  • Sofortiger eBook Download nach Kauf
Hardcover 39,99 €
Preis für Deutschland (Brutto)
  • ISBN 978-3-662-49805-7
  • Kostenfreier Versand für Individualkunden weltweit
  • Gewöhnlich versandfertig in 3-5 Werktagen.
Loading...

Wir empfehlen

Loading...

Bibliografische Information

Bibliographic Information
Buchtitel
Kinder- und Jugendpsychiatrie im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit
Buchuntertitel
Zur Geschichte ihrer Konsolidierung
Herausgeber
  • Heiner Fangerau
  • Sascha Topp
  • Klaus Schepker
Copyright
2017
Verlag
Springer-Verlag Berlin Heidelberg
Copyright Inhaber
© Springer-Verlag GmbH Deutschland
eBook ISBN
978-3-662-49806-4
DOI
10.1007/978-3-662-49806-4
Hardcover ISBN
978-3-662-49805-7
Auflage
1
Seitenzahl
XI, 634
Anzahl der Bilder und Tabellen
37 schwarz-weiß Abbildungen, 14 Abbildungen in Farbe
Themen