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Über Springer - Presse - Springer Select | Verheiratet lebt länger

Heidelberg | New York, 10. Januar 2013

Verheiratet lebt länger

Studie untersucht die Bedeutung sozialer Bindungen in den mittleren Jahren

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Ist Ehe oder Partnerschaft ein Schlüssel, der zu einem längeren Leben verhelfen kann? Eine neue Untersuchung hat gezeigt, dass das Risiko, schon in der mittleren Lebensspanne zu sterben, steigt, wenn jemand ohne festen Partner ist. Die Arbeit von Dr. Ilene Siegler und Kollegen vom Duke University Medical Center in den Vereinigten Staaten erscheint online im Springer-Journal Annals of Behavioral Medicine.
Dass ein Mensch die mittleren Lebensjahre übersteht und älter wird, erscheint uns selbstverständlich. Siegler und Kollegen gingen der Frage auf den Grund, warum dies keineswegs immer der Fall ist. In der Studie galt es zu klären, inwiefern ein Zusammenhang besteht zwischen der Dauer einer Ehe sowie dem Zeitpunkt, wann jemand heiratet und einem vorzeitigen Tod in der mittleren Lebensphase. Untersucht wurde auch, welche Rolle die Persönlichkeit vor der Ehe und eine gesunde Lebensweise spielen.
Die Wissenschaftler analysierten die Daten von 4.802 Individuen, die an der University of North Carolina Alumni Heart Study (UNCAHS) teilgenommen hatten. Dies war als Langzeitstudie angelegt mit Probanden, die in den 1940ern geboren wurden. Besonderes Interesse galt dem Familienstand und etwaigen Veränderungen im mittleren Lebensabschnitt, ausgehend von Persönlichkeitsmerkmalen bei Collegeeintritt (im Allgemeinen mit 18), dem sozioökonomischen Status und der gesundheitsbewussten Lebensführung.
Es stellte sich heraus, dass eine Partnerschaft in der mittleren Lebensspanne vor frühzeitigem Tod schützt. Für Menschen, die nie verheiratet waren, ist die Wahrscheinlichkeit frühzeitig zu sterben doppelt so hoch wie für Menschen, die in einer stabilen Ehe leben. Ein Leben ohne Partner oder der Verlust des Partners ohne eine neue Beziehung einzugehen, erhöhte das Risiko eines vorzeitigen Sterbens und verminderte die Wahrscheinlichkeit, älter zu werden. Selbst unter Berücksichtigung der Persönlichkeit oder der gesunden bzw. ungesunden Lebensweise , trug der Ehestatus dazu bei, dass die jeweiligen Personen länger lebten.
Die Autoren: „Unsere Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass es für diese Gruppe der Babyboomer wichtig ist, sich auch mit eheähnlichen Mustern der Partnerschaft zu befassen. Unterschiedliche Partnerschaftstypen bieten offenbar auch unterschiedliche Level an emotionaler und funktionaler sozialer Unterstützung. Es gibt einen Zusammenhang mit der Mortalität. Die Art der sozialen Bindungen in mittleren Jahren hilft uns, das Phänomen frühzeitiger Mortalität zu verstehen.“
Quelle:
Siegler IC et al (2012). Consistency and timing of marital transitions and survival during midlife: the role of personality and health risk behaviors. Annals of Behavioral Medicine; DOI10.1007/s12160-012-9457-3
Der vollständige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verfügung.

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