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Über Springer - Presse - Pressemitteilungen | Rettungsboje Resilienz: Basis zur Krisenbewältigung

Berlin | Heidelberg | Wiesbaden | Frankfurt, 1. Oktober 2013

Rettungsboje Resilienz: Basis zur Krisenbewältigung

Jeder kann gestärkt aus Lebenskrisen hervorgehen | Experten diskutieren auf der Frankfurter Buchmesse Bedeutung und Wirkmechanismen der Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen

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Ein starkes Immunsystem ist gefragt, wenn man angesichts der vielfältigen gesellschaftlichen und persönlichen Krisen des modernen Lebens physisch und psychisch gesund bleiben will. Deshalb wird Resilienz als Fähigkeit, sich gegen widrige Umstände abgrenzen zu können, in unserer schnelllebigen Zeit immer wichtiger. An diesem Schutz-Schild aus emotional-sozialer Kompetenz führt heute kein Weg vorbei, ob in Beruf, Partnerschaft, Familie oder Freundeskreis. Aber wo und wie wird diese Fähigkeit erworben? Auf der Frankfurter Buchmesse erklären die beiden Springer Spektrum-Autoren Andreas Kruse und Albert Wunsch, was die Entwicklung einer starken Persönlichkeit fördert oder behindert. Im Forum Wissenschaft und Fachinformation der Halle 4.2 diskutieren sie Chancen und Risiken resilienten Verhaltens unter dem Motto „Quo vadis? Gehen wir unter? Rettungsboje Resilienz“ am Mittwoch, 09. Oktober 2013, ab 15:00 Uhr.
Als Andrea Nahles sich kürzlich im deutschen Bundestag daran versuchte, Angela Merkel per Lied mit Pipi Langstrumpf zu vergleichen, erntete sie nicht nur wegen ihrer Gesangskünste Aufmerksamkeit. Trotz der offensichtlichen Agitation lohnt sich nach Ansicht von Erziehungswissenschaftler Albert Wunsch ein genauerer Blick auf den Vergleich der Bundeskanzlerin mit der schwedischen Kinderbuch-Figur: „Beide prägt ein lebensbejahendes Selbstwertgefühl, eine Gewissheit, mit allen Anforderungen und Herausforderungen des Lebens irgendwie umgehen zu können.“ Den Herausforderungen des Lebens begegneten beide mit resilientem Verhalten, das in der Kindheit begründet liegt. „Angela Merkel muss in der Abgeschiedenheit der Uckermark durch viel Zuwendung und Zutrauen – ganz ohne Kinder-Krippe und Hort – aufgewachsen sein.“ Vermutlich unbewusst hätten die Eltern damit schon in jungen Jahren den Grundstein für eine lebenslang wirkende Kraft gelegt. Der Wissenschaftler ist überzeugt: „Deshalb strahlt die Bundeskanzlerin bis heute das Gefühl aus, innerlich und äußerlich gehalten und getragen zu sein.“
Das Handeln resilienter Menschen ist geprägt durch ein bedingungsloses Vertrauen zum Leben, was die Angst vor möglichen Krisen oder großen Herausforderungen reduziert. Ihr Leitprinzip laute: Anstrengung und Engagement sind die Grundlage jeglicher Entwicklung. Seine Forschungsergebnisse, wie Resilienz als Basis der Persönlichkeitsbildung dienen kann, fasst Albert Wunsch in seinem eben bei Springer Spektrum erschienenen Sachbuch „Mit mehr Selbst zum stabilen Ich!“ zusammen. Eine weitere wichtige Voraussetzung für die Herausbildung eines resilienten Lebensstils beschreibt der Gerontologe Andreas Kruse: „Die Verarbeitung von Grenzsituationen bildet eine zentrale Aufgabe im Leben eines jeden Menschen.“ In seinem Buch „Die Grenzgänge des Johann Sebastian Bach“ zeigt er, wie der Komponist mit Hilfe der Musik immer wieder aus eigener Kraft Lebenskrisen meisterte. „Besonders motivierte ihn seine Bindung an das Leben und sein Bezug zu seiner Familie, seinen Schülern und zu Gott, was seiner Musiker- und Kompositionstätigkeit immer ein wichtiges Fundament gab“, erläutert Kruse. Dabei sei die Offenheit für neue, auch belastende Erfahrungen die Basis für das schöpferische Handeln eines Menschen.
Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse ist Professor für Gerontologie und Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg und ist seit 2003 Vorsitzender der Altenberichtskommissionen der Bundesregierung. Zudem war er Mitglied der vom Generalsekretär der Vereinten Nationen berufenen Expertenkommission zur Erstellung des Weltaltenplans der Vereinten Nationen.
Dr. Albert Wunsch ist Psychologe und promovierter Erziehungswissenschaftler, Diplom Pädagoge und Diplom Sozialpädagoge, Kunst- und Werklehrer und lehrt seit 2004 an der Katholischen Hochschule NRW in Köln. Außerdem hat er Lehraufträge an der Philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf und an der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) in Essen und Neuss. Er arbeitet in eigener Praxis als Paar-, Erziehungs- und Konfliktberater sowie als Supervisor und Coach (DGSv).

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Cornelia Hesse-Uhde | PR Managerin | tel +49 6221 487 8056 | cornelia.hesse@springer.com