Springer Science+Business Media startet sein umfassendes Digitalisierungsprojekt
Springer Book Archives. Dabei sollen möglichst alle Bücher digitalisiert werden, die seit der Verlagsgründung 1842 erschienen sind. Das Online-Bucharchiv wird nach Verlagsschätzungen etwa 65.000 Titel umfassen. Unter den Archivtiteln befinden sich wissenschaftlich wie historisch einmalige Werke von Albert Einstein, Niels Bohr, Sir John Eccles, Lise Meitner, Werner Siemens oder Rudolf Diesel, um nur einige wenige zu nennen. Die Online-Bucharchive werden auf der verlagseigenen Plattform SpringerLink zu lesen sein, so wie alle anderen Bücher von Springer, die seit 2005 standardmäßig als eBook und in Print erscheinen sind. Springer wird bei Abschluss dieses Mammutprojekts Ende 2012 mehr als 110.000 Bücher auf www.springerlink.com anbieten können.
Im Vorfeld dieses riesigen Onlineprojekts waren aufwendige Recherchearbeiten notwendig, um die Autorenrechte für die elektronische Erfassung einzuholen. Springer ging bereits im Vorfeld auf die Autoren bzw. die Inhaber der Urheberrechte zu, um die Honorarfrage für die elektronische Ausgabe zu klären.
Etwa 70 Prozent der Bücher von
Springer Book Archives sind englische Publikationen, circa 30 Prozent sind deutschsprachige Titel und einige wenige Titel auf Niederländisch. Ähnlich verhält sich die Aufteilung von wissenschaftlichen STM-Titeln und dem Anteil an Fachliteratur aus dem B2B-Bereich. Diese Zahlen spiegeln deutlich die gewachsene Verlagsgeschichte wider. Das Springer-Online-Bucharchiv setzt sich aus insgesamt 17 verschiedenen Buchmarken (Imprints) zusammen, darunter die deutschen Wirtschaftsbücher von Gabler, der amerikanische Computerbuch-Verlag Apress oder die amerikanische Sachbuchmarke Copernicus. Der größte Anteil des Bucharchivs kommt mit über 20 Prozent aus der Medizin.
„Das Projekt Springer Book Archives steht für die Selbstverpflichtung des Springerverlags, wertvolle Publikationen aus der Vergangenheit für die Wissenschaft wieder aktiv zu beleben. Bei Springer werden Bücher nicht aussterben, höchstens der Status 'vergriffen' könnte der Vergangenheit angehören. Unsere alten Bestände ruhten bislang gut verwahrt in unseren Handbucharchiven, doch dank innovativer Technologien können sie nun wieder erschlossen werden. Dafür mussten wir größere Investitionen tätigen, wir sind jedoch davon überzeugt, dass die Scientific Community unsere Initiative sehr zu schätzen weiß“, sagt Derk Haank, CEO von Springer Science+Business Media.
Springer Science+Business Media ist ein international führender Wissenschaftsverlag, der hochwertige Inhalte in innovativen Informationsprodukten und Dienstleistungen publiziert. Die Verlagsgruppe ist außerdem ein renommierter Anbieter von Fachpublikationen in Europa, insbesondere im deutschsprachigen Raum und den Niederlanden. Im Bereich Science, Technology, Medicine (STM) bringt das Unternehmen etwa 2.000 Zeitschriften, mehr als 7.000 neue Bücher jährlich und die weltweit umfangreichste STM eBook Collection heraus. Mit über 5.500 Mitarbeitern hat die Gruppe Niederlassungen in etwa 20 Ländern in Europa, den USA und Asien. Im Jahr 2010 erzielte Springer einen Jahresumsatz von ca. 866 Millionen Euro.
Springer Science+Business Media auf der Frankfurter Buchmesse: Halle 4.2., G 402.