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Über Springer - Presse - Springer Select | Liebe hat viele Facetten

Heidelberg / New York, 9. April 2014

Liebe hat viele Facetten

Studie untersucht den Zusammenhang von Alter und Zufriedenheit mit dem Liebesleben

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Wer regelmäßig in die Kirche geht, verheiratet ist oder harmonische soziale Beziehungen hat, ist mit seinem Liebesleben am zufriedensten. Laut Félix Neto und Maria da Conceiçâo Pinto von der Universidade do Porto in Portugal gilt dies auch für Menschen, die gerade verliebt sind oder ein erfülltes Liebesleben mit ihrem Partner erfahren. Ihre Studie, veröffentlicht in einem Artikel im Springer-Journal Applied Research in Quality of Life, geht der Frage nach, wovon die Zufriedenheit mit dem Liebesleben im Laufe des Lebens eines Erwachsenen beeinflusst wird.
Für die Wissenschaftler geht Liebe mit dem Wunsch einher eine enge, intensive und auch dauerhafte Beziehung zu einem anderen Menschen einzugehen, diese zu festigen und zu erhalten. Wie zufrieden jemand mit seinem Liebesleben ist, ist wiederum eine rein subjektive Gesamtwahrnehmung, welchen Stellenwert die Liebe im Leben einnimmt. Von welchen spezifischen Facetten das Liebesleben in den verschiedensten Altersgruppen geprägt wird, hat eine Studie mit 1.284 erwachsene Portugiesen – Männer und Frauen – zwischen 18 und 90 ergeben, bei der die „Satisfaction with Love Life Scale“ eingesetzt wurde.
Neto und Pinto stellten fest, dass das Maß der Zufriedenheit mit dem Liebesleben von einer Kombination verschiedenster Faktoren wie Alter, religiöses Engagement, Familienstand und der Art zu Lieben (z. B. manipulativ bzw. verspielt) bestimmt wird. Junge Erwachsene (18 bis 30 Jahre) sind mit ihrem Liebesleben ähnlich zufrieden wie etwa 31 bis 59-Jährige oder ältere Erwachsene (69 bis 90 Jahre). Vergleicht man die Erwachsenen der höheren Altersgruppen, wird deutlich, dass die über 60-Jährigen mit ihrem Liebesleben nicht mehr so glücklich sind wie die 31- bis 59-Jährigen. Teilweise kann dies damit erklärt werden, dass dieser Aspekt des Lebens für sie nicht mehr so wichtig ist. Bildung spielt keine wesentliche Rolle in Bezug auf ein glückliches Liebesleben, wohl aber das religiöse Engagement. Die Feststellung, dass Gläubige und Menschen, die regelmäßig in die Kirche gehen, eine positive Einstellung zu ihrem Liebesleben haben, stimmt mit Ergebnissen vorangegangener Studien überein, nach denen religiöses Engagement mit einer besseren psychischen Verfassung und auch mit größerer Zufriedenheit mit dem Leben und mit sexuellen Beziehungen einhergeht.
Wer sich wohlfühlt und harmonische soziale Beziehungen hat, ist oft auch mit dem Liebesleben zufriedener. Wer frisch verliebt ist, ist glücklicher als Menschen, die keine romantische Beziehung haben. Wer verheiratet ist oder in einer Partnerschaft lebt (besonders, wenn er/sie sich von dem Partner sexuell begehrt fühlt), ist mit seinem Liebesleben zufriedener als Geschiedene.
Zwischen Männern und Frauen gibt es im Hinblick auf die Zufriedenheit mit dem Liebesleben keinen Unterschied. Das Geschlecht spielt allerdings eine Rolle, wenn man verschiedene Vorlieben in unterschiedlichen Altersgruppen genauer anschaut. Erwachsene Männer mit Hang zu einer spielerischen, manipulativen Art zu lieben, die den Partner oft im Ungewissen lassen (Ludus style), oder Männer mit der Neigung zu besitzergreifendem, eifersüchtigem Verhalten (Mania style) bezeichnen ihr Liebesleben häufig als erfüllter.
Die Autoren: „Im Gegensatz zu vorangegangenen Untersuchungen zum Thema Liebe haben wir in unsere Studie Erwachsene aller Altersstufen einbezogen. Im Fokus stand die Erforschung von Altersunterschieden im Hinblick auf Zufriedenheit mit dem Liebesleben. Das Ergebnis ist eine umfassende Darstellung von Unterschieden und Ähnlichkeiten im Liebesleben Erwachsener eines jeden Alters.“
Quelle: Neto, F. & Pinto, M. C. (2014). Satisfaction with love life across the adult life span, Applied Research in Quality of Life, DOI 10.1007/s11482-014-9314-6
Bild: Coverabbildung des Journals Applied Research in Quality of Life | © Springer-Verlag GmbH

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